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12.12.2017

Milaist keine "Bad Mom"

Die Schauspielerin spricht über Familie, Weihnachten und Kindererziehung.

Mila Kunis (34) war acht, als ihre Familie aus dem heimischen Chernivtsi, Ukraine, damals noch UDSSR nach Los Angeles emigrierte. Der amerikanische Traum hatte sie ein Jahr später in den Klauen, als sie ihren ersten Schauspielagenten bekam. Als Teenager spielte Mila in der Sitcom That 70s Show und traf dort ihren späteren Freund und jetzigen Ehemann Ashton Kutcher (39), mit dem sie zwei Kinder hat. Auf der Leinwand spielt sie zurzeit auch eine Mutter in Bad Moms Christmas, der Fortsetzung zur megaerfolgreichen Komödie Bad Moms.KURIER: Welche Beziehung – außer keine – haben Sie als Jüdin zu Weihnachten, so wie es im Film gezeigt wird?

Mila Kunis: Danke für diese Frage: keine! Ich bin als Jüdin im kommunistischen Russland aufgewachsen! Aber es war die Ukraine, und dort sind die Leute immer schon sehr religiös gewesen, Kommunismus oder nicht. Soll heißen, dass meine christlich-orthodoxen Freunde 12 Stunden in der Kirche saßen und beteten. In den USA wird Weihnachten mit einem Christbaum, dem Santa Claus und Geschenken assoziiert. In der Ukraine gab es keinen Christbaum zu Weihnachten, sondern nur einen zu Neujahr. Er hieß nicht Christbaum, sondern Winterbaum, und Santa Claus war Herr Frost. Und als ich dann nach Amerika kam, hieß es, oh wir feiern hier nicht die Geburt Christi, sondern den Kapitalismus. Und meine Eltern haben das sofort aufgesaugt und einen Plastikbaum mit komischen Miniglühbirnen gekauft. Sie sind sehr bodenständig, aber Ihre Kinder wachsen mit zwei berühmten Elternteilen in Hollywood auf. Wie halten Sie da die Balance?Oh, Sie können mir glauben, ich ziehe keine verzogenen Fratzen groß. Bei uns gibt’s keine Gucci-Tascherln zum dritten Geburtstag. Ich habe auch keine berühmten Freunde, daher wachsen meine Kinder nicht im Glaspalast auf. Was ich am meisten liebe ist, wie man sich mit anderen Eltern anfreundet und jeder gibt in regelmäßigen Abständen eine Riesenparty. Wenn ich die Party organisiere, dann rackere ich mich ab, und alle anderen haben Ruhe und trinken Wein während die Kinder beschäftigt sind. Und die nächsten fünf Male trinke ich Wein und sehe zu wie meine Kinder nach drei Stunden Rumrennen mit den anderen so erschöpft sind, dass sie sofort schlafen gehen. Herrlich! Was ist der größte Unterschied zwischen Ihnen und Ihrem Mann?Ganz einfach: ich war nie an der geschäftlichen Seite meines Jobs interessiert. Wenn ich eine Rolle bekomme, lasse ich meinen Rechtsanwalt die Details ausmachen und will nichts davon wissen. Wenn mir eine Füllfeder gefällt, kaufe ich zwei. Mein Mann investiert in die Füllfedernfirma. Wenn er mich öfter im selben Pulli sieht, sagt er "gefällt dir der Pulli? Ist der von Gap? Gut, die sind an der Börse, geh und kauf Aktien." Und das habe ich von ihm gelernt: ich investiere in die Firma, nicht ins Produkt.