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04.03.2018

Provokant bis witzig: Die größten Oscar-Skandale

Schwan-Outfit, Bein-Posing und provokante Reden: Die Oscar-Verleihung und ihre Skandälchen.

Provokant bis witzig: Die größten Oscar-Skandale

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Geschwister-Liebe: Heute macht sie auf Mutter Teresa, vor einigen Jahren aber wollte Angelina Jolie mit provokanten Sagern und Aktionen auf sich aufmerksam machen.

Als sie im Jahr 2000 einen Oscar für "Durchgeknallt" bekam, gab sie ihrem Bruder James Haven einen leidenschaftlichen Kuss auf die Lippen. Etwas zuviel Geschwisterliebe für das prüde Amerika.

Verarscht: Noch einmal Angelina Jolie. Mit ihrem Extrem-Bein-Posing bei der Oscar-Verleihung 2012 sorgte die Schauspielerin für Lacher.

Witzige Fotomontagen gab es danach im Netz zu bewundern. Jolie hat danach angeblich ihre Stylistin gefeuert.

Heulkrampf: Überwältigt sind wohl die meisten Gewinner eines Oscars - Halle Berry hat sich 2002 aber gar nicht mehr eingekriegt auf der Bühne der Academy Awards.

Berry plärrte so sehr über ihren Oscargewinn für "Monsters Ball", dass sie beinahe hyperventilierte.

Kratzbürstig: Cameron Diaz gab sich am Red Carpet der Oscarverleihung 2007 zwar zuckersüß, hinter den Kulissen soll das "All American Girl" dann aber ausgezuckt sein. Der Grund: die Flirtlaune von Justin Timberlake.

Der soll Jessica Biel bei den Oscars schöne Augen gemacht haben, was seine frischgebackene Ex Cameron Diaz angeblich zur Weißglut brachte.

Konservativ: Weltweit für Empörung sorgten homophobe Statements einiger Jury-Mitglieder im Jahr 2006. Sie wollten sich den Film "Brokeback Mountain" nicht ansehen, weil sie behaupteten, sich durch die homoerotischen Szenen angegriffen zu fühlen.

Nackig: Als der britische Schauspieler David Niven 1974 seine Rede hielt, flitzte ein nackter Mann über die Bühne, um sich über die Show zu mokieren. Niven nahm's gelassen und riss einen Schmäh über den Nackedei.

Geschmacksfrage: Sie hat den Vogel abgeschossen. Björks Schwan-Kleid bei den Oscars 2001 geht in die Red Carpet-Geschichte ein.

Sie war damals für den besten Song ("I've Seen It All") nominiert. Oscar gab es keinen dafür, wir verleihen der exzentrischen Sängerin aber den Preis für das ungewöhnlichste Outfit am roten Teppich.

Überzeugend: 1940 gewann die afro-amerikanische Schauspielerin Hattie McDaniel den Oscar als beste Nebendarstellerin. Bei der Verleihung musste sie aufgrund ihrer Hautfarbe getrennt von  weißen Schauspielern sitzen. Kollegin Fay Bainter (re.) hielt daraufhin bei der Verleihung eine flammende Rede für die Gleichstellung aller Menschen.

Gewagt. Mit den Worten "Shame on you, Mr. Bush, shame on you!" beendete Michael Moore seine Dankesrede für den Oscar seines Films "Bowling for Columbine". Der Unruhestifter unter den Filmschaffenden nutze die Gelegenheit, um die Politik des damals amtierenden Präsidenten George W. Bush zu kritisieren.

Frech: Südkorea war nicht amused: Der Schauspieler Sacha Baron Cohen schritt 2012 als Diktator verkleidet über den Red Carpet. Und er ging noch weiter: In den Händen hielt er eine Urne, die das Gesicht des verstorbenen nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-Il zeigte.

Demonstrativ: Wegen Vergewaltigungsvorwürfen bleibt Roman Polanski bis heute die Einreise in die USA verwehrt. Als er 2003 dennoch den Oscar für die beste Regie bekam, blieb ein großer Teil des Publikums applauslos sitzen.

Empörend: 1978 wurde Vanessa Redgrave für ihre Rolle in "Julia" ausgezeichnet. In ihrer Rede beschimpfte sie die vor den Türen demonstrierenden Juden als "bunch of zionist hoodlums" (dt.: Haufen zionistischer Ganoven). Daraufhin benötigte sie auf dem Weg nach Hause Polizeischutz.

Kompromisslos: Schon 1970 bezeichnete der Autor George C. Scott die Oscar-Verleihung als Fleischbeschau, die nichts mit Schauspielkunst zu tun habe und von der er nichts halte. Und er blieb konsequent. Als ihm sein Oscar übergeben werden sollte, schwänzte er die Veranstaltung.

Abwesend: 1973 lehnte "Der Pate"-Schauspieler Marlon Brando seinen Oscar kurzerhand ab. Er boykottierte die Zeremonie und schickte an seiner Stelle Sacheen Littlefeather auf die Bühne. Die las einen Brief Brandos vor, in dem er den Umgang mit amerikanischen Ureinwohnern heftig kritisierte. 

Diebisch: Ein Statement gegen die Oscar-Verleihung setzten Diebe im Jahr 2000. Sie wollten die Veranstaltung verhindern. Zuerst ließen sie die Abstimmungskarten für die Jury-Mitglieder verschwinden. Als das nichts half, stahlen sie die Oscar-Trophäen. Ohne Erfolg, die Verleihung fand dennoch statt.