AMS kürzt Schulungen: 500 Trainer abgebaut
Budgetumschichtungen beim Arbeitsmarktservice (AMS) und Änderungen beim Arbeitslosen-Schulungsprogramm haben zu einem massiven Jobabbau bei den involvierten Trainern geführt, wie der KURIER bereits im April berichtete.
Im Vergleich zu 2014 wurden heuer bereits 500 Kursleiter abgebaut, weitere 1.500 könnten folgen, sagte Gewerkschafter Karl Proyer zur APA. Bei Rekordarbeitslosigkeit die Qualifizierungen zu reduzieren, sei ein Widersinn.
Arbeitsstiftung gefordert
Proyer fordert nun die Einrichtung einer Arbeitsstiftung für die betroffenen Trainer. Private Bildungseinrichtungen wie Wifi, bfi und andere sozialökonomische Betriebe führen im Auftrag des AMS zahlreiche Qualifizierungskurse für Arbeitslose durch. 2014 gab das AMS gut 62 Prozent des Gesamtbudgets von rund 1,1 Mrd. Euro für sogenannte Qualifizierungsmaßnahmen, also für Schulungen und Kurse aus. Dieser Anteil ist heuer auf 60 Prozent reduziert worden, um die geförderte Eingliederung von Arbeitslosen in Betrieben verstärkt zu fördern.
Info
In der Erwachsenenbildungsbranche in Österreich arbeiten laut Schätzungen der Gewerkschaft rund 12.000 Personen. Rund zwei Drittel der Trainerinnen und Trainer führen Schulungen für das AMS durch.
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