Künstliche Intelligenz als Geschäftsrisiko
Zusammenfassung
- Künstliche Intelligenz ist laut Allianz Commercial im aktuellen Risikobarometer auf Platz zwei der größten globalen Geschäftsrisiken vorgerückt, hinter Cyberkriminalität.
- KI birgt Risiken sowohl durch missbräuchliche Nutzung durch Hacker als auch durch Fehlentscheidungen auf Basis falscher Daten.
- Betriebsunterbrechungen, oft durch Cyberangriffe verursacht, belegen Platz drei der größten Risiken; die Einschätzungen basieren auf einer weltweiten Befragung von 3.338 Fachleuten.
Künstliche Intelligenz (KI) hat sich nach Einschätzung der Allianz zu einem der größten globalen Geschäftsrisiken für Unternehmen entwickelt. Im neuen „Risikobarometer“ des Unternehmensversicherers Allianz Commercial ist die KI vom zehnten auf den zweiten Platz hinter dem langjährigen Spitzenreiter Cyberkriminalität emporgeschossen.
Kriminelle Hacker nutzen demnach in wachsendem Umfang KI für ihre Attacken. Doch kann die Nutzung von KI laut Risikobarometer auch ohne jede böse Absicht gefährlich für ein Unternehmen sein, etwa wenn Manager und Mitarbeiter auf Basis falscher Daten und Informationen falsche Entscheidungen treffen.
Auf Rang drei der größten globalen Geschäftsrisiken stehen in diesem Jahr Betriebsunterbrechungen. Auch dabei gibt es eine Verbindung zu Cyberangriffen: Eine häufige Ursache von Betriebsunterbrechungen ist Online-Erpressung: Die Hacker lähmen die Rechnersysteme eines Unternehmens per Verschlüsselung und fordern für die anschließende Entschlüsselung hohe Summen.
Allianz Commercial ist eine Tochter des Münchner Dax-Konzerns, das Unternehmen publiziert sein „Risikobarometer“ alljährlich zu Jahresbeginn. Die Einschätzungen basieren auf der Befragung von 3.338 Fachleuten aus 97 Ländern im vergangenen Herbst. Darunter sind Führungskräfte und Manager anderer Unternehmen, Risiko- und Schadenberater, Versicherungsmakler, Experten von Branchenverbänden sowie auch Allianz-Mitarbeiter.
Die Antworten der Befragten unterscheiden sich von Land zu Land, allerdings nicht grundlegend: So landeten die KI-Risiken in Deutschland auf Platz vier, in der Schweiz auf dem zweiten Rang, in Österreich dagegen sogar auf Platz eins.
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