"Trump ist ein T-Rex" - Gavin Newsom mit klarer Botschaft an die EU
Der demokratische Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien, Gavin Newsom, hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos deutliche Kritik am Umgang europäischer Staaten mit Donald Trump geübt. In einem vielbeachteten Auftritt warf Newsom europäischen Staats- und Regierungschefs vor, Trump gegenüber zu nachgiebig aufzutreten und damit dessen politische Strategie zu begünstigen. Trump sei wie ein „T-Rex“, sagte Newsom sinngemäß: Wer sich ihm anpasse oder einknicke, werde politisch „verschlungen“.
Besonders scharf fiel Newsoms Kritik an dem aus seiner Sicht unterwürfigen Auftreten internationaler Spitzenpolitiker aus. Er sprach wörtlich von „Knieschonern für alle Staats- und Regierungschefs“ und meinte damit, dass viele Führungspersönlichkeiten vor Trump symbolisch „knien“, anstatt ihm geschlossen entgegenzutreten. Aus amerikanischer Perspektive sei dieses Verhalten auf der Weltbühne „beschämend“, so Newsom.
Hintergrund der Aussagen sind aktuelle Spannungen zwischen Trump und Europa, unter anderem wegen aggressiver Rhetorik, Zollandrohungen und Äußerungen zur geopolitischen Neuordnung. Auch Trumps wiederholte Aussagen zu Grönland – einschließlich der Andeutung, die Insel notfalls mit militärischem Druck unter US-Kontrolle bringen zu wollen – spielten in Newsoms Argumentation eine Rolle. Zwar sei ein solches Szenario innenpolitisch in den USA kaum durchsetzbar, dennoch nutze Trump solche Drohungen gezielt als Machtinstrument.
Newsom forderte die Europäische Union daher auf, geschlossen und entschlossen aufzutreten. „Feuer mit Feuer bekämpfen“, so seine Botschaft. Trump sei nicht stark, sondern eine „Schwäche, die sich als Stärke tarnt“. Konsequenter politischer Widerstand und klare rote Linien seien aus Newsoms Sicht wirksamer als Anpassung oder Beschwichtigung.
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