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04.12.2018

Prinz Ernst August verkauft Schloss Marienburg - für einen Euro

Vor einem Jahr hatten Prinz Ernst August jr. von Hannover und Prinzessin Ekaterina auf dem Schloss noch Hochzeit gefeiert.

Im Juli 2017 hatten Prinz Ernst August jr. (35) und Prinzessin Ekaterina (32) auf Schloss Marienburg Hochzeit gefeiert. Nun soll das Welfenschloss den Besitzer wechseln – und das für gerade einmal einen Euro.

Schloss Marienburg für einen Euro verkauft

Medienberichten zufolge habe der Sohn von Ernst August von Hannover und dessen Ex-Frau Chantal Hochuli den Verkauf des Schlosses bei einer Pressekonferenz bestätigt. Demnach gehe die in Pattensen bei Hannover gelegene Sommerresidenz der Welfen für einen symbolischen Euro an das Land Niedersachsen.

Da das Bundesland das Schloss aus rechtlichen Gründen nicht kaufen könne, werde die Liemak Immobilien GmbH der offizielle Besitzer.

Namensgeberin für das Märchenschloss war Königin Marie. Im Jahr 1857 hatte König Georg V. von Hannover seiner Ehefrau Marie Schloss Marienburg zum 39. Geburtstag geschenkt.

Marodes Märchenschloss

Prinz Ernst August jr. hatte das Schloss vor vierzehn Jahren von seinem Vater Prinz Ernst August übernommen. Die Familie könne das Anwesen mit seinen 135 Zimmern aber nicht mehr erhalten.

Das sanierungsbedürftige Welfenschloss soll nun einer Renovierung unterzogen werden. Das Kulturministerium schätzt die Kosten für die Sanierung auf 27 Millionen Euro. Der Bund soll 13,6 Millionen Euro zugesagt haben. Die restlichen Kosten übernehme das Land Niedersachsen.

Unterstützt von verschiedenen Stiftungen übernimmt das Landesmuseum Hannover zudem rund hundert Stücke aus dem kulturhistorischen Inventar im Wert von zwei Millionen Euro. Weitere Gegenstände im Wert von sechs Millionen Euro sollen von einer eigens dafür gegründeten Kunststiftung übernommen werden.

"Der heutige Tag ist für mich von großer Bedeutung. Das gemeinsam entwickelte Modell sichert Schloss Marienburg und sein Inventar dauerhaft für die Öffentlichkeit. Das war von Anfang an eine Herzensangelegenheit von mir. Deshalb bin ich der Niedersächsischen Landesregierung sehr dankbar", erklärte Prinz Ernst August jr. in der Pressekonferenz.

Die niedersächsischen Grünen sehen bei dem geplanten Verkauf wegen angeblicher Heimlichtuerei einen mehrfachen Rechtsbruch und wollen dagegen vorgehen. "Wir prüfen gerade alle parlamentarischen Mittel", sagte Grünen-Fraktionschefin Anja Piel.