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24.06.2018

Sandra Bullock: „Mehr Busen als George“

Die „Ocean’s 8“-Schwester von Clooney über Coolness, Klunker und ihre Kids

Sie ist mit „Ocean’s 8“, der weiblichen Fortsetzung von „Ocean’s 11 – 13“ mit George Clooney als Gentleman-Gauner, gerade eben in Österreichs Kinos zu sehen. Sandra Bullock (53), Tochter einer deutschen Opernsängerin und eines US-Soldaten, die ihre ersten zwölf Jahre in Nürnberg, Salzburg und sogar Wien verbrachte, spricht perfektes Deutsch.

KURIER: Im Film sind Sie Debbie, Danny Oceans Schwester – er kommt nicht vor. Wusste das George Clooney?

Sandra Bullock: Wussten Sie nicht, dass George und ich dieselbe Person sind (lacht) – wir kommen nie gleichzeitig vor. Er wollte von Anfang an nicht mitspielen. Er hat mich auf einer Party gefragt, ob ich es will. Sein Okay war mir wichtig. Er bleibt ja für immer Anführer der Bande. Der Unterschied zu seinen Drehs: Wir hatten null Spaß. Es gab keine Bar auf dem Set, wir drehten nicht in Las Vegas, es gab keine durchsoffenen Nächte.

Was hat Debbie eigentlich, das Danny nicht hatte?

Busen? Ansonsten sind wir Diebe aus Familientradition. George war natürlich cooler. Ich musste das erst lernen. Zurücklehnen, nicht dauernd Witze reißen, nur schweigen.

Im Film rauben Sie Juwelen bei Cartier. Halten Sie es da privat mit Marilyn Monroe? Sind „Diamonds a girl’s best friends“?

Wenn ich an Cartier denke, fallen mir viele Geschenke in roten Schachteln ein, die ich gern bekäme – aber: Nicht Diamanten, sondern Immobilien sind die „besten Freunde“ einer Frau. Damit bin ich immer gut gefahren.

Wie geht es Ihnen als Mutter von zwei kleinen Kindern (Louis, 8, und Laila, 6, beide adoptiert)?

Meine Familie ist jetzt perfekt (sie lebt seit 2014 mit Fotograf Bryan Randall, 52, zusammen). Louis und Laila lieben einander, auch im Streit. Selbst dann verbünden sie sich ge- gen mich. Ihre Bindung wird noch halten, wenn es mich nicht mehr gibt.

Was haben Sie durch ihre Kinder gelernt?

Nein zu sagen. Manchmal sage ich es zu oft, weil ich Angst um ihre Sicherheit habe. Es fällt mir schwer, loszulassen. Sie sind intelligent, haben Empathie, sagen Bitte und Danke, sind freundlich zu anderen.

Sprechen die Kids Deutsch?

Laila noch nicht, denn ich will nicht denselben Fehler machen wie bei Louis, bei dem ich mit Deutsch begann, bis der Sprachtherapeut meinte, vielleicht sollte er doch zuerst Englisch lernen. Er spricht jetzt auch Französisch, weil er ins Lycée geht, und wir beginnen jetzt erst wieder mit Deutsch.