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24.08.2018

Darum haben William und Kate kein Sorgerecht für ihre Kinder

Ein skurriles Gesetz aus dem 18. Jahrhundert spricht dem Herzogenpaar das alleinige Sorgerecht für ihre Kinder ab.

Man sollte meinen, dass (unter normalen Vorraussetzungen) Eltern automatisch die Obsorge für ihre Kinder haben. Nicht so im Englischen Königshaus. Denn auch, wenn sich die britischen Royals heute verhältnismäßig modern geben - ganz in der Neuzeit sind sie dennoch noch nicht angekommen.

Dem Gesetz nach hat nämlich ein anderes Familienmitglied das offizielle Sorgerecht für die drei Kinder von Prinz William und Herzogin Kate: Und zwar Queen Elizabeth II. (92) höchstpersönlich.

Historisches Gesetz von 1717

Das Gesetz selbst geht auf King George I. zurück, der zu Beginn des 18. Jahrhunderts regierte. Weil dieser keine gute Beziehung zu seinem Sohn, King George II. hatte, führte er ein Gesetz ein, welches ihn zum Vormund seiner Enkel bestimmte. Dabei ging es dem König über die Kontrolle über die Ausbildung, die Erziehung und die Hochzeit seiner Enkelkinder. So sollte der Fortbestand der Monarchie gewährleistet bleiben. Seit seinem Erlass im Jahr 1717 wurde das Gesetz nicht mehr geändert.

Sorgerecht obliegt dem Souverän

Aus diesem Grund hat auch das royale Paar Kate und William nicht das alleinige Sorgerecht für ihre Kinder Prinz George (5),  Prinzessin Charlotte (3) und Prinz Louis, erklärt die Royal-Expertin Marlene Koenig (64) gegenüber der britischen Sun. "Das Sorgerecht für die minderjährigen Kinder hat der Souverän", so Koenig auch gegenüber der australischen Nachrichtenseite "news.com.au". Ob das allerdings auch auf die Urenkel zutrifft, ist nicht klar (King George I. war damals kein Urgroßvater).

Auch wenn die Queen das letzte Wort hat, in die Erziehung der Kinder des Herzogenpaars von Cambridge soll sie sich angeblich ohnehin nicht einmischen.

Gilt Gesetz auch für Meghan und Harry?

Und wie sähe es eigentlich mit dem Nachwuchs von Harry und Meghan aus? Dem amerikanischen Klatschblatt Globe zufolge plant das Paar, ein Kind aus Afrika zu adoptieren. Ob die Queen da ebenfalls ein Mitspracherecht hat, ist unklar. "Jeder Vater und jede Mutter findet das absurd, aber wir dürfen eines nicht vergessen: Am Ende hat die Königin das letzte Wort", erklärt indes Royal-Experte Michael Begasse. Das würde vor allem die Erziehung und die Partnerwahl betreffen. Nach dem Tod der Queen hätte demnach Prinz Charles das Zepter in der Hand.

Das letzte Wort hat die Queen

Heute mag das Gesetz zwar veraltert wirken, gilt aber ohnehin mehr als ein Richtwert. Denn auch, wenn Queen Elizabeth II. das letzte Wort hat, pflegt sie doch ein sehr inniges Verhältnis zu all ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln, so auch zu den Kindern des Herzogenpaars von Cambridge, und wird von ihnen oft mehr als lebenserfahrene Ratgeberin mit einbezogen. Bei längeren Reisen, vor allem ins Ausland, müsse die Königin allerdings noch immer um Erlaubnis gefragt werden. Als Prinzessin Diana noch lebte, habe die Queen ihr angeblich einmal verboten, mit William und Harry nach Australien zu fliegen. Gesetz ist Gesetz.