ICE bei Olympia: Wirbel um Einsatz in Mailand
Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Mailand Cortina sorgt ein geplanter Sicherheitseinsatz der USA für politische Aufregung in Italien. Die umstrittene US-Einwanderungsbehörde ICE soll während der Spiele aus einer eigens eingerichteten Zentrale im US-Konsulat in Mailand den Schutz amerikanischer Athleten und Delegationen koordinieren.
Unterstützt werden die US-Beamten von rund 6.000 Kräften des italienischen Sicherheitssystems. Brisant ist dabei vor allem, dass die ICE laut Medienberichten Zugriff auf italienische Datenbanken erhalten soll, um mögliche Sicherheitsrisiken im Vorfeld zu überprüfen.
Die Präsenz der US-Behörde auf italienischem Boden stößt auf heftige Kritik. Oppositionsparteien verlangen eine Erklärung der Regierung im Parlament und warnen vor einem Eingriff in die nationale Souveränität. Auch zivilgesellschaftlicher Widerstand wächst: Eine Onlinepetition mit mehr als 15.000 Unterschriften fordert, den US-Beamten die Einreise zu verwehren.
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