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15.07.2018

Verhasste Rollen: Stars, die zu Filmen gezwungen wurden

Ginge es nach ihnen, hätten Natalie Portman, Keanu Reeves und viele andere Schauspieler manche ihrer Rollen nie angenommen.

Auch bekannte Hollywoodstars können nicht immer wählerisch sein. Manchmal müssen auch sie Rollen annehmen, auf die sie eigentlich keinen Bock haben. Hier ein paar bekannte Beispiele.
 

Filme, zu denen diese Stars gezwungen wurden

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Natalie Portman: Thor – The Dark Kingdom (2013)

Es ist bekannt, dass Marvel seine Stars bei Vertragsunterzeichnung gleich für mehrere Filme verpflichtet. Das wurde Portman zum Verhängnis. Sie war 2011 in "Thor" zu sehen, auf eine Fortsetzung soll sie aber nicht wirklich scharf gewesen sein.

Natalie Portman: Thor – The Dark Kingdom (2013)

Als die Filmstudios die Arbeit an der Fortsetzung "Thor – The Dark Kingdom" starten wollten, war Portman hochschwanger und hatte bereits angekündigt, künftig beruflich kürzer treten zu wollen. Außerdem hatte Marvel den von ihr vorgeschlagenen Regisseur Patty Jenkins gefeuert. Doch es half nichts. Ob sie wollte oder nicht: Portman musste sich für das "Thor"-Sequel hergeben.

Keanu Reeves: The Watcher (2000)

Bei seinem Vertrag zum Thriller "The Watcher" soll Keanu Reeves förmlich reingelegt worden sein. Nach eigenen Angaben fälschte Regisseur Joe Charbaniac, der bis dahin ein guter Freund von Reeves gewesen war, dessen Unterschrift.

Keanu Reeves: The Watcher (2000)

Da er nicht beweisen konnte, dass die Unterschrift nicht echt war und keinen Gerichtsstreit riskieren wollte, machte der "Matrix"-Star den Film. Allerdings weigerte er sich, "The Watcher" zu bewerben. Später meinte Reeves: "Ich fand das Skript nie interessant, aber ein Freund von mir fälschte die Unterschrift. Ich hatte also keine andere Wahl."

Channing Tatum: G.I. Joe (2009)

Filme wie "Magic Mike" und "21 Jump Street" machten Channing Tatum weltbekannt. Doch auch seine Rolle in "G.I. Joe" trug ein Wesentliches zu seinem Ruhm bei. Umso verwunderlicher, dass der ehemalige "Sexiest Man Alive" den Film am liebsten nie gemacht hätte.

Channing Tatum: G.I. Joe (2009)

"Ich wurde dazu gedrängt, den Streifen zu machen", gab er in einem Interview zu. Und das, obwohl er das Drehbuch einfach nur mies fand. Ein Vertrag mit Paramount Pictures zwang ihn jedoch dazu, den Job anzunehmen.

Val Kilmer: Top Gun (1986)

Mit "Top Gun" an der Seite von Tom Cruise gelang Val Kilmer der Durchbruch. Doch wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte er bei dem Film nie mitgespielt. Blöd für Kilmer: Er hatte einen Vertrag mit Paramount unterzeichnet, der ihn zu insgesamt drei Filmen verpflichtete. Der Schauspieler versuchte dennoch, aus dem Deal auszusteigen.

Val Kilmer: Top Gun (1986)

Kilmer traf sich sogar mit "Top Gun"-Regisseur Tony Scott, um ihm klarzumachen, dass er nicht mitmachen würde. Doch Scott ließ den Schauspieler im wahrsten Sinne des Wortes nicht gehen: Nach dem Meeting sprang der Filmemacher vor die Aufzugtüre und weigerte sich, Kilmer aus dem Lift zu lassen – schließlich willigte dieser ein.  

