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Teenager machen Zeitung
11/06/2014

Michaela G., 18

Verstärkte einen Tag lang die WIRTSCHAFTs-Redaktion und schrieb über Umweltsünder.

Da ich bereits seit langer Zeit den Wunsch hege, nach diesem Maturajahr bei einer Zeitung zu arbeiten, freu ich mich sehr über die Aktion "Teenager machen Zeitung".

Ich bin Schülerin der Hertha-Firnberg-Schulen für Wirtschaft und Tourismus und habe aufgrund meines Ausbildungsschwerpunktes, Marketing und Management, sowie meiner fundierten Ausbildung ein breitgefächertes Allgemeinwissen. Da mir der Einfluss der Medien auf die Meinung der Menschen bewusst ist, habe ich es mir zum Ziel gesetzt, ein Teil dieses Konstruktes zu werden.

Der Gebrauch von „Neuen Medien“ und deren Anwendung gehören ebenso zu meinem schulischen Alltag, wie das Recherchieren im Internet und das Verfassen von Texten. In naher Zukunft strebe ich ein Studium im Bereich Journalismus an, welches mir die Möglichkeit einer internationalen Karriere eröffnet.

Wo die Dreckschleudern sitzen

Die Luftverschmutzung durch Europas Industrie zieht für die Gesellschaft Folgekosten in Milliardenhöhe nach sich. Österreich bewegt sich bei der absoluten Höhe der Schäden an der Umwelt und der Gesundheit der Menschen im Mittelfeld, in Relation zum BIP sogar unter den Vorzeigenationen. Allerdings gehört die voestalpine zu den Top-100-Luftverschmutzern in Europa.

Europas Industrieunternehmen und Kraftwerke haben in den vergangenen Jahren einiges getan, um den Schadstoffausstoß zu reduzieren. Ihre Emissionen verursachen aber noch immer enorme Kosten für Umwelt und Gesundheit. Zumindest 329 Milliarden Euro, vielleicht sogar 1053 Milliarden Euro an Schäden verursachte die Luftverschmutzung zwischen 2008 und 2012, geht aus einer Studie der Europäischen Umweltagentur hervor. Ermittelt wurden dafür zum einen die geschätzten Kosten einer verringerten Lebenserwartung aufgrund verschmutzter Luft. Zum anderen wurden die Summen, die Menschen bereit sind zu zahlen, um die Gesundheitsrisiken zu reduzieren, erhoben.

Mehr als 14.000 industrielle Anlagen in Europa (EU plus Schweiz und Norwegen) hat die Umweltagentur dafür untersucht. Das Ergebnis: Mit Abstand die ärgsten Dreckschleudern sind die Braunkohlekraftwerke. Kein Wunder also, dass Polen, Bulgarien, Rumänien und Tschechien – verglichen mit ihrer Größe – an der Spitze der europäischen Luftverschmutzer stehen. Aber auch Deutschland kommt nicht gut weg: Misst man nämlich die Gesamtschäden aus den Emissionen (analysiert wurden , Stickoxide, Schwefeldioxid, Feinstaub, Schwermetalle u.a.), ist Deutschland Europas größter Umweltsünder, gefolgt von Polen und Großbritannien.

Gesundheitliche Auswirkungen:

Klimaschutz in Sachsens Großstädte

Luftverschmutzung nimmt bis 2050 weltweit drastisc

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Interessant auch, dass die europäischen Umwelt-Forscher herausgefunden haben, dass sich die schädlichen Emissionen bei nur wenigen Unternehmen konzentrieren: Ein Prozent der großen Industriebetriebe sind für die Hälfte der gesamten errechneten Schäden verantwortlich. Vier Prozent lösen drei Viertel der volkswirtschaftlichen Folgekosten aus.

Die Umweltagentur betont allerdings auch, dass wir aus der Industrie und der Energieerzeugung Nutzen ziehen und diese nicht die einzigen Verschmutzer sind. Verkehr und Landwirtschaft hätten ebenfalls einen Anteil daran.

Österreich mittelmäßig

Die ganz großen Luftverschmutzer sitzen nicht in Österreich. Dennoch liegen wir im Europavergleich nicht allzu gut. Von den 29 untersuchten Staaten schaffte es Österreich bei den Gesamtschäden nur knapp ins obere Mittelfeld auf Platz zwölf. Vergleichbare Länder wie die Schweiz oder Dänemark schneiden deutlich besser ab.

In der Reihung nach einzelnen Industrieanlagen rangiert die Voest unter den 100 größten Verschmutzern auf Platz 89. „Ja, es ist uns bewusst, dass selbst die modernste Stahlerzeugung nicht ohne Belastungen der Umwelt möglich ist“, betont Voest-Sprecher Peter Felsbach. Im Vergleich zu anderen Stahlkonzernen schlägt sich die Voest allerdings gut. Der deutsche ThyssenKrupp-Konzern etwa ist der zwölftgrößte Emittent.

Für Österreich errechnete die Umweltagentur Gesamtfolgekosten zwischen 2,9 und 5,6 Milliarden Euro.

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