Am Dienstagmorgen sprang der deutsche Leitindex bis auf 10.298 Punkte hoch und stellte damit den Rekord vom Vortag ein.

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Aktienmarkt
01/20/2015

DAX eilt zum nächsten Rekord

Hoffnung auf weiteres Geld der EZB lässt die Investoren kaufen. Bestmarke auch beim MDAX.

Dank guter Vorgaben der Übersee-Börsen hat der DAX in kürzester Zeit seinen nächsten Rekordstand erklommen.

Am Dienstagmorgen sprang der deutsche Leitindex bis auf gut 10.298 Punkte hoch und stellte damit den Rekord vom Vortag ein. Zuletzt lag der DAX noch um 0,39 Prozent im Plus bei 10 282,60 Punkten. Die Börsen in Asien waren gut gelaufen und für die Wall Street deuten sich nach einer feiertagsbedingten Handelspause am Vortag ebenfalls Kursgewinne an.

Bestmarke bei MDAX

Der MDAX der mittelgroßen Werte schaffte ebenfalls eine neue Bestmarke und rückte zuletzt noch um 0,31 Prozent auf 17.930,28 Punkte vor. Der Technologiewerte-Index TecDAX gewann 0,46 Prozent auf 1.460,16 Punkte und blieb damit auf dem höchsten Niveau seit Mitte 2001. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,38 Prozent hoch.

Der Blick der Anleger bleibt auf die Europäische Zentralbank (EZB) gerichtet, von der am Donnerstag die Ankündigung von Staatsanleihekäufen im großen Stil erwartet wird. Die Geldflut der Notenbanken gilt seit Jahren als wichtigster Treibstoff für die Aktienmärkte.

Kursgewinne für Lufthansa

Der Lufthansa bescherte eine Hochstufung Kursgewinne von 2,87 Prozent, womit die Aktien die DAX-Spitze eroberten. Barclays-Analyst Oliver Sleath zeichnete in einer Branchenstudie ein sehr positives Bild für die europäischen Airlines im Jahr 2015. So dränge die Kerosinersparnis im Zuge des Ölpreis-Verfalls die Debatte um Überkapazitäten deutlich zurück. Die positiven Auswirkungen auf die Unternehmensgewinne würden vom Markt unterschätzt.

ZEW-Konjunkturindex stieg erneut

Indes haben sich die Konjunkturerwartungen der deutschen Finanzexperten den dritten Monat in Folge verbessert. Der am Dienstag veröffentlichte ZEW-Index des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung stieg im Jänner um 13,5 auf 48,4 Punkte. Das ist der höchste Stand seit Februar 2014.

Wesentlich für die erneut positive Einschätzung der Experten seien der "weiterhin rückläufige Ölpreis" und die weitere Abwertung des Euro, erklärte ZEW-Präsident Clemens Fuest. Die Turbulenzen an den Kapitalmärkten hätten sich zudem nicht negativ auf die Konjunkturerwartungen ausgewirkt.

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