Royaler Urlaub: Kate, zieh dich warm an!

Neo-Herzogin Catherine urlaubt erstmals mit der Queen auf Balmoral. Ein Blick auf das, was sie dort erwartet.

Was für ein Jahr für Kate Middleton! Nach der königlichen Traumhochzeit mit Prinz William im April steht das nächste Großereignis auf dem Programm: Der erste Urlaub mit den Royals auf Schloss Balmoral, der schottischen Sommerresidenz der Queen. Obwohl Kate bereits seit acht Jahren mit William zusammen ist, war sie noch nie zu Gast auf Balmoral. Aus gutem Grund: Nur verheiratete Paare dürfen im 1853 gebauten Schloss nächtigen. Das Wichtigste: Kate muss viel warme Wäsche einpacken, denn auf Balmoral liegen die Sommer-Temperaturen weit unter den österreichischen, auch wenn das heuer kaum vorstellbar ist. Nur altmodische Elektro-Heizkörper stehen den Gästen in den Zimmern zur Verfügung. In den restlichen Räumen wird mit offenem Feuer geheizt. Außerdem sollte Kate für die formalen Abendessen ein paar möglichst konservative Traumroben einpacken: Abends tragen die Herren Smoking, die Damen ein bodenlanges Kleid, das nur wenig Haut zeigen darf (vermutlich, damit sich keiner verkühlt). Auf ihrem Zimmer wird die 29-Jährige von einem Butler empfangen, der ihr auf Wunsch ein Bad einlässt oder ihre Kleider aufbügelt. Wenn die Herzogin auf die Queen trifft, muss sie diese mit einem Knicks begrüßen. Auf keinen Fall darf sie ihr den Rücken zuwenden. Anreden darf Kate die Königin sowieso nie, außer sie wurde angesprochen. "Your Majesty" lautet die korrekte Anrede. Ein typischer Tag auf Balmoral beginnt mit dem Frühstück: Gestärkt mit einem Teller Porridge, Eiern, Speck und Toast mit Marmelade gehen die Royals entweder auf die Jagd, fischen, wandern oder Schwammerln suchen.

Im Bild: Prinz Charles & Camilla. Am Nachmittag bittet die Queen zum Tee, den nur sie einschenken darf. Dazu gibt’s kleine Gurkensandwiches. Danach spielen die königlichen Verwandten Gesellschaftsspiele bis zur Cocktail-Stunde.

Auf die freut sich nicht nur Queen Elizabeths Mann, Prinz Philip. Denn die Getränke haben’s in sich: "Die starken Drinks waren ein Segen", verriet Ex-Premier Tony Blair, der 2002 auf Balmoral zu Gast war. "Die Anspannung fiel von mir und meine Courage kehrte zum Glück zurück." Als besonderes Highlight gilt die Grillparty der Royals: Dabei übernehmen die Familienmitglieder alle Arbeiten selbst. Die Queen deckt auf, Prinz Edward grillt. Wer den Abwasch in diesem Jahr übernehmen darf, ist wohl keine Frage.

Am Ende der Ferien muss Kate der Königin eine handgeschriebene Dankeskarte schicken. Dann wird sie zu Weihnachten wieder eingeladen – diesmal auf Schloss Sandringham. Zuvor waren Kate und Will in den USA unterwegs und zogen dort alle Blicke auf sich. Der britische Prinz und seine Frau hatten dort zuerst bei einem Poloturnier teilgenommen und sich anschließend schick gemacht. Der Grund: Am Abend fand in Los Angeles die BAFTA-Gala (British Academy of Film and Television Arts) statt.

