Stars
04/02/2019

Selbstzweifel: Diese Stars dachten ans Aufhören

Leonardo DiCaprio, Kristen Stewart und viele andere hätten ihre großen Erfolge vielleicht gar nie gefeiert, da sie Hollywood um ein Haar den Rücken gekehrt hätten.

von Elisabeth Spitzer

Ihre Rolle als "Wonder Woman" machte Gal Gadot quasi über Nacht zum Star, doch wie die 33–Jährige dem GQ-Magazin erzählte, hätte sie ihren Traum von einer Karriere in Hollywood kurz vor ihrem Durchbruch um ein Haar aufgegeben.

Sie habe so viele Absagen erhalten, dass sie beinahe in ihre Heimat Isreal zurückgezogen wäre. "Bevor ich Wonder Woman wurde, habe ich überlegt, nicht mehr nach Los Angeles zurückzukehren. Ich dachte, ich bleibe in Isreal, arbeite hier als Schauspielerin, gehe zurück auf die Uni und mache irgendetwas anderes", so Gadot.

"Man bekommt ständig gesagt: 'Wenn du diese Rolle bekommst, wird sie dein Leben verändern. Aber du bekommst sie nicht", erinnert sie sich an die vielen vergeblichen Castings. "Ich habe irgendwann den Punkt erreicht, an dem ich keine Lust mehr darauf hatte." Letzten Endes hat es für die ehemalige Miss Isreal aber doch noch geklappt mit dem Erfolg in Hollywood.

Auch Chris Hemsworth bewarb sich lange umsonst für lukrative Rollen. "Gute neun Monate bekam ich keine Angebote, schließlich rief ich meine Eltern an und sagte ihnen, ich sei bereit zu packen und heimzukommen. Das bringt mich um", so der gebürtige Australier.

Doch dann nahm seine Karriere eine überraschende Wendung: Kurz bevor Hemsworth endgültig das Handtuch warf, ergatterte er seine erste große Blockbuster-Rolle als "Thor" - und ist seitdem dick im Geschäft.

Auch Kristen Stewart weiß von einer langen Durststrecke zu berichten. Als noch unbekannte Schauspielerin erreichte auch sie den Punkt, an dem sie das Klinkenputzen satt hatte.

Mit der "Twilight"-Saga (2008 -2012) gelang Stewart der Durchbruch. Kontakte in der Entertainment-Industrie dürften von Vorteil gewesen sein: Ihre Vater arbeitet als Bühnendirektor. Stewarts Mutter ist als TV-Produzentin tätig.

Ein Broadway-Stück, in der er an der Seite von Julia Roberts und Paul Rudd zu sehen war, brachte Bradley Cooper zu Beginn seiner Karriere dazu, an seinen Fähigkeiten als Schauspieler zu zweifeln. "Es war bei weitem das Schwieirigste, was ich bisher gemacht habe", so Cooper, der sich damals schwor, das Schauspielern sein zu lassen, würde er in dem Stück versagen.

Seine Sorgen erwiesen sich jedoch als unnötig: Am Ende war Bradley Cooper auf der Bühne so überzeugend, dass man ihm eine Rolle in "The Hangover" anbot - was schließlich seinen großen Durchbruch markierte.

Emma Watson plagten ganz andere Sorgen. Nachdem die Britin mit "Harry Potter" bekannt geworden war, hatte sie die Befürchtung, für immer auf die Rolle der Zauberschülerin Hermine festgenagelt zu werden. Schließlich dachte sie sogar ans Aufhören. "Das hat mich für eine Weile paralysiert", erzählte Watson.

Auch Watsons Angst entpuppte sich als unbegründet. Denn nach "Harry Potter" gab es jede Menge Rollenangebote für den einstigen Kinderstar.

Shailene Woodley begann bereits im Alter von fünf Jahren zu schauspielern und war in zahlreichen TV-Serien zu sehen, bevor sie 2011 als 17-Jährige mit ihrer Darstellung von George Clooneys Tochter in "The Descendants" die Kritiker begeisterte. Der Durchbruch in Hollywood hatte aber auch seine Schattenseiten.

"Ich hatte das Gefühl, dass ich den Erwartungen nicht gerecht werden kann", berichtet Woodley über ihre Krise. "Monatelang dachte ich, dass ich nicht mehr als Schauspielerin arbeiten will." Es habe eine Weile gedauert, bis ihr egal war, was andere von ihr dachten - und Shailene sich als gefeierter Nachwuchsstar etablierte.

Seinen Oscar für "The Revenant" hätte Leonardo Dicaprio vielleicht nie bekommen. Denn auch er dachte nach seinem ersten großen Kino-Erfolg über's Aufhören nach. Nach "Titanic" störte sich Leo so sehr daran, als Schönling abgestempelt zu werden, dass er beschloss, eine Schauspielpause einzulegen.

"Es war ziemlich entmutigend, zum Objekt degradiert zu werden. Deswegen dachte ich, ich lasse das Schauspielern eine Zeit lang sein", erzählte er. Die Krise hatte auch etwas Gutes: "Das hat mein Leben auf viele Arten verändert und mir viele neue Möglichkeiten eröffnet. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, meine Karriere selbst in der Hand zu haben."

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