Mehr als nur Mode: Nerd-Chic rocks!

Klapprad, Superman-Brille und Ringelpulli sind passé? Von wegen. Sie sind die Basics für den international grassierenden Nerd-Chic. KURIER.at zeigt, was es heißt, ein "Nerd" zu sein.

Wo genau ein Trend entstanden ist, lässt sich im Nachhinein kaum mehr sagen. Wichtiger ist ohnehin, wie er entsteht – und dass man ihn rechtzeitig erkennt. Dazu braucht es eine Community von Hipsters, die auch von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Ohne sie hechelt eine Stadt hoffnungslos hinterher. Wien hat das MQ. Zum Glück. Denn so sind wir voll dabei, beim international grassierenden Nerd-Chic. Wir sagen nur Klapprad, Superman-Brille, Ringelpulli - und wagen einen kurzen Blick in die Zukunft.

Im Bild: Pradas Styling-Tipp für die Zukunft legt brillentechnisch noch nach. Und orientiert sich haarmäßig am frühen David Bowie. Oder an Rainer Schönfelders lustigen Skimützen – was auch einen hohen Nerd-Faktor hätte How to be a nerd

Absolut Pflicht: Jackson Pollocks Schlapfen. Gibt’s Second Hand – oder edel von www.shop.roberu.com Uncool is the new cool: Nerds zeigen kein Interesse an Jugend-Trends. Und haben so einen der auffälligsten Trends der letzten Jahre ausgelöst. Ein Rolli ist spießig? Dann erst recht! Ihn kann man komplett und 1:1 übernehmen: Woody Allen Hipster-Kult: Leonard Nimoys Ringelpulli. Aber der Mainstream reagiert schnell – den Spock-Pulli gibt’s mittlerweile sogar von Ralph Lauren. Godfather of Nerds: Andy Warhol. Ob Dave Sitek von TV On The Radio schon im MQ war, wissen wir nicht. Aber er trägt das, was bei Wiener Optikern die "MuseumsQuartierbrille" genannt wird. Das MQ machte Boule und sogar Eisstockschießen citytauglich. Der logische nächste Schritt: Ping-Pong. Einen nerdigeren Sport gibt’s eigentlich nicht – schon James Dean (Brille beachten!) war ein Fan. Quirky, geeky – einfach super: Zooey Deschanel mit Omakleidchen, Strohhut, Spritzpistole. Und guten Songs. Die nerdigste Band der Welt: Vampire Weekend. Verdammt cool. DJ Nickodemus mixte schon vor zehn Jahren World-Grooves. Damals: Birkenstock-Nerd-Alarm. Uncool. Heute: einer der angesagtesten DJs New Yorks. Außerdem pfeift er auf die Stylepolizei und trägt ein Achtzigerjahre Sleeveless Shirt. Fantastisch. Hat im Juni im MQ aufgelegt. Natürlich, wo sonst. nerd trousers

Wenn die Hose aussieht, als würde sie passen, haben wir was falsch gemacht. Echte Hipster besorgen sich die nerdy trousers Second Hand oder bei der Caritas. Heute gibt es sie überall. Hier besonders lässig: www.urbanoutfitters.co.uk

Hauptsache, nicht angepasst... Mit Sack & Pack

Das gerade richtig schicke bedruckte Baumwollsackerl, pardon: Cotton Ambassador Bag aus dem Lomo-Shop. Vier auf einen Streich

Vier Bilder in einem: Lomographie ist die facettenreichste Fotokunst. Der Lomo-Shop im MQ ist der erste weltweit. Hier gibt’s alles für die analoge Liebe. Bis zum Unterleiberl. Klapprad

Wer in den Siebzigern damit in die Schule fahren musste, hatte nichts zu lachen. Heute ist man mit den Dingern vorn dabei. Aber bitte keine neuen High-tech-Nachahmungen. Nur Vintage! Portable

Enzi-USB-Stick in Schwimmbadblau. MQ-Afficionados wissen natürlich noch, dass das die Enzi-Farbe 2003 war. Überdrüber

Wir müssen jetzt ganz stark sein, Schätzchen. Der Pulli ist nur was für echte Männer. Dafür sowas von supernerdy! Kleidersammlungen durchstöbern oder bei Alain Delon nachfragen, der trug auch so einen. Für den Anfang vielleicht lieber dezenter im Button-Down-Chino-Outfit: In Papas Kleiderschrank oder: www.canvas.landsend.com

Und: Brille nicht vergessen! Pins, Buttons, Anstecker

Buttons sind sowas von nerdig. Besonders gern getragen auf Jacken oder Umhängetaschen aus Canvas. Es wurden aber auch schon Nerds mit Ansteckern auf ihren Chucks gesehen.
(KURIER / Barbara Mader, Andreas Russ-Bovelino) Erstellt am
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