Wenn Stars Vater werden und Mütter klagen

Heiße Affären, hinterlistiger Samenraub oder gedankenlose Techtelmechtel: Auch Stars droht bei Unvorsichtigkeit schnell eine Vaterschaftsklage. Ryan Phillippe oder Keanu Reeves zählen zu den jüngsten Opfern.

Manchmal vergeben Stars mehr Liebe, als gut für sie ist. Dabei kann es schon einmal passieren, dass die Lust über die Vernunft siegt und das Resultat wird neun Monate später präsentiert. Ob Schauspieler, Musiker, Sportler oder Adelige - mit einer Vaterschaftsklage mussten sich schon viele prominente Männer auseinandersetzen – einige wurden zu Recht, andere zu Unrecht beschuldigt. 

Im Bild: Ryan Philippe, Keanu Reeves und Boris Becker. Die Verantwortungslosigkeit bringt jedenfalls in vielen Fällen die Kasse der Mutter zum klingeln. Jüngstes "Opfer" ist Schauspieler Ryan Philippe, Ex-Mann von Oscar-Preisträgerin Reese Witherspoon. Im Sommer 2010 hatte der Hollywood-Star eine kurze Affäre mit der Jung-Schauspielerin Alexis Knapp. Doch kurz darauf verliebte er sich in "Red Riding Hood"-Star Amanda Seyfried und die Affäre war vergessen. Einige Monate später kam die Nachricht, dass Knapp ein Kind erwarte und der Vater Philippe sei. Gentleman Philippe: Bis die Vaterschaft endgültig bewiesen ist, unterstützt der 36-Jährige seine Ex-Freundin finanziell. Die 26-jährige Knapp schwieg einige Zeit darüber, wer der Vater ihres Kindes sei, verplapperte sich aber bei Freunden. Ob es wirklich Phillippes Kind ist, wird erst der Vaterschaftstest in wenigen Wochen beweisen, sobald das Baby geboren ist. Ryan Phillippe hat bereits zwei Kinder (Ava, 11 und Deacon, 7) aus der Ehe mit Witherspoon. Sehr bizarr und vor allem haltlos war die Klage gegen Schauspieler Keanu Reeves. Er wurde von der 47-Jährigen Karen Sala auf Unterhaltszahlung ihrer vier Kinder verklagt – rückwirkend von 1988. Der Schauspieler reagierte sobald er von der Klage hörte und gab bekannt, dass er die Frau nicht kenne, sich aber jederzeit für einen Vaterschaftstest zur Verfügung stellen würde. Nach abgeschlossenem Test stand fest, dass der 45-jährige Schauspieler nicht der Vater sein kann. Aber die Frau zweifelte an der Gültigkeit und behauptete Reeves habe den Test mittels Hypnose beeinflusst. Außerdem habe sie Beweise dafür, dass der Hollywood-Star der Vater sei, einziges Problem: Die Beweise konnte sie dem Gericht nicht vorlegen. Das war dann auch dem Richter zu viel, er wies die Klage 2011 ab und Reeves entging einer Zahlung. Für die Kanadiern war der Traum vom leichten Geld somit vorbei, stattdessen musste sie eine Strafe von 15.000 Dollar zahlen. Fußballstar Cristiano Ronaldo hat mittlerweile einen Sohn. Einer Vaterschaftsklage konnte der 26-Jährige durch eine vorzeitige Einigung mit der Kindesmutter entgehen. Nachdem die Vaterschaft einwandfrei bewiesen war, war der Deal perfekt: Die Mutter bekam Millionen, blieb anonym und der Bub wird von Ronald und dessen Familie aufgezogen. Prinz Frederic von Anhalt reichte 2007 eine Vaterschaftsklage ein. Zur Vorgeschichte: Als Starlet Anna Nicole Smith 2007 starb, hinterließ sie Tochter Dannielynn. Smith war die Witwe des Milliardärs J. Howard Marshall, mit dessen Erben sie über sein Vermögen stritt. Nach ihrem Tod bestand die Möglichkeit, dass das Vermögen an ihre Tochter gehen könnte. Anhalt hatte 2006 eine Affäre mit Smith und behauptete er sei der Vater. Ein Test bewies das Gegenteil und der Prinz ging leer aus. Auch Sängerin Beyonce Knowles musste sich mit dieser Thematik auseinandersetzen. Denn ihre Eltern Mathew und Tina Knowles (Bild) ließen sich nach 29 Jahren Ehe scheiden. Auslöser der Trennung dürfte eine Vaterschaftsklage gegen Mathew Knowles gewesen sein. Komiker Eddie Murphy verging 2006 das Lachen. Nach sechs Monaten Beziehung mit Ex-Spice Girl Melanie Brown (auch als Mel B oder Scary Spice bekannt) ließ sie verlautbaren, dass sie ein Kind von Murphy erwarten würde. Der Schauspieler stritt ab der Vater zu sein, erkannte nach einem positiven Vaterschaftstest aber Angel Iris als seine Tochter an. Streitigkeiten gab es zwischen den beiden nicht nur wegen der Vaterschaft, sondern auch über Kindesunterhalt und die Kosten während der Schwangerschaft wurden heiß diskutiert. Mel B unterstellte, dass Murphy nichts zahlen würde, er feuerte zurück, dass er seine Verpflichtungen erfüllt habe. Klagen, Gegenklagen und weitere Anschuldigungen via Medien folgten. Erst Anfang 2009 einigten sich die beiden. Der 47-Jährige zahlt nun 40.000 Dollar monatlichen Unterhalt für seine Tochter und darf sie auch regelmäßig sehen. Neben Angel Iris hat der Hollywood-Star auch noch fünf Kinder aus seiner Ehe mit Nicole Mitchell (Bria L. Murphy, 21; Myles Mitchell, 18; Shayne Audra, 16; Zola Ivy, 11 und Bella Zahra, 8). Die wohl bekannteste Vaterschaftsklage war jene gegen Boris Becker 2001. Ex-Model Angela Ermakova behauptete, dass Becker der Vater ihrer Tochter Anna sei. Die beiden hatten eine kurze Affäre in einer Besenkammer. Beckers Geschichte vom Samenraub ging um die Welt, doch letztendlich erkannte der Ex-Tennisstar das Mädchen als seine leibliche Tochter an. Regisseur Steven Soderbergh ("Ocean's Eleven") wurde Anfang 2011 auf Alimente verklagt. Laut den New York Daily News soll der 48-Jährige 2009 ein Verhältnis mit einer Australierin gehabt haben. Vergangenen August kam die Tochter zur Welt und die Frau verlangte die offizielle Anerkennung der Vaterschaft, sowie finanzielle Unterstützung für das Kind. Laut Contactmusic.com sollen sich die beiden mittlerweile auf ein freundschaftliches Abkommen geeinigt haben. Nähere Details wurden nicht bekannt gegeben. 

