Munter geht die Sisi unter! – titelten die Tageszeitungen nach der Welturaufführung von "Elisabeth" am 3. September 1992. Munter und megaberühmt tauchte bei der Jubiläumspremiere der Originalcast auf.
Munter geht die Sisi unter! – titelten die Tageszeitungen nach der Welturaufführung von "Elisabeth" am 3. September 1992. Munter und megaberühmt tauchte bei der Jubiläumspremiere der Originalcast auf.
Ur-Tod Uwe Kröger: "Einer hat sogar geschrieben, dass sich die Darsteller erst einmal verdienen müssen, dass man sich ihre Namen merkt. Die Kritiker haben damals nicht kapiert, was das für ein Erfolg wird, das Publikum schon."
Mittwoch, 5. September 2012. Was für ein Blitzlichtgewitter vor dem Wiener Raimundtheater, als Uwe, die erste Elisabeth Pia Dowes (Bild), Lucheni Ethan Freeman, Viktor Gernot (einstiger Kaiser Franz Josef) und viele mehr den Red Carpet beschritten.
Berührende Geste beim Schlussapplaus: Neo-Intendant Christian Struppek bat zu den neuen Stars (Annemieke van Dam alias Elisabeth, Mark Seibert – der schöne Tod, beide im Bild) auch die "alte" Besetzung auf die Bühne und fragte jeden einzelnen Schauspieler nach seiner damaligen Rolle.
Als er zu dem zwei Meter großen Felix Purzner (li.) kam, antwortete dieser: "Ich war der kleine Rudolf." – also derjenige, der den Kronprinzen als Kind spielte. Gleich darauf fuhr der um vieles kleinere Andi Bieber fort: "Und ich war der große Kronprinz Rudolf."
Ein Familien-Treffen der anderen Art fand im Publikum statt. Eduard Habsburg, der Ur-Ur-Ur-Enkel von Elisabeth kam mit zehn echten Nachfahren der Kaiserin zur Vorstellung.
Hätten wir noch die Monarchie, wie müsste man ihn dann ansprechen? Eduard: "Dann wäre ich als Nachfahre von ihrer Tochter Gisela ein Erzherzog und damit eine kaiserliche Hoheit. Aber in meinem Pass steht Dr. Eduard Habsburg und auf den Doktortitel bin ich am meisten stolz." Was macht Herr "Kaiser" heute beruflich? "Ich bin Autor, habe unter anderen für den ORF die Komödie ‚Der Weihnachtshund‘ geschrieben."
Im Bild: Peter Weck, der 1992 Elisabeth auf die Bühne brachte (re. die Serafins)
Abseits des Musicals spielte sich die Versöhnung von Uwe Kröger und Marika Lichter ab. Sie war lange seine Managerin. Nachdem er diese Geschäftsbeziehung unsanft abgebrochen hatte, herrschte drei Jahre Funkstille.
Im Bild: Christian Struppeck bedankte sich beim gesamten Team mit einer Torte.
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