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06/26/2019

VKI-Test: Nicht jedes Sonnenschutzmittel hält Schutzfaktor ein

Der Verein für Konsumenteninformation hat 14 Produkte unter die Lupe genommen. Eine Eigenmarke konnte überzeugen.

Ein gutes Sonnenschutzmittel hält den ausgelobten Schutzfaktor ein und versorgt zusätzlich die von UV-Strahlung, Sand und Wasser ohnehin strapazierte Haut mit Feuchtigkeit, meinen die Experten vom Verein für Konsumenteninformation (VKI). Sieger des jedes Jahr durchgeführten Tests ist einmal mehr eine Eigenmarke.

Untersucht wurden acht Produkte mit Lichtschutzfaktor (LSF) 30 und sechs mit Faktor 50. Die Sundance Sonnenmilch von dm mit Faktor 30 hatte knapp die Nase vorn. 100 Milliliter des "sehr guten" Erzeugnisses kosten 1,73 Euro. Unmittelbar dahinter und als "gut" bewertet landeten in dieser Kategorie die Sun Schutz & Pflege Sonnenmilch von Nivea und die Sun Sensitive Delicate Softening Milk von Lancaster. (Vor einem Jahr schon hatten mehrere Eigenmarken Bestnoten eingefahren, Cien Sun von Lidl, Today von Penny und Rewe sowie Sunkiss von Spar sind weiterhin erhältlich.)

Zwei "nicht zufriedenstellend"

Bei den 50er-Faktor-Erzeugnissen wurden die Mittel von Jean & Len (Sonnenspray Sensitiv, 100 Milliliter kosten 5,18 Euro) und Müller (Lavozon, 100 ml a 1,98 Euro) mit "sehr gut" bewertet. Zwei Präparate, die den Schutzfaktor laut den Konsumentenschützern nicht einhalten, wurden als "nicht zufriedenstellend" eingestuft, darunter die Sun Sonnencreme von Speick, die mit 10,39 Euro für 100 Milliliter zu den teuersten zählte, sowie ein Spray von Rituals.

Manche UV-Filter stehen im Verdacht, endokrin wirksam zu sein: Sie können womöglich die Aktivität von Hormonen beeinflussen. Ein solcher Stoff ist Ethylhexyl Methoxycinnamate, der in zwei Produkten steckte. Mitte Mai veröffentlichte die Europäische Kommission zwei Listen mit jeweils 14 weiteren Stoffen, bei denen eine endokrine Wirksamkeit vermutet wird. Ob sie tatsächlich schädlich sind, ist auch hier noch unklar. In Nivea und den beiden Naturkosmetika Alverde und Lavera, die auf chemische UV-Filter ganz verzichten, fand sich keine dieser 28 Substanzen. "Alle anderen Produkte im diesjährigen Sonnenschutzmittel-Test enthalten einen oder mehrere dieser Stoffe", berichteten die Konsumentenschützer.

Sonnenlicht ist wichtig, weil es die Vitamin-D-Synthese der Haut anregt. Es wird aber zur Gefahr, wenn wir zu viel davon abbekommen. Die langwellige UVA-Strahlung lässt die Haut altern, verursacht Irritationen und fördert die Entstehung von Hautkrebs. Zu viel UVB-Strahlung macht Sonnenbrand und erhöht ebenfalls die Krebsgefahr.