Megan Fox: Die Pechsträhne hat endlich ein Ende

Die Schauspielerin lieferte seit Jahren Flop um Flop. Jetzt scheint das Glück endlich wieder auf Fox' Seite.

Endlich darf sie sich wieder über einen beruflichen Erfolg freuen. Megan Fox, die vom Beauty-Doc aufgehübschte Schauspielerin, sorgt mit dem Blockbuster "Teenage Mutant Ninja Turtles" für volle Kinokassen, auch wenn sie viele Kritiker erneut nicht von ihrem Schauspieltalent überzeugen kann. Der Actionkracher hat am ersten Wochenende mehr als 90 Millionen Dollar eingespielt. Ein zweiter Teil ist bereits für 2016 fixiert. Pikant: Wieder ist es ein Werk von Blockbuster-Spezialist Michael Bay, der Megan Fox "zum Schotter" führt. Bay produziert den Neuaufguss des Schildkrötenstreifens. Offenbar haben sich die beiden Streithähne wieder versöhnt. Bay war es, der Fox als sexy Aufputz in seiner "Transformers"-Reihe zum großen Durchbruch verholfen hat. Der Regisseur transformierte Fox von einer relativ unbekannten Gelegenheitsschauspielerin zum weltweit bekannten Star. Doch die vom Beauty-Doc modellierte Schönheit überwarf sich mit Bay. Im dritten Teil durfte Fox nicht mehr mit von der Partie sein. Streit mit Regisseur Michael Bay
Regisseur Michael Bay und Produzent Steven Spielberg feuerten sie kurzerhand, als sie den Regisseur in einem Interview mit Napoleon und Hitler verglich. Bay genieße es, sich am Set wie ein Diktator zu benehmen, so Megan. Der Regisseur war daraufhin gar nicht gut auf seinen einstigen Schützling  zu sprechen und meinte ironisch: "Es tut mir leid, Megan. Es tut mir leid, dass ich dich 12 Stunden habe arbeiten lassen. Es tut mir leid, dass ich wollte, dass du pünktlich bist." Nachdem Michael Bay die 28-Jährige fallen ließ, gab es keine Transformers mehr für Megan - und keinen Erfolg. Die zweifache Mutter, die seit zehn Jahren mit Brain Austin Green liiert ist, suchte sich ein miserables Skript nach dem anderen aus. Ihre Flops am Fließband
Alle Filme, in denen sie die Hauptrolle übernahm, floppten gewaltig. Große Aufträge wurden schnell weniger, in den letzten drei Jahren gab es nur noch kleine Auftritte in Komödien für Fox. In einem Interview hat die Schauspielerin zugegeben, dass sie ein Händchen für schlechte Rollen hat. "Jennifers Body"
Megan wollte zunächst mit der Horror-Komödie "Jennifer's Body – Jungs nach ihrem Geschmack" an ihre "Transformers"-Erfolge anknüpfen. Der Film mit Fox in der männerverspeisenden Hauptrolle blieb allerdings stark hinter den Erwartungen zurück, Kritiker waren sich einig, dass "Jennifer's Body" zeige, dass Megan keinen Film im Alleingang tragen könne. "Jonah Hex"
Fox, die in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs und streng katholisch erzogen wurde, nahm sich die Kritiker-Schelte zu Herzen und spielte in der Comic-Verfilmung "Jonah Hex" eine kleinere Rolle. Doch die wurde zu einer noch peinlicheren Nummer. Gleich zwei Nominierungen für die Goldene Himbeere bekam sie mit der Verkörperung der Westernbraut Lilah - als schlechteste Schauspielerin und gemeinsam mit Josh Brolin als schlechtestes Leinwandpaar