Während Kate ihre Fans ... ... mit einem blasslila Kleid von Alexander McQueen und Ohrringen, die sie Berichten zufolge ... ... von der Queen ausgeborgt hatte, verzauberte, tat William das was Royals können müssen. Er nahm ein Bad ... ... in der Menge, schüttelte brav hunderte feuchte Hände und ... ... mischte sich im Anschluss unter die anwesenden Stars. Zuerst ein kurzes Gespräch mit Tom Hanks und seiner Frau Rita, dann ein ... ... schneller Plausch mit James Brolin und Barbra Streisand. Der Herzog von Cambridge stand an diesem Abend im Zentrum der Aufmerksamkeit. Aber man sagt ja, die besten Männer sind vergeben. So wollten vor allem die ... ... weiblichen Promi-Schönheiten unbedingt kurz mit ihm reden. Jennifer Lopez war von Will genauso angetan wie ... ... Jennifer Garner, Rita Wilson und ... ... Nicole Kidman. Aber Hand aufs Herz: Kate braucht sich ... ... um ihren Will wohl keine Gedanken zu machen. Nach wie vor turteln die beiden wie verliebte Teenager und ziehen damit alle Blicke auf sich. So auch am Nachmittag vor der Verleihung der BAFTA-Awards beim Polo-Turnier. Zu der Wohltätigkeitsveranstaltung ... ... in Santa Barbara an der US-Pazifikküste wurden die frisch Vermählten mit einem Spruchband "Ein großes königliches Willkommen für Kate und Will" begrüßt. William, der selbst an dem Turnier teilnahm, erhielt für jeden Spielzug großen Applaus der Zuschauer, die für die Karten ab 400 Dollar (fast 300 Euro) aufwärts gezahlt hatten. Der Erlös des Turniers fließt in eine Stiftung von William und seinem Bruder Harry. Mit dem Spruch "Pech in der Liebe, Glück im Spiel" muss man wohl aufräumen: Denn am Ende konnte Kate dem Team von William den Siegespokal überreichen. Das royale Paar aus Großbritannien landete bereits am Freitagnachmittag in Los Angeles. Auf dem Los Angeles International Airport wartete ein Empfangskomitee. Das Paar wurde unter anderem von Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown (dritter von links), seiner Frau Anne Gust (vierte von links) und dem Bürgermeister von Los Angeles, Antonio Villaraigosa (ganz links), willkommen geheißen. Vom Flughafen aus wurde das Paar zum Beverly Hills Hotel gebracht, aber nicht um Auszuruhen: Beim Variety's Venture Capital and New Media Summit hatten sie einen kurzen Auftritt und diskutieren über britische Handelsbeziehungen und Investitionen. Am Abend lud der britische Botschafter Nigel Sheinwald das royale Paar dann zu einem Empfang in der Residenz des Konsuls in L.A. Herzogin Catherine kam diesmal in grasgrün und unterhielt sich mit den Gästen. Darunter befanden sich auch einige Promis und Stars. Prinz William unterhielt sich dabei mit Fußballgröße David Beckham - womöglich über eine neue Strategie, wie man den englischen Fußball wieder an die Weltspitze bringen kann? Am Freitagvormittag hatte das Prinzenpaar noch ihren ersten offiziellen Kanadabesuch beendet. Zuvor gab es aber noch ein Bad in der Menge. Alles in allem wurden William und Kate größtenteils mit Jubel und Freude von den Kanadiern empfangen. Das Paar besuchte am Freitag außerdem noch den Zoo von Calgery. Das Paar hat in Kanada so einiges erlebt. Unter anderem schlüpften sie für kurze Zeit in ein lässiges Cowboy-Outfit. Anlass war eine Rodeo-Vorführung in Calgery bei der nichts fehlte: Hut, Stiefel und Cowboyhemd inklusive. Kate trug eine weiße Bluse im Westernstil, William ein Karohemd. Die beiden sahen gespannt dem Rodeo zu. Der kanadische Premierminister Stephen Harper verglich die neuntägige Reise des britischen Prinzenpaares durch Kanada in einer Rede mit der ersten Tournee der ... ... Beatles in seinem Land: "Seit dem ersten Besuch der Beatles hat sich das Land nicht mehr derart verliebt", sagte Harper, der selbst erklärter Beatles-Fan ist. Wo immer das Paar hingereist sei, habe es den Kanadiern den Kopf verdreht. Am Freitagvormittag (Ortszeit) gaben William und Kate den Startschuss zum traditionellen Stampede-Rodeo von Calgary. William beobachtete die Geschehnisse ganz genau. Dabei werden Wildpferde ebenso zugeritten wie Stiere gebändigt, Kälber werden mit dem Lasso gefangen, auch ... ... Kutschvorführungen gehörten auch zum Programm. In einer Kutsche ging es dann für das Paar weiter in die Stadt. Bei ihrer Ankunft in Calgary gab es zuvor einen rührenden Moment. Die sechsjährige Diamond Marshall konnte sich einen Kindertraum erfüllen und eine Prinzessin umarmen. Das Mädchen ist todkrank. Sie hat ein Krebsgeschwür im Bauch. Im Mai schrieb sie mit ihrem Vater einen Brief an die "Childrens Wish Foundation". Sie schrieb: "Am allerliebsten würde ich Kate treffen. Willst du mich auch treffen." Die Herzogin hat ihren Wunsch wahr werden lassen. Calgary, die Provinzhauptstadt von Alberta, war die letzte Station des ersten offiziellen Auslandsbesuchs des Prinzenpaars in Kanada. Erst am Tag vor ihrem Cowboyabenteuer spielte das Prinzenpaar Indianer. Denn nach Quebec, einem Bootsrennen und diversen anderen Verpflichtungen besuchten sie ein besonderes Territorium: Das Land der Dene First Nation, einem Stamm der Urvölker. Einheimische Indianer begrüßten die Royals in Yellowknife, der Provinzhauptstadt der Northwest Territories mit Gesängen und der Trommelmusik einheimischer Indianer. Anschließend wurden die beiden von Jugendlichen zu einem Straßen-Hockey-Spiel einladen. Yelloknife - übersetzt Gelbmesser, nach den Kupferwaffen, die die Indianer früher trugen - wurde vermutlich zum Anlass genommen, um dem Ehepaar ein Messer als Gastgeschenk zu geben. Mit einem kleinen Wasserflugzeug ging die abenteuerliche Reise zum Blachford Lake, einem See im kanadischen Busch weiter. Den See nutzte das sportliche Paar gleich, um einen kleinen Rudertrip im Kanu zu machen. Die Provinz ist mit einer Fläche von 1,14 Millionen Quadratkilometern etwa dreimal so groß wie Deutschland, beherbergt aber nur gut 40.000 Einwohner. Die Mehrheit gehört einer First Nation an, das heißt, einem von Kanadas vielen Indianervölkern. Im Dechinta Centre for Research and Learning bekamen William und Kate eine Lektion in der Sprache des Weledeh-Stammes. "Wir werden ihnen beibringen, wie sie sich vorstellen und auch "Danke" sagen können", erläuterte die Programmdirektorin des Dechinta-Zentrums, Kyla Kakfwi Scott. "So bereiten wir sie auf das Treffen mit unseren Stammeshäuptlingen vor. Doch es sollte nicht nur beim Lernen der Sprache bleiben, auch mit Techniken der Ureinwohnern wurden die beiden 29-Jährigen vertraut gemacht: dem Trocknen von Fischfang zur Verlängerung seiner Haltbarkeit und ... dem Gerben von Elchhaut zur späteren Nutzung unter anderem als Kleidung und Schuhwerk. Nach der ganzen Anstrengung bekamen die beiden auch etwas Anständiges zu Essen. Die beiden zeigten sichtlich Interesse an der fremden Kultur und ließen jegliches Hofprotokoll hinter sich. Natürlich sahen die beiden auch beim angekündigten Hockeyspiel zu. Dort bekamen William und Kate zwei Hockey-Tricots überreicht und obwohl Kate laut Protokoll nicht offiziell das Wort ergreifen darf, gaben die Einwohner ihr die Nummer eins. Doch William beließ es nicht beim Zusehen: Der Prinz präsentierte sich sehr sportlich und griff zum Schläger. "Es ist toll, nördlich des Sechzigsten zu sein", sagte William in Anspielung auf den Breitengrad. "Das ist der Platz, der Kanada ausmacht." Williams Großmutter Elizabeth ist nach wie vor Staatsoberhaupt von Kanada. 

Im Bild: Die Royals im Versammlungsraum von Yellowknife. Zum Abschluss gab es dann noch eine Auszeichnung an das Paar von den kanadischen Rangern. Die beiden mussten Sweater mit dem Abzeichen der Ranger anziehen und wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Am Tag darauf waren die Indianerspiele vorbei und der Ernst der Reise begann wieder. William und Kate brachen in die Provinz Alberta auf, in der es vor wenigen Wochen heftige Waldbrände gab. In Slave Lake wurden sie bereits von hunderten Fans erwartet. Das Gebiet am Kleinen Sklavensee - der Name hat nichts mit Sklaven zu tun, sondern ist ein Übersetzungsfehler nach den ansässigen Slavey-Indianer. William begutachtete den Schaden, den die Waldbrände verursacht haben. Die Kanadareise ist bislang nicht nur ihre erste Auslandsreise und ein Abenteuer für die beiden, sie präsentierten sich auch so ... ... interessiert, gut gelaunt – und verliebt, wie selten zuvor. Normalerweise halten sich die beiden in der Öffentlichkeit mit Zärtlichkeiten zurück, doch in Kanada ließen sie ihren Gefühlen freien Lauf. Nach einem Bootsrennen nahm William seine Frau zärtlich in die Arme. Der Herzog und die Herzogin von Cambridge sind seit vergangener Woche in Kanada. Das erste Ziel der Reise war die kanadische Hauptstadt Ottawa, wo das Paar immer wieder von jubelnden Menschenmengen begrüßt wurde, während... ... dem britischen Prinzen William und seiner Ehefrau Kate in der französischsprachigen Provinz Quebec Ablehnung entgegen schlug. In Montreal … … warteten am Samstag einige Dutzend Monarchiegegner auf das Paar, als es zu einem Besuch am Kinderkrankenhaus Sainte-Justine eintraf. Die Demonstranten … … riefen Parolen wie "Nieder mit der Monarchie", "Parasit" und "Französisches Quebec", einige donnerten mit Hammern auf Metall-Eimer. In dem ohrenbetäubendem Lärm waren die anwesenden Fans, … … die "Wir lieben Dich, Kate" riefen, nicht zu hören. Das Paar stieg rasch aus dem Auto und eilte zum Eingang des Krankenhauses. Die Demonstration war von einer Gruppe organisiert worden, die sich für die Verteidigung der französischen Sprache in Nordamerika einsetzt. Ihr Vorsitzender Mario Beaulieu nannte die Monarchie "altmodisch, antidemokratisch und sexistisch" und beklagte die "Assimilierung" der Frankophonen in Kanada. Zum Abschluss des Besuchs in der Hauptstadt traf das Paar im Kanadischen Kriegsmuseum Veteranen. Zuvor pflanzten William und Catherine, die erst am 29. April geheiratet hatten, im Garten des kanadischen Generalgouverneurs einen … … Baum als Symbol ihrer Liebe. Begleitet vom Applaus der Umstehenden schaufelten die 29-Jährigen ein Loch in die Erde und setzten eine Kanadische Hemlocktanne ein. Vor einem Baum, der zu Ehren von Williams 1997 verstorbener Mutter Diana gepflanzt wurde, hielten William und Kate einen Moment inne. Im Garten von Rideau Hall, der Residenz des Vertreters der britischen Königin in dem Commonwealth-Staat, … … werden seit dem Jahr 1907 als Erinnerung an Staatsbesuche Bäume gepflanzt. Die letzte Station ihrer Kanadareise wird am Donnerstag Calgary sein. In der Stadt der "Stampede", des größten Rodeos der Welt, bekommen sie dann Westernstiefel und weiße Cowboyhüte - eine jahrzehntelange Tradition in der Olympiastadt. Am Freitag fliegt der Airbus der kanadischen Luftwaffe William und Kate noch für zwei Tage nach Los Angeles, bevor sie ihre erste Auslandsreise als verheiratetes Paar beenden.
(KURIER.at, KURIER / Nina Ellend, mn, lyk, spp, apa) Erstellt am
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