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25.09.2018

Hunziker über Zeit in Sekte: "Durfte nicht mal an Sex denken"

"Ich glaubte, dass es außerhalb dieses Zirkels für mich nichts mehr gäbe, dass ich krank werden und sterben würde."

Für ihr Leben in einer Sekte hat sich Michelle Hunziker (41) nach eigenen Worten komplett aufgeben müssen - das berichtet der Fernsehstar in einer neuen Autobiografie. In ihren Zwanzigern habe sie für die vermeintliche Liebe der Sektenführerin ihr Urteilsvermögen und ihren freien Willen geopfert.

Michelle Hunziker über Leben in Sekte

"Ich glaubte, dass es außerhalb dieses Zirkels für mich nichts mehr gäbe, dass ich krank werden und sterben würde", zitiert Bild aus dem Buch "Ein scheinbar perfektes Leben" der Moderatorin.

Mit Anfang 20 sei sie in die Fänge der Sekte "Krieger des Lichts" gelockt worden. Über ihren damaligen Ehemann, Eros Ramazotti lernte Hunziker die Sektenführerin Celia kennen. Von dieser habe sie zunächst bedingungslose Liebe, Fürsorge und Aufmerksamkeit erfahren. Die Zurückweisung, die darauf gefolgt sei, sei für sie unerträglich gewesen: "Ich hätte alles getan, um die symbiotische Verbindung wiederherzustellen, die in meinen Augen die einzig wahre Liebe meines Lebens war."

"Durfte nicht mal an Sex denken"

Die Regeln innerhalb der Sekte waren laut Hunziker streng: "Man durfte nicht rauchen, keinen Alkohol trinken, kein Fleisch, keinen Fisch, keine Eier, keine Milchprodukte essen. Eine Pizza war nichts anderes als ein Konzentrat dämonischer Kräfte."

Auch Sexualität habe die Sekte verdammt: "Masturbation war verboten", so Hunziker. "Wenn ich meine künstlerische Kreativität nicht zerstören wollte, durfte ich an Sex nicht mal denken."

Nach und nach sei sie von Celia in die Isolation geführt worden. "Ich brach den Kontakt zu meiner Mutter ab, zu lieben Freunden und Kollegen. Ich gefährdete meine gesamte berufliche Karriere."

Nach fünf Jahren schaffte Hunziker nach eigenen Worten den Ausstieg. Die Autobiografie "Ein scheinbar perfektes Leben" erscheint am 28. September.