Melanie Scheriau in New York.

© /Thomas Schauer >> studio for pho

Austria’s next Topmodel
09/11/2014

Melanie Scheriau: "Ich vertraue dem Schicksal!"

Zum Start von "Austria's next Topmodel - Boys & Girls" das Interview mit Melanie Scheriau

Dass Melanie Scheriau (34) eine Modelfigur hat, ist trotz Babywölbung im siebten Monat sichtbar. Vom Schwangerschaftsbauch wird man auch beim Start von "Austria’s next Topmodel – Boys & Girls" (Puls4, Donnerstag, 20.15 Uhr) wenig sehen. Die zweite Staffel wurde – mit Ausnahme des Finales – schon im Sommer abgedreht. "Voriges Jahr bin ich ins kalte Wasser gesprungen. Dieses Jahr habe ich mich schon viel wohler und lockerer vor der Kamera gefühlt", erzählt Scheriau im persönlichen Interview im New Yorker Stadtviertel Soho, wo das Topmodel auch über ihre Schwangerschaft und die Pläne nach der Geburt erzählt.

KURIER: Frau Scheriau, sind Sie zufrieden mit den Kandidaten der neuen "Austria’s Next Topmodel"-Staffel?Melanie Scheriau: Der Cast dieses Jahr ist wunderbar. Es ist sehr viel Potenzial dabei und es sind sehr starke Mädchen und Burschen in der Staffel. Dadurch, dass erstmals auch Burschen mitmachen, sind ganz neue Dynamiken entstanden. Es gab natürlich auch Streit, aber die Burschen haben die Mädchen getröstet, sie aufgebaut und ihnen Komplimente gemacht. Das war süß. Aber der Titel kann nur eine Starthilfe sein. Alles, was man in dieser Sendung lernt, muss man mitnehmen und am besten ins Ausland gehen.

Sie haben in Interviews oft betont, dass das Modelbusiness eine sehr oberflächliche Szene ist. Warum empfiehlt man jungen Menschen, in diese Branche zu gehen?

Ich habe mit 16 als Model gestartet und durfte gleich nach Japan fliegen. Das war natürlich toll. Weg von den Eltern, es gab jeden Tag Partys. Für einen jungen Menschen ist das das Aufregendste überhaupt. Aber irgendwann erreichst du das Alter, in dem sich das alles abnützt und du dir denkst: Okay, das sind immer wieder die selben Menschen, die selben DJs. Da sehnt man sich nach ein bisschen mehr Tiefgang und man erkennt, dass man nur eine Sales-Person ist, die etwas mit dem Körper verkauft.

Wer ist Ihr Vorbild? Etwa Heidi Klum?

Wenn ich ein Vorbild habe, dann ist es das "Original" Tyra Banks.

Ihre Schwester ist im Moment auch schwanger. Schwangerschaft in New York und Österreich – wo liegen da die Unterschiede?

Die medizinischen Vorsorgeuntersuchungen sind in Österreich viel besser. Aber in den USA ist die Vorbereitung auf das Baby sehr intensiv. Ich bin bei drei Vorbereitungskursen angemeldet. Bei Baby One-o-One lernen Mutter und Vater, wie man das Baby badet, wie versorgt man den Nabel oder wie montiert man den Kindersitz im Auto. Außerdem besuche ich noch einen Geburtskurs und einen extra Presskurs.

Wie lange wird die Babypause dauern?

Ich habe keinen Victoria’s-Secret-Vertrag, sodass ich innerhalb einer Woche wieder topfit sein muss. In den letzten Jahren habe ich viel gearbeitet und Geld gespart. Jetzt kann ich mir für mein Baby Zeit nehmen.

Trainieren Sie auch während der Schwangerschaft?

Ich besuche einen pränatalen Yoga-Kurs, mache Stretching und bin jeden Tag in meinem privaten Fitnessraum. Täglich 45 Minuten sanftes Work-out stehen auch in der Schwangerschaft auf meinem Programm.

Werden Sie ins Modelbusiness zurückkehren?

Ich habe meine Karriere nie geplant, es ist immer alles von selbst passiert. Außerdem hängt das davon ab, wie schnell mein Körper wieder fit ist. Aber ich muss nicht unbedingt zurückkehren. Ich vertraue dem Schicksal.

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