Im Bild: Soderbergh mit seiner Frau Jules Ashner. Golfprofi Tiger Woods sorgte nach einem Sex-Skandal und teurer Scheidung ein weiteres Mal für Schlagzeilen: Pornostar Devon James reichte Vaterschaftsklage gegen den Tiger ein. Vor rund 10 Jahren hatte die Pornodarstellerin eine Affäre mit Woods. Als sie kurz darauf ihren Sohn bekam, wusste sie nicht wer der Vater sei. Erst neun Jahre später, als sie den Golfprofi wieder sah, habe sie die Ähnlichkeit zwischen den beiden erkannt. Ein negativer Vaterschaftstest bewies jedoch das Gegenteil. Devon James bekam keinen Cent. Wenigstens konnte der angeschlagene Tiger diesen Vorwurf entkräften. Am 2. Juli heiratet der langjährige Junggeselle endlich. Nach fünf gemeinsamen Jahren gaben Fürst Albert von Monaco und Charlene Wittstock ihre Verlobung bekannt. Doch der Monegasse hatte zuvor ein wildes Leben. Als Albert noch Prinz war hatte er zahlreiche Affären und zeugte zwei uneheliche Kinder. Mit der togolesischen Ex-Stewardess Nicole Coste hat er einen Sohn, den er 2005 anerkannte. Außerdem hat der Fürst noch eine Tochter mit der ehemalige Serviererin Tamara Rotolo. Rotolo reichte kurz nach der Geburt von ihrer Tochter Jazmin 1992 eine Vaterschaftsklage gegen Albert von Monaco ein, die von einem US-Gericht abgewiesen wurde. Happy End für Rotolo: 2006 erkannte der 53-Jährige auch Jazmin offiziell als seine Tochter an. Beide unehelichen Kinder haben allerdings keinen Anspruch auf den Fürstenthron, da dieses Recht in Monaco nur Nachkommen aus einer offiziellen katholischen Ehe zusteht.
(KURIER.at) Erstellt am
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