Prinz William: Oma ist "unglaublich"

Für den Zweiten in der Thronfolge ist Queen Elizabeth II. "zuallererst für mich meine Großmutter, und dann die Königin".

Prinz William hat in einem ungewöhnlich persönlichen Interview seine Bewunderung für seine Großmutter, Queen Elizabeth II., ausgedrückt und seine enge Beziehung zu ihr beschrieben. "Sie ist unglaublich", sagte der 29-Jährige in einem Gespräch mit dem Autor Robert Hardman für eine neue Biografie über die britische Monarchin, die seit Samstag als Serie in der Zeitung Daily Mail erscheint. Die Verbindung zwischen ihr und ihm als Zweitem der britischen Thronfolge sei in den vergangenen Jahren immer stärker geworden. Ihr Rat sei für ihn einmalig, aber sie sei eben auch seine Oma. "Ich sage immer: Zuallererst ist sie für mich meine Großmutter, und dann die Königin. Ich nehme ihre Worte sehr persönlich und schätze sie sehr." Er sei voller Bewunderung, dass die heute 85-Jährige in den fast 60 Jahren ihrer Regentschaft nie zusammengebrochen sei. "Man stellt sie vor eine Herausforderung, und sie schafft es. Und wenn ich mir vorstelle, das macht sie seit 60 Jahren, das ist unglaublich."

Im Bild: Queen Elizabeth II. im Jahre 1959. Obwohl die Familie ihr immer wieder rate, einen Gang zurückzuschalten und weniger zu arbeiten, höre sie nicht darauf. "Wir deuten manchmal an, dass wir ihr auch etwas abnehmen können - aber davon will sie nichts wissen." Sie werde erst aufhören, wenn sie wisse, dass sie alles getan habe, um zu helfen. Es sei ihr sehr wichtig, dass sie niemanden im Land im Stich lasse. Er selbst habe keinerlei Interesse daran, vor seinem Vater Prinz Charles den Thron zu besteigen. Es sei eine gute Kombination, wenn erfahrenere und jüngere Mitglieder des Königshauses zusammenarbeiteten. Seine Oma sei ihm auch eine große Hilfe bei seiner Hochzeit mit Kate im April gewesen. So habe sie ihm etwa geraten, von den Vorgaben des Hofes abzuweichen und viele Freunde und Bekannte einzuladen. Gleichzeitig habe sie ihm aber ohne Missverständnis zu verstehen gegeben, dass er in der Uniform der Irish Guards vor den Altar treten werde - egal, wo seine persönlichen Präferenzen lägen. Derweil ist seine Frau, Herzogin Kate, auf Job-Suche:
Nach der ganzen Aufregung um die größte royale Hochzeit des Jahres, den Flitterwochen und diversen öffentlichen Auftritten wurde es in den vergangenen Wochen still um Großbritanniens bekannteste Jungvermählte. Prinz William pilotiert artig seinen Hubschrauber, aber Kate? Die 29-Jährige muss zu Hause sitzen und geht ab und zu einkaufen. Keine Erfüllung für die junge Adelige. Daher sucht die Herzogin von Camebridge eine neue Herausforderung. Nein, sie macht keine Berufsausbildung oder gar ein Zweitstudium, sondern ... .. sie tut, was Royals halt so machen: Sie sucht nach der passenden Wohltätigkeitsorganisation, für ihr künftiges Engagement. Der Einsatz für eine gute Sache ist bei Royals quasi Pflicht und gehört zum guten Ton. Schließlich möchte man ja den Untertanen etwas zurückgeben. Laut einem Sprecher des St. James-Palastes habe Kate daher begonnen, verschiedenen Wohltätigkeitsorganisationen diskrete Besuche abzustatten. Die Entscheidung ist keine leichte, daher muss sich auch eine Herzogin umfassend informieren, um die richtige Wahl über ihre künftige Rolle zu treffen. Doch mit ihrer endgültigen Entscheidung lässt sich die Herzogin noch bis zum nächsten Jahr Zeit. Geheimniskrämerei: Welche Organisationen Kate genau besuche, solle nicht bekannt gegeben werden. "Ihre Interessen sind breit gefächert", sagte der Sprecher. Einfach wird es für die 29-Jährige jedenfalls nicht, denn sie tritt in die berühmten Fußstapfen von Lady Diana, die sich bekanntlich für Landminen und Aidsbekämpfung einsetzte. Die "Prinzessin der Herzen" engagierte sich darüber hinaus für die Krebshilfe und stattete regelmäßig Menschen in Obdachlosenheimen Besuche ab.

Im Bild: Mutter Theresa im Gespräch mit Lady Di. Doch gibt es einige Dinge, in denen die junge Herzogin bereits ihr Talent bewiesen hat, zwar weniger wohltätig, aber in ihren Kreisen wichtig: Händeschütteln, ... ... Blumen entgegennehmen, ... ... immer lächeln, ... ... Kunst, ... ... Stylingratgeberin: perfekter Hut zum perfekten Kleid. Daher überrascht es nicht, dass zumindest einer von den Talenten seiner Catherine überzeugt ist: Prinz William. Doch vielleicht sollte es sich Catherine gar nicht so schwer machen, schließlich warten die Briten doch nur auf eine Meldung wie diese vom 14. November 1948: "Ein Prinz wurde von Elizabeth geboren". Veraltete Ansicht, ja mit Sicherheit, doch nichts bringt den Royals so viel Sympathiepunkte wie die Geburt eines neuen Thronfolgers oder einer Thronfolgerin.
(KURIER.at / Lydia Kozich, Alexandra Uccusic apa) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?