Edward Norton: The Italian Job (2003)

1996 wurde Edward Norton mit "Zwielicht" bekannt. Nach seinem Durchbruch wurden ihm zahlreiche interessante Rollen angeboten - darunter auch die in "Fight Club" (1999) - doch Edward Norton hatte bei Paramount einen Vertrag unterzeichnet, der ihn für zwei weitere Filme verpflichtete.

Edward Norton: The Italian Job (2003)

Um in "Fight Club" mitspielen zu können, verhandelte Norton mit den Produzenten, nur noch einen weiteren Film machen zu müssen. Das Studio willigte ein und schlug "The Italian Job" vor. Als der Mime den Film ablehnen wollte, drohte ihm Paramount mit einer Klage – weswegen Norton schließlich klein beigab. Allerdings weigerte er sich, für den Film die Werbetrommel zu rühren.  

Emily Blunt: Gullivers Reisen (2010)

"Der Teufel trägt Prada" (2006) machte Emily Blunt bekannt – danach rissen sich gleich mehrere Filmstudios darum, mit der Schauspielerin zu arbeiten. Marvel bot ihr sogar eine Rolle in "Iron Man 2" an.

Emily Blunt: Gullivers Reisen (2010)

Zu diesem Zeitpunkt war Blunt jedoch an Fox Studios vertraglich gebunden und die wollten den gefragten Nachwuchsstar in "Gullivers Reisen" sehen. Der Film erwies sich als Reinfall - was Emily Blunts Karriere aber zum Glück nicht schadete.

Jennifer Garner: Elektra (2005)

2003 drehte Garner zusammen mit ihrem künftigen (Ex-)Ehemann Ben Affleck den Film "Daredevil", in dem sie die Rolle der Elektra spielte. Der Vertrag verpflichtete Garner auch zum Spinoff "Elektra".

Jennifer Garner: Elektra (2005)

Obwohl sie selbst nie zugab, dass sie den Film lieber nicht gemacht hätte, plauderte ihr damaliger Freund Michael Vartan aus dem Nähkästchen. Er behauptete, dass Garner den Streifen furchtbar fand. Seine Gesprächigkeit hatte Konsequenzen: Kurz nachdem er diese Bombe platzen ließ, wurde er von "Elektra" abserviert.  

Mike Myers: Ein Kater macht Theater (2003)

Nach seinem Erfolg mit "Austin Powers" wollte Universal, dass Mike Myers einen Film macht, der auf einem Charakter der Serie "Saturday Night Fever" basiert. Doch Myers fand das Skript so grottenschlecht, dass er sich weigerte, mitzumachen.

Mike Myers: Ein Kater macht Theater (2003)

Das Studio zerrte den Komiker vor Gericht. Myers klagte zurück. Schließlich einigte man sich darauf, dass er stattdessen den Film "Ein Theater macht Theater" dreht. Die Gerichtskosten in Millionenhöhe waren jedoch unnötig verpulvert: Der Streifen erwies sich nämlich als Mega-Flop.

Der gesamte Cast: Movie 43 (2013)

Obwohl "Movie 43" als einer der schlechtesten Streifen der Filmgeschichte gilt, wartete er mit Superstars wie Hugh Jackman, Kate Winslet, Emma Stone, Richard Gere, Halle Berry, Gerard Butler, und Naomi Watts auf. Aber wie hatte man die Hollywood-Größen dazu gebracht, in dem Flop-Streifen mitzuspielen?

Der gesamte Cast: Movie 43 (2013)

Produzent Charles B. Wessler hatte Winslet und Jackman bereits 2009 dazu gebracht, einen Vertrag für den Film zu unterzeichnen. Damit köderte er auch die anderen Stars.

Der gesamte Cast: Movie 43 (2013)

Doch als diese herausfanden, für was sie sich da eigentlich hergegeben hatten, wollten sie aus dem Deal aussteigen – was unter anderem Colin Farell und George Clooney auch gelungen sein soll.  

Der gesamte Cast: Movie 43 (2013)

Die restliche Besetzung war jedoch weniger erfolgreich.