Sonntagsfragen: Martin Brambach

Der Schauspieler beantwortet die KURIER-Sonntagsfragen.

Frühaufsteher oder Langschläfer?
Da wir ein Baby zu Hause haben, also ein Kleinkind mit 16 Monaten, bin ich ein Frühaufsteher. Unter der Woche geht es um halb sieben Uhr los, später geht Anton in die Kita (Anm. Kindertagesstätte). An Sonntagen ist es ähnlich, denn er will den Tag erleben. (lacht) Zuletzt geträumt habe ich von:
Ich träume sehr intensiv. Manchmal erinnere ich mich nicht und dann leider zu oft und sehr genau an Sachen, vor allem an die unangenehmen. Dann brauche ich einen Moment, um zu realisieren, warum ich einen Albtraum gehabt habe, muss gucken, dass ich die bedrückenden, negativen Gedanken wieder loswerde, um sie nicht in den Tag mit hineinzunehmen. Meine Abhilfe gegen Albträume:
Ich gehe joggen, laufen oder mache Qi Gong. Während Dreharbeiten, wo ich oft früh raus muss, versuche ich das auch, wenn es auch selten gelingt. Mein erster Blick in den Spiegel:
Uh, das vermeide ich wohl! (lacht) Beim Zähneputzen wahrscheinlich. Ich bin 43, ich weiß mittlerweile, wie ich aussehe. Ich würde das jetzt nicht als mangelnde Eitelkeit beschreiben, aber ich habe auch nicht besonders dichtes Haar, das ich mir speziell machen müsste (fährt sich mit beiden Händen durch die Haare und lacht). Kaffee oder Tee?
Kaffee mit Milch ohne Zucker und eine Frühstückszigarette. Aber ich muss morgens schon was im Magen haben – Rührei oder Spiegelei. Den Appetit verdirbt mir:
Abgesehen von dem Kulinarischen an und für sich? Manch Zeitgenosse, der zum Beispiel sehr laut in Gesellschaft telefoniert. Humor ist:
Wenn ich lachen kann. Er ist wahnsinnig wichtig in jeder Lebenslage. Es gibt unfreiwillige Komik, Schadenfreude, Situationskomik. Meine früheste Erinnerung an Situationskomik, da war ich sechs oder sieben, als meine über alles geliebte Großmutter gestorben ist. Ich war sehr traurig. Bei der Beerdigung hat jeder der Verwandten so ein Schäuflein Erde reingeschmissen, und mein Onkel hat 'nen Stein erwischt. Der knallte auf den Sarg und ich bin in  schallendes Lachen ausgebrochen, aber das währte nicht lange, weil mir meine Mutter eine geknallt hat. Meine Mutter hat mich nie geschlagen, aber in dem Moment war das für sie das einzig angebrachte Zeichen.

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(KURIER) Erstellt am
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