Von "Middleclass Kate" zu "Miss Magerton"

Das schüchterne Mädchen, das Kunst liebt, musste lang auf seinen Prinzen warten, sich Beinamen gefallen lassen und dem Vergleich mit Lady Di standhalten.

Ihre Eltern, Ex-Pilot Michael (Jg. 1949) und Ex-Stewardess Carole Elizabeth (Jg. 1955) Middleton, ließen ihre Erstgeborene (9. Jänner 1982) auf den Namen Catherine Elizabeth taufen. Seit fast zehn Jahren und dem Publikwerden ihres zunächst nur Naheverhältnisses zu Prinz William muss sich Kate, wie sie ihre Familie seit jeher nennt, seitens der Medien allerlei Beinamen gefallen lassen. Middleclass Kate 

Zunächst war von "Middleclass Kate" die Rede. "Als Williams Ururururgroßmutter, Königin Victoria, geboren wurde, nahm Fräulein Middletons Ururururgroßvater seine Tätigkeit als Bergarbeiter in einer Kohlegrube auf", macht Hofexperte Andrew Pierce 2007 die vermeintlich unüberbrückbare ungleiche Herkunft der noch Verlobten klar. Nicht gern gesehen in königlichen Kreisen auch das Kaugummikauen von Mutter Carole bei der Verabschiedung von Prinz William von der Elite-Militärakademie Sandhurst ein Jahr zuvor. Unpassend für viele auch der Brotberuf ihrer Eltern, die das Online-Kaufhaus "Party Pieces" führen. Das daraus lukrierte Millionenvermögen ermöglichte Kate indes eine angesehene elitäre Ausbildung an der Privatschule Marlborough College in Wiltshire, das sie mit Bestnoten in Chemie, Biologie und Kunst abschloss, ehe sie sich eine Auszeit in Florenz nahm, bei einem Entwicklungsprojekt in Chile half, um mit 19 Jahren an der renommierten Universität St. Andrews in Schottland Kunstgeschichte zu inskribieren. 

Im Bild: Klein Kate im Alter von fünf Jahren. Ihre Mitschülerin Jessica Hay beschreibt die älteste der drei Middleton-Geschwister (Schwester Pippa, Bruder James) im Teenageralter als "blass, ruhig, scheu und ein bisschen verängstigt." Mit ein Grund, warum sich Kate für die Anti-Mobbing-Organisation "Beatbullying" starkmacht, mutmaßt ihre ehemalige Direktorin Susan Cameron in der Zeitung Daily Mail. "Ich denke, es ist fair zu sagen, dass sie sehr ruhig wahr, kein Wort gesagt hat." Die ehemaligen Hänseleien auf dem Schulhof sind der in der südenglischen Grafschaft Berkshire Geborenen, die zwischen ihrem zweiten und vierten Lebensjahr mit ihrer Familie in Amman (Jordanien) lebte, da der Vater dort arbeitete, nicht mehr anzumerken. Dafür sehen die Medien mehr und mehr Parallelen zwischen der sportbegeisterten (Hockey, Tennis, Skifahren, Drachenbootrennen) Brünetten und ihrer verstorbenen Schwiegermutter Lady Diana. Kate ist attraktiv, modeaffin, kunstbeflissen und wird von Paparazzi gejagt.

Im Bild: Die Sportbegeisterte beim Training auf der Themse im August 2007. Waity Katie vs. Lady Leisure 

Mitte 20, Kate und William sind seit 2002 liiert und seit 2004 und einem gemeinsamen Skiurlaub in Klosters offiziell ein Paar, verleiht ihr der seriöse Spectator den Titel "People's Princess", wenngleich das Volk ungeduldig auf die Hochzeit wartet, die nicht und nicht terminisiert wird. "Waity Katie", wie die Yellow-Press sie mittlerweile nennt, "vertreibt" sich von 2006 bis 2007 vier Tage pro Woche als Einkäuferin (Socken, Strumpfhosen, Haarspangen) für die britische Modekette "Jigsaw" die Zeit. Im April 2007 platzt der Traum des Thronfolger-Paares in spe jäh. "Im freundschaftlichen Einverständnis", wie The Sun berichtet. Dass eine Brasilianerin (18) der Trennungsgrund sei, wird nicht kommentiert. Dafür Kates Privatleben. "Lady Leisure" lässt sich nichts anmerken, shoppt, feiert, trinkt gelegentlich Whisky, arbeitet als Fotografin für das Party-Artikel-Versandhaus ihrer Eltern und steigt zur Stilikone auf. Daily Mail fürchtet zwischenzeitlich sogar, die Kunstgeschichtlerin könnte zu einem professionellen Shopping-Girl verkommen so wie die Frauen und Freundinnen von Profi-Fußballern, salopp WAGs (Wives and Girlfriends) genannt. Ein Kleid, in dem Kate modelte, wurde jüngst um 93.000 Euro versteigert. Anfang 2008 sind die beiden, die am 29. April den Bund fürs Leben schließen werden, wieder ein Paar. Kate, die ob ihres gegenwärtigen Gewichts (50 Kilo bei 1,71 m) "Miss Magerton" genannt wird, wird bald den Titel Prinzessin tragen. Ganz ohne Medien.
(KURIER.at: lyk) Erstellt am
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