Früher ein bekannter Serienstar - heute arbeitslos

Vor ein paar Jahren unterhielten sie uns noch im TV, heute haben Serien-Stars wie Kim Cattrall nur wenig zu tun.

Frankie Muniz - "Malcom Mittendrin"
Schon mit 15 bekam er die Rolle, die ihn weltbekannt machte. Als das junge Genie Malcom muss er sich mit seiner chaotischen Familie herumschlagen. Noch immer läuft "Malcom mittendrin" bei uns in der Wiederholungsschleife, obwohl die Serie  schon 2006 eingestellt wurde. Danach ging es für Muniz von den Filmstudios direkt auf die Rennstrecke. Er begann als Fahrer in der amerikanischen Formel BMW aktiv zu werden. Sowohl im Film als auch im Motorsport blieben die großen Erfolge aber aus. Kurze Zeit versuchte er sich als Drummer in der Band Kingsfoil. Zuletzt war er in Trash-Filmen wie "Sharknado 4" zu sehen. Mit politischen Twitter-Meldungen sorgt er nun ab und zu für Aufsehen. Von seiner Verlobten Elycia Marie Turnbow hat er sich Anfang 2016 getrennt. Kim Cattrall -  "Sex and the City"
Für die größten Lacher der Serie war Kim Cattrall als Samantha verantwortlich, die mit der Rolle als sexuell äußerst aktive PR-Frau weltberühmt wurde. Nach Serien-Ende und zwei abgedrehten Kino-Ablegern hat die britisch-kanadische Schauspielerin aber nicht mehr viel zu tun. Nur in Polanskis "The Ghostwriter" hatte sie 2010 eine nennenswerte Rolle. Seither spielte Cattrall lediglich ein bisschen Theater. 2013 versuchte sie mit der Serie "Sensitive Skin" wieder durchzustarten. Die 60-Jährige spielt eine Frau in der Midlife Crisis. Allerdings lässt eine zweite Staffel schon zwei Jahre auf sich warten. 2015 verordnete sie sich selbst eine Auszeit, weil sie an Depressionen und Schlafstörungen litt. Nun gibt es aber einen kleinen Lichtblick für Cattrall: Gerade wurde bekannt, dass sie für die BBC-Adaption von Agatha Christies "The Witness For The Prosecution" vor der Kamera stehen soll. Corin Nemec - "Parker Lewis"
Nur drei Jahre lief "Parker Lewis" (1990 - 1993), bis heute genießt die Serie aber Kultstatus. Hauptdarsteller Corin Nemec hatte es nach seinen coolen Auftritten schwer, Filmangebote zu bekommen. In Serien wie "Beverly Hills 90210", "Smallville" oder "Ghost Whisperer" gab`s nur Gastrollen. Eine Staffel lang spielte er 2000 schließlich in "Stargate SG-1" Jonas Quinn. Die Rolle war beliebt bei Fans, dennoch musste er Platz für einen anderen machen. 2016 war er in zwei Episoden des Star Trek Ablegers "Renegades" zu sehen. Philip Michael Thomas - "Miami Vice"
Was war Rico Tubbs aus "Miami Vice" doch für ein cooler Typ. Philip Michael Thomas hatte im echten Leben mindestens genauso viele Affären, doch so erfolgreich er als Cop gegen die Drogenmafia im TV auch war, als Schauspieler lief er der großen Karriere immer hinterher. Nur kleine Rollen in Filmen (zuletzt "Mama Mia") konnte er ergattern, 1990 spielte er eine Staffel lang an der Seite von Bud Spencer in "Zwei Supertypen in Miami". Seit Jahren kündigt er seine Autobiografie an - in der er vor allem über seine Liebesbeziehungen schreiben will. Zwölf Kinder soll er haben. Der 67-Jährige wohnt - wie könnte es anders sein - in Miami. Don Johnson
Viel mehr Glück hatte zunächst sein "Miami Vice"-Kollege Don Johnson. Nachdem er in den 80er Jahren als gestylter Drogen-Cop zum Star wurde, konnte er nach einem mäßig geglückten Abstecher ins Kinofach erneut mit seiner Serie durchstarten.
  Von 1996 bis 2001 spielte er den witzigen Polizisten "Nash Bridges" in der gleichnamigen Produktion. Danach gab es allerdings wieder nur unbeutende Filme, für die er engagiert wurde. Erst das Duo Robert Rodruigez und Quentin Tarantino verschafften ihm einen Karriereaufwind mit Rollen in "Machete" und "Django Unchained". Im Vorjahr versuchte er sich in der Serie "Blood & Oil", allerdings wurde nicht einmal die erste Staffel der ABC-Serie komplett ausgestrahlt und nach zwei Monaten abgesetzt. Jetzt sucht der 66-Jährige nach neuen Angeboten. Sarah Michelle Gellar - "Buffy"
Die Vampirjägerin brachte Gellar den Durchbruch im Jahr 1997. Bis 2003 lief die Serie, dazwischen und auch danach hatte sie zunächst Kino-Hits wie "Eiskalte Engel", "Scooby Doo" oder "The Grudge - der Fluch" abgedreht.  Doch nach 2004 wollte es mit der Film-Karriere nicht mehr richtig klappen. Ein Projekt nach dem anderen floppte. Erst 2010 konnte sie mit "Veronika beschließt zu sterben" die Kritiker - nicht aber die Zuseher überzeugen. Mit den Serien "Ringer" und "The Crazy Ones" scheiterte sie. David Faustino - "Eine schrecklich nette Familie"
Ähnlich erging es auch seinem Kumpel David Faustino. Als Bud Bundy war er jahrelang mit seiner  schrecklich netten Familie im Fernsehen zu sehen. Anders als seine Kollegen Christina Applegate ("Samantha Who"), Ed O`Neill ("Modern Family) und Katey Sagal ("Meine wilden Töchter", "Sons of Arnachy"), ... ... hatte der heute 42-Jährige danach weniger Glück im Filmbiz. Faustino hat zwar gemeinsam mit Corin Nemec mit einer Online-Comedy wieder versucht durchzustarten, das Projekt wurde allerdings 2009 wieder eingestellt. Heute reicht sein Star-Status nur noch aus, um sich von Trashpromi-Manager Helmut Werner nach Wien einladen zu lassen. Jane Seymour - "Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft"
Die halbe Welt wollte in den Neunzigern von Dr. Mike Quinn verarztet werden. Die Western-Serie bescherte Seymour sogar einen Golden Globe. 150 Folgen wurden gedreht, 1999 folgte schließlich das große Ende der Ärztin in Form eines Films. Danach hatte man wohl genug von der Engländerin. Für aufwendige Produktionen reichte es nicht mehr. Immer wieder ist sie jedoch in TV-Filmen und in Serien wie "How I Met Your Mother", "Castle" oder "Justice" zu sehen. In "Smallville" spielte sie mehrere Folgen lang die intrigante Mutter von Jason Teague. Dean Cain - "Superman - Die Abenteuer von Lois & Clark"
Der ehemalige Footballer Dean Cain wurde in den Neunzigern zum Supermann. Von 1993 bis 1997 lief die "Superman"-Serie erfolgreich im TV. So eine lukrative und beliebte Rolle wie jene des Serien-Clark Kents konnte Cain danach nicht mehr abstauben. Ab und zu ergattert er noch Jobs in billig produzierten Action-Streifen, Gastauftritte hatte er in den vielen Jahren nach seinem Superman-Hit in Serien wie "Smallville" oder "Criminal Minds". Seit 2013 hat er immerhin eine kleine Rolle in "Hit The Floor" - in der Serie spielt er einen Basketballtrainer. Tony Danza - "Wer ist hier der Boss?"
Tony Danza hat schon einige Karrieren hinter sich. Nach seinem Profi-Boxer-Dasein, startete er mit der Serie "Wer ist hier der Boss?" in den späten Achtzigern durch. Dann kam die Flaute. Der New Yorker mit italienischen Wurzeln spielte jahrelang nur in B-Movies, bis er 2004 eine eigene Talkshow bekam. Zwei Jahre lief die Show, dann kamen erneut keine großen Jobs mehr. Seine Reality-Show (2010), in der er als Lehrer fungiert, wurde nach nur sieben Folgen abgesetzt. 2016 konnte er eine Rolle in dem TV-Film "Sebastian Says" übernehmen. Fran Drescher - "Die Nanny"
Nicht nur Mr. Sheffield fand in den 90ern Gefallen an Fran Fine. Von 1993 bis 1999 wurden 146 Folgen der Hit-Sitcom gedreht. Stars wie Liz Taylor und Elton John hatten Gastauftritte in der Serie, in der Fran Drescher der große Star war. Danach gab`s zunächst aber keine guten Angebote für die New Yorkerin. Nach gefloppten Filmen versuchte sie sich 2005 mit der Comedy "Living With Fran". Nach nur zwei Staffeln kam allerdgins das Aus. 2011 probierte sie erneut ihr Glück mit einer selbstgeschriebenen Sitcom "Happily Divorced".  2013 wurde auch diese Produktion eingestellt. Seither sucht die 58-jährige nach einem Job.

Wo sind sie hin, die Serienstars, die uns in den letzten Jahren so gut unterhalten haben? Anders als Will Smith ("Der Prinz von Bel Air") oder Sarah Jessica Parker ("Sex and the City") konnten die folgenden TV-Stars nach ihren Durchbruch-Serien keine weiteren, derart großen Erfolge feiern.

(kurier, Fotos u. a.: photopress.at / mich) Erstellt am
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