FMA-Vorstand Helmut Ettl.

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Wirtschaft
04/02/2020

Achtung vor Betrügern in der Corona-Krise

Betrüger nützen die aktuellen Unsicherheiten. Auch in der Krise kritisch bleiben, mahnt die Finanzmarktaufsicht.

Die heimische Finanzmarktaufsicht (FMA) warnt, dass betrügerische Aktivitäten auf den Finanzmärkten im Zusammenhang mit der Corona-Pandamie stark zunehmen. Oft geht es dabei um bereits bekannte Betrugsmaschen. durch die aktuelle Unsicherheit in vielen Lebensbereichen würden sie allerdings in neuer Verpackung auftreten.

CEO-Fraud

Mitarbeiter im Home-Office etwa könnten auf gefälsche Mails hereinfallen, die angeblich von Vorgesetzten stammen. In den Mails werden Überweisungen gefordert - unter strenger Vertraulichkeit. Oft werden gefälsche Informationen und Schreiben renommierter Anwaltskanzleien angefügt, damit alles echt wirkt. Auch wird auf Anweisungen von Aufsichtsbehörden wie der Finanzmarktaufsicht verwiesen, inklusiver gefakter Links.

Phishing

Via Mail oder Social-Media-Kommunikation versuchen Betrüger, Verbrauchern vertrauliche Kontodaten herauszulocken. Die FMA beobachtet aktuell eine Zunahme dieser sogenannten Phishing-Aktivitäten. Oft wird dieses Phishing als Schreiben oder Mail der Bank getarnt. Da wird beispielsweise ein vermeintliches Update der Kontodaten gefordert.

Penny-Stock-Pushing

Dubiose Informationsdienste und Anlagebriefe verbreiten derzeit vermehrt angebliche Insider-Tipps zu Aktien, die tatsächlich wertlos sind. Angeblich stehe die Aktiengesellschaft kurz davor, ein Corona-Medikament oder eine -Impfung auf den Markt zu bringen. Die Betrüger haben im Vorfeld eine Menge dieser spottbilligen oder wertlosen Aktien aufgekauft und wollen durch Falschinformationen den Kurs pushen - um die dann teureren Papiere an getäuschte Kleinanleger zu verkaufen.

Vorschuss-Betrug

Via Mail oder via Internet werden problemlose Kredite angeboten. Dabei handelt es sich oft um Betrüger, die einen günstigen Kredit ohne oder mit sehr lockerer Bonitätsprüfung in Aussicht stellen. Vor der Auszahlung wird eine Gebühr oder eine andere Vorab-Leistung gefordert. Wenn diese kassiert ist, machen sich die Betrüger aus dem Staub. Der Kredit wird nie ausbezahlt.

"Bleiben sie auch in der Krise kritisch", mahnt der Vorstand der FMA, Helmut Ettl und Eduard Müller. "Gerade jetzt gilt: Was zu gut klingt, um wahr zu sein, ist meist auch nicht wahr."

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