Spanisches Königshaus: Juwelen zur Wiedergutmachung

Millionenschmuck, den sein Opa aus schlechtem Gewissen verschenkte, will Juan Carlos Sofia zur goldenen Hochzeit geben.
König Juan Carlos und Königin Sofia von Spanien posieren vor einem roten Vorhang.

Die spanische Königsfamilie kommt seit der Elefantenjagd des Königs nicht aus den Schlagzeilen. Letzte Gerüchte, die La Razon in die Welt gesetzt hat, besagen, dass Juan Carlos mit Millionenschmuck Königin Sofia wieder gewogen stimmen will. Das Paar begeht am 14. Mai seine goldene Hochzeit. Das Edelstein-Ensemble aus Smaragden und Brillanten im Schätzwert von sieben Millionen Euro besteht aus Halskette, Diadem, Armband, Ohrringen und Brosche. Die Juwelen ließ der Jahrhundertwende-Milliardär Graf Guido von Henckel-Donnersmarck für seine zweite Frau Païva machen, eine berühmte Konkubine der 1920er-Jahre. Juan Carlos Großvater Alfonso XIII. schenkte den Schmuck seiner Frau Erna von Battenberg, nachdem sie durch seine Affären öffentlich gedemütigt worden war.

Ein schönes Zeichen? Erstens "mag Königin Sofia keine Heuchelei", sagt ihre Biografin Pilar Eyre, und zweitens bevorzugt Sofia tragbareren Schmuck. Aber wer weiß, vielleicht nimmt sie die Millionen-Klunker an, um sie dereinst ihrem Sohn Felipe für Letizia zu vermachen, falls es in deren Ehe einmal kriseln sollte.

Juan Carlos I. geht mit Krücken durch einen Flur.

Immer neue Details werden zur Elefantenjagd bekannt. El Mundo publizierte ein Faksimile des Jagdprotokolls, auf dem der Monarch als Gastjäger Juan Carlos Borbón eingetragen ist. Sein Elefantenbulle war bereits 50 Jahre alt. Die Stoßzähne der Trophäe wogen demnach jeweils fast 40 Kilogramm und waren mehr als einen Meter lang. Der König brauchte offenbar sieben Schüsse aus seinem großkalibrigen Gewehr, um das Prachtexemplar zu töten. Insgesamt umfasste die Jagdgesellschaft sechs Personen, unter ihnen der arabische Multimillionär Eyad Kayali, der für die Safari zahlte.

Am zweiten Tag der Safari erlegte der Gastgeber Kayali zwei etwas kleinere Elefanten. An den Abenden wurden die Ereignisse dann in exklusiven Jagdhütten des Reservats gefeiert. Dort stürzte der König in der dritten Nacht um drei Uhr früh auf der Treppe seiner Unterkunft, brach sich das Hüftgelenk und wurde zwei Mal in Madrid operiert.

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