Hermès: Handwerkskunst in der Mode

Das französische Luxushaus steht nicht nur für Reitsport und Kelly Bag, sondern auch für handgearbeitete Qualität. KURIER.at sah einer Näherin bei der Entstehung einer Hermès-Krawatte über die Schulter.

Denkt man an Hermès, denkt man vermutlich in erster Linie an Reitsport und die berühmte Kelly Bag - vielleicht auch noch an die Birkin Bag - , aber hinter dem französischen Luxushaus steckt viel mehr: So wird bei Hermès die Handwerkskunst groß geschrieben und das Jahr 2011 eben dieser gewidmet.

Als eines der besten Beispiele gilt hier wohl die Krawatte, für deren Entstehung es etwa 25 Minuten benötigt. KURIER.at hat der Näherin Reine Redon bei der "Geburt" einer Hermès-Krawatte über die Schulter gesehen:

Nachdem das Design festgelegt, die Seide per Sieb bedruckt und ... ...  die einzelnen Teile zugeschnitten wurden, kommen sie zur Näherin. Hier kommt in erster Linie ein Stempel auf die Innenteile, der Ort und Nummer der Näherin angeben. Jede Krawatte erhält damit eine Art persönliche Note. Dann werden die beiden Teile zusammengelegt, ... ... die Seiten umgeschlagen und ... ... händisch vernäht. Das besondere Kennzeichen jeder Hermès-Krawatte ist schlussendlich nicht nur das Design, sondern auch der "fil de montage". Dieser Faden ist in der Krawatte versteckt und wird beim Öffnen der Innenseiten sichtbar. Um ihn zu vernähen braucht Reine Redon nach jahrelanger Routine etwa acht Minuten. Mit der Hilfe dieses "fil de montage" kann die Krawatte, wenn sie beispielsweise durch eine Reinigung außer Form geraten ist, ... ... wieder ausgerichtet werden. Zu guter Letzt erhält jedes Modell noch das Label. Et voilà, fertig ist die Hermès-Krawatte. Allerdings sei hier angemerkt: Zwischen der Planung eines Musters und dem Augenblick der Lieferung an den Kunden liegt fast ein Jahr.

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(KURIER.at) Erstellt am
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