Paul Sedlmeir: Das Hörbiger-Gen setzt sich durch

Dem KURIER erzählt der Urenkel von Paul Hörbiger, warum er kein Arzt, sondern Schauspieler wurde.

Keine Frage. Sein spitzbübischer Charme, seine höfliche, zuvorkommende Art, und nicht zuletzt die Ähnlichkeit zu seinem Urgroßvater Paul Hörbiger lassen keinen Zweifel offen: Paul Sedlmeir ist ein waschechter Hörbiger. "Ich heiße Paul, weil mein Opapa, Paul Hörbiger, sechs Monate, bevor ich auf die Welt kam, gestorben ist. Ich wurde nach ihm benannt", erklärt Sedlmeir im Gespräch mit dem KURIER. "Leider habe ich ihn nicht mehr kennengelernt."

Im Bild: Pauls Urgroßvater Paul Hörbiger. Am Donnerstag feierte der fast 30-jährige Sohn von Paul Hörbigers Enkelin, Manuela Sedlmeir (geb. Tramitz ) im neuen Wiener Stadtsaal eine besondere Premiere: Als Knecht in "Der Watzmann ruft" (noch bis 3. September zu sehen) stand der gebürtige Münchner erstmals in Österreich auf der Bühne. "Es freut mich wahnsinnig, hier zu spielen, es ist, wie zu seinen Wurzeln zurückzukehren. Nicht nur, weil mein Urgroßvater hier gelebt hat, sondern weil viele Verwandte von mir hier sind." Mavie Hörbiger, die Tochter seines Onkels Thommy Hörbiger, der im Mai dieses Jahres gestorben ist, hat Paul schon besucht. Auch Maresa Hörbiger und ihren Sohn Manuel Witting. Seine Tante gab ihm einen Ratschlag mit auf den Weg: "Spiel, was du spielen kannst, sammle Erfahrung." Denn: "Ich habe noch nie eine Schauspielschule besucht."

Nach dem Gymnasium begann der Neffe des "Der Schuh des Manitu"-Stars Christian Tramitz in der Produktionsfirma, die auch die "Bully Parade" produziert, zu jobben. "Dann bekam ich die Nachricht, dass ich zum Medizin-Studium zugelassen wurde. Nach einem halben Semester habe ich jedoch abgebrochen, weil mir etwas fehlte. Ich habe gespürt, dass ich vor der Kamera arbeiten möchte." Neben seinem Wien-Engagement, dreht Sedlmeir zurzeit für die neue ARD-Krimi-Serie "Hubert & Staller ", die ab November zu sehen ist: "Ich spiele wieder einen Polizisten. Das habe ich schon so oft gespielt! Ich weiß auch nicht, warum."
(kurier) Erstellt am
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