Josef Ackermann, chairman of Zurich Insurance Group, answers questions after delivering the opening speech of the Reuters Global Wealth Management Summit in Geneva in this June 3, 2013 file photo. Ackermann, the chairman of Zurich Insurance and former Deutsche Bank boss, resigned on August 29, 2013 over the apparent suicide of the insurer's chief financial officer, further roiling the top ranks of the firm. Ackermann said the family of Pierrer Wauthier, who worked at Europe's No. 3 insurance group for 17 years, believed he shared some of the blame for his death. REUTERS/Valentin Flauraud/Files (SWITZERLAND - Tags: BUSINESS)

© Reuters/VALENTIN FLAURAUD

schweiz
09/01/2013

Ackermann musste unter Druck zurücktreten

Nach Selbstmord des Zurich-Insurance-Managers: Wauthiers Witwe wollte Brief veröffentlichen.

Der ehemalige Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat mit seinem Rücktritt als Aufsichtsratspräsident der Zurich Insurance Group die Spekulationen rund um den Selbstmord des Zurich-Finanzvorstands Pierre Wauthier „erst so richtig entfacht, weswegen zu fragen ist: Wollte er mit dem Rücktritt vor allem den eigenen Ruf schützen, bevor er in der nächsten Versammlung der Aktionäre womöglich Übles zu hören bekommt?“, fragte am Sonntag die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Vor einer Woche nahm sich der Finanzchef das Leben, worauf Aufsichtsratspräsident Josef Ackermann sofort zurücktrat und das damit begründete, dass die Familie ihn für den Selbstmord verantwortlich mache. In zwei Abschiedsbriefen, schreibt der französisch-britische Doppelstaatsbürger Pierre Wauthier lautFocusundHandelsblatt, dass es unmöglich sei, mit einer Person wie Josef Ackermann zusammenzuarbeiten.

Wauthiers Witwe hatte vorgehabt, einen Abschiedsbrief ihres Mannes am Grab vorzulesen. Daraufhin soll Ackermann die Konsequenzen gezogen haben. Der Finanzchef soll die Gesprächskultur im Konzern und besonders mit Ackermann als furchtbar empfunden haben. Die Zurich bemühte sich auch am Sonntag, die Wogen zu glätten. Frau Wauthier hätte natürlich „kein Redeverbot“.

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