Russenball

© Jeff Mangione

Galanacht der Russischen Wirtschaft
12/01/2012

"Alles Walzer!“ auf Russisch

Wiener Hofburg: Russische und österreichische Wirtschaftsgrößen zwischen Ballvergnügen und Geschäft.

Russen lieben es zusammenzukommen, zu trinken und zu tanzen. Deswegen lieben wir auch Wiener Bälle“, erzählt Irina. Die gutbetuchte Russin war am Freitag eine der Gäste der zweiten Galanacht der Russischen Wirtschaft im Festsaal der Wiener Hofburg.

Im historischen, glamourösen Ambiente der ehemaligen Kaiserresidenz genossen etwa 500 Gäste ein exklusives Dinner begleitet von klassischer Musik, Opern-Arien und Ballett. Unter den hochkarätigen Gästen waren der russische Botschafter Sergej Netschajew, der ehemalige OMV-Chef Richard Schenz und der russische Handelsvertreter Juri Stezenko. Auch Natalia Kaspersky, die ehemalige Vorsitzende des russischen Antivirussoftware-Herstellers Kaspersky Lab, war dabei.

Die Millionärin wirkte sehr bodenständig und plauderte über ihre durch das Schneechaos in Moskau beschwerliche Anreise zum Ball und ihre Vorliebe für das historische Ambiente in Wien. Ganz nebenbei erzählte sie, dass sie kürzlich ein Hotel in Bad Hofgastein gekauft hat. „Das ist jetzt unsere Unterhaltung. Eine neue Erfahrung für mich“, sagt sie lächelnd.

Beziehungspflege

Wie viele andere Gäste auf dem Ball erweckt Kaspersky den Eindruck, ein Workaholic zu sein. „Ich bin gewohnt, viel zu arbeiten. Auch heute wird über Geschäfte geredet“, sagt sie müde.

Pavel Porfirov, der Agrarminister der russischen Region Tver, besucht Österreich, um Erfahrung zu sammeln und potenzielle Investoren zu finden. „Die ersten Kontakte sind geknüpft. Auch heute Abend sprechen wir über Geschäfte“, sagt Porfirov.

Ein Ball eigne sich bestens um Geschäftsbeziehungen zu knüpfen, sagt der Organisator, Alexander Smagin. „Russen lieben Tanzen. Das haben sie mit den Österreichern gemeinsam. Auf dieser Grundlage kommt man in der entspannten Atmosphäre eines Balls gerne zusammen und spricht über Geschäfte.“

Gutes Geschäft

Ein gutes Geschäft mit den Bällen macht übrigens auch die Wiener Wirtschaft. Sie rechnet in der heurigen Saison mit 490.000 Ballbesuchern - um 15.000 mehr als im Vorjahr. Das bedeutet 120 Millionen Euro Ballumsatz.

Nach dem exklusiven Gala-Abend (eine Karte der Kategorie B kostete 450 Euro) mischten sich die teilweise millionenschwere Gäste unter die Normalverdiener beim ausverkauften sechsten Moskauer Ball im Zeremoniensaal. 1500 Menschen schwangen hier die halbe Nacht das Tanzbein zu den Klängen der russischen Quadrille und Wiener Walzer.

Der durchschnittliche Ballbesucher in Wien gibt sich mit rund 240 Euro Ausgaben etwas bescheidener.

Neben Russen hält das Flair der Ballstadt Wien auch andere internationale Gäste in Bann. Am 16. Jänner folgen der Kroaten-Ball (Hrvatski bal), am 19. der Ball der Wiener Slowaken und am 26. der Polnische Frühlingsball.

(von Gerhard Krause und Irina Salewski)

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