Hermès eröffnet Shop in Pariser Schwimmbad

Das französische Luxuslabel hat sich in einem ehemaligen Schwimmbad aus den 30er Jahren angesiedelt und erzählt in dem Buch "Le Carré Hermès" seine Geschichte mit den Seidentüchern.

Das französische Modehaus Hermès hat einen neuen Shop: In einem denkmalgeschützten Gebäude in Paris hat das Label seinen zweitgrößten Laden weltweit eröffnet.

Im Bild: Noch-Chefdesigner Jean Paul Gaultier mit seiner Muse Farida Khelfa. Das ehemalige Schwimmbad aus den 30er-Jahren in der Rue de Sèvres wurde von der Pariser Design-Agentur RDAI umgestaltet und verbindet denkmalgeschützte Elemente mit modernem Design. Mit 1500 Quadratmetern ist der neue Laden der zweitgrößte der insgesamt 134 Hermès-Stores weltweit und führt neben dem gesamten Angebot des Labels, die neue Home-Kollektion. Das Luxus-Unternehmen wurde 1837 von Thierry Hermès gegründet. Ursprünglich stellte das Familienunternehmen ausschließlich Sättel und Zaumzeug für Pferde her, bis unter der Leitung von Charles-Émile Hermès auch Koffern und Ledertaschen ins Programm aufgenommen wurden. Rasch wurden die per Hand gefertigten Taschen von Hermès in ganz Europa bekannt und heute gibt es für einige, sehr begehrte Stücke lange Bestelllisten. Die Wartezeit beträgt meist viele Monate bis einige Jahre. Die wohl bekannteste Tasche ist die sogenannte Kelly Bag, sie wurde in den 30er-Jahren entwickelt und bekam ihren außergewöhnlichen Namen 1956, nachdem ... ... Fürstin Gracia Patricia von Monaco, besser bekannt als Grace Kelly, sie auf einem Titelbild von Life trug. Ein weiteres, sehr begehrtes Hermès-Modell, ist die Birkin Bag. Sie wurde 1986 nach der Schauspielerin Jane Birkin benannt, welche am Design der Tasche mitgearbeitet hatte. Eine solche Bag kostet zwischen 3000 und 25.000 Euro.

Beide Taschen, die es in den verschiedensten Größen und Materialien gibt, haben maßgeblich dazu beigetragen, dass Hermès heute zu den wichtigsten Luxusmarken der Welt zählt. Mindestens genauso berühmt ist das französische Unternehmen für seine handbedruckten Seidentücher, sogenannte Carrés. Seit 1937 sind rund 2000 Carré Hermès-Motive entstanden, die aus der Welt der Pferde, vom Reisen, von der Musik und vielem mehr erzählen. Und jedes Jahr kommen zwölf neue Tücher dazu. Seit heuer gibt es die Carré Hermès-Geschichte in Buchform: "Le Carré Hermès" von Nadine Coleno (erschienen bei Collection Rolf Heyne, 304 Seiten) erzählt in drei Kapiteln auf verspielte Art und Weise über das Haus Hermès und seine Begegnung mit der Seide, die Welt der Formen und Muster sowie die Philosophie der Farben und blickt ständig unter die seidene Oberfläche der kunstvollen Tücher. Seit den 70er-Jahren gibt es von Hermès auch eine eigene Prêt-à-porter-Linie für Herren. Sie wird seit 1988 von Véronique Nichanian, einer ehemaligen Designerin für Nino Cerruti, entworfen. Die Damenmode kam Ende der 80er-Jahre dazu. Nach Tomas Maier, Claude Brouet und Martin Margiela übernahm 2004 ... ... der Franzose Jean-Paul Gaultier die Verantwortung für die Damenkollektion. Er wird allerdings ab der Herbst/Winter 2011-Kollektion ... ... von dem Lacoste-Designer Christophe Lemaire abgelöst.
(KURIER.at) Erstellt am
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