Air Berlin könnte bald der Börse "Tschüss" sagen
In der Vorwoche sorgte die deutsche Fluglinie Air Berlin mit der Ankündigung, die Veröffentlichung der Bilanz um eine Woche zu verschieben, für Aufregung in der Airlinebranche. Nun scheint klar zu werden, warum. Laut informierten Quellen plant die arabische Airline Etihad, mit 29 Prozent Großaktionär der Air Berlin, ihren Anteil auf 49,9 Prozent aufzustocken und den Konzern von der Börse zu nehmen. Zudem soll Deutschlands zweitgrößte Fluglinie in eine GmbH umgewandelt werden. Weiters soll Etihad die Übernahme von 49,9 Prozent an der Alitalia prüfen.
Etihad würde gerne Air Berlin zur Gänze übernehmen, doch dann würde es sich bei Air Berlin nicht mehr um eine europäische Fluglinie handeln, was den Entzug von wichtigen Flugrechten zur Folge hätte. Bei einem Börserückzug benötigt Etihad somit einen europäischen Partner, der die 38 Prozent der Aktien, die von Kleinaktionären gehalten werden, übernimmt. Das wird angesichts der Krise in der Luftfahrt nicht einfach. Die Aktionäre rechnen dennoch mit einem Übernahmeangebot, der Kurs stieg am Montag um zeitweise bis zu zehn Prozent.
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