Vorbild Margrethe? Was Norwegens König Harald übers Abdanken denkt

König Harald
Königin Margrethe hatte den Thron am 14. Jänner nach 52-jähriger Regentschaft an ihren Sohn Frederik übergeben.

Nach der Abdankung der dänischen Königin Margrethe II. denkt Norwegens König Harald V. nicht darüber nach, ebenfalls vorzeitig aus seinem Amt zu scheiden. "Ich halte an dem fest, was ich die ganze Zeit gesagt habe: Dass ich dem Storting einen Eid geleistet habe und dieser ein Leben lang gilt", sagte der 86 Jahre alte Monarch am Dienstag im Pressehaus in Oslo auf die Frage eines Reporters der Nachrichtenagentur NTB, ob er sich nach Margrethes Entschluss neue Gedanken darüber gemacht habe. Das Storting ist das Parlament von Norwegen.

Königin Margrethe hatte in ihrer Neujahrsansprache überraschend ihre Abdankung angekündigt und den Thron am 14. Jänner nach 52-jähriger Regentschaft an ihren Sohn Frederik übergeben, der seitdem als König Frederik X. neues Staatsoberhaupt von Dänemark ist. Die 83-Jährige begründete diesen Schritt mit einer umfassenden Rückenoperation, die sie zum Nachdenken über die Zukunft gebracht hatte. Auch Harald hatte in den vergangenen Jahren immer wieder gesundheitliche Probleme.

Anders als beispielsweise in den Niederlanden sind Abdankungen wie die von Margrethe in Skandinavien äußerst unüblich: Normalerweise erfüllen Monarchen in Dänemark, Norwegen und Schweden ihr Amt bis zu ihrem Tod. Allerdings werden sie bei öffentlichen Aufgaben mit laufendem Alter immer stärker von ihren Kindern unterstützt - Harald zum Beispiel kann auf Rückendeckung seines Sohnes Kronprinz Haakon (50) zählen, der auch immer wieder Termine für ihn übernimmt. Harald ist seit 33 Jahren norwegisches Staatsoberhaupt

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