© APA/dpa-Zentralbild/Matthias Hie

Konto
01/21/2015

AK: Kontoüberziehung unverhältnismäßig teuer

"Die Zinsen für Guthaben sind mickrig, jene für Überziehungen viel zu hoch", kritisiert die Arbeiterkammer.

Zu viel auf der einen Seite, zu wenig auf der anderen: Die Arbeiterkammer (AK) kritisiert die Zinsenpolitik der Banken beim Gehaltskonto. Wer ins Minus rutscht, muss je nach Bank mit Überziehungszinsen zwischen 4,60 und 13,50 Prozent (im Jahr) rechnen. Hat jemand hingegen einen Polster auf seinem Konto, sind die Guthaben-Zinsen dafür faktisch null. Derzeit liegen sie bei null bis 0,3 Prozent, ergab eine AK-Erhebung bei 19 Filial- und Online-Banken in Wien.

„Die Zinsen für Guthaben sind mickrig, jene für Überziehungen viel zu hoch angesichts des Rekordtiefs beim Leitzins im Euroraum", hält die AK fest. Sie fordert daher erneut eine Schranke für Überziehungszinsen.

Kredit kann günstiger kommen

Wer nicht nur innerhalb des vereinbarten Rahmens ins Minus rutscht, sondern darüber hinaus, muss zusätzlich mit 5 Prozent Strafzinsen rechnen. Die AK rät daher Personen, die länger im Minus sind, auf einen Privatkredit umzuschulden. Das könne billiger kommen, auch wenn neben den Zinsen noch Zusatzkosten wie Bearbeitungs- und Kontoführungsgebühren anfallen können.

Laut AK-Berechnung kostet ein Gehaltskonto im Jahr bis zu 293,30 Euro (BTV-Gehaltskonto bei der Bank für Tirol und Vorarlberg). Die teuren Kontopakete enthalten im Schnitt aber mehr Leistungen als kostengünstige Girokonten, räumte AK-Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic ein. Im Schnitt kostet ein Gehaltskonto für Normalnutzer 88 Euro.

Die Bankkonten-Richtlinie der EU verlangt, dass Preise und Begriffe rund um das Girokonto künftig transparenter werden. Viele der in den Preisblättern der Banken verwendeten Begriffe für Kontodienstleistungen seien unklar und teilweise sehr unterschiedlich formuliert, kritisiert die AK.

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