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Wirtschaft

Absetzung von Wirecard-Chef gefordert

Hedgefonds-Manager Chris Hohn will die Absetzung von Wirecard-Chef Markus Braun. Aktie wieder unter Druck.

04/29/2020, 08:42 AM

Erneute Kursturbulenzen bei Wirecard: Die Aktien des Zahlungsdienstleisters sind am Mittwoch bei hohen UmsÀtzen in der Spitze um knapp vierzehn Prozent eingebrochen. Zeitweise wurde der Handel der Papiere im freien Fall angehalten.

Nach dem rasanten Rutsch bis auf 84,08 Euro kurz nach Börseneröffnung halbierten die Aktien ihre Verluste anschließend und lagen rund sechs Prozent im Minus bei 91,38 Euro.

Absturz

Nach der EnttĂ€uschung ĂŒber die Sonderuntersuchung der KPMG-WirtschaftsprĂŒfer hatten die Titel am Dienstag bereits einen Absturz von rund 26 Prozent erlebt.

FĂŒr erneute Unruhe bei den Anlegern sorgte am Mittwoch die Forderung des prominenten Hedgefonds-Manager Chris Hohn nach der Absetzung von Wirecard-Chef Markus Braun. „Wir sind der Ansicht, dass der Aufsichtsrat rechtlich verpflichtet ist einzugreifen. Unserer Meinung nach besteht der notwendige Eingriff nun darin, den CEO von allen FĂŒhrungsaufgaben zu entbinden“, schrieb Hohn an den Wirecard-Aufsichtsrat.

LeerverkÀufe

„Das Problem ist, dass Wirecard ohne Braun nichts ist“, sagte ein HĂ€ndler. Weitere Kursverluste bei Wirecard seien genau das, was Hohn haben wolle, ergĂ€nzte er. Hohns Hedgefonds TCI hat mit LeerverkĂ€ufen auf einen Kursverfall der Wirecard-Aktie gewettet.

Der Aufsichtsrat von Wirecard hatte KPMG im Herbst engagiert, um die Bilanzen zu prĂŒfen, nachdem in Berichten der „Financial Times“ VorwĂŒrfe aufgekommen waren, der Konzern habe
JahresabschlĂŒsse bei Auslandstöchtern manipuliert. Analysten kritisierten, dass nun aber nach wie vor viele Fragen offen seien. Wirecard sorge nicht fĂŒr Vertrauen sondern schĂŒre noch mehr Ungewissheit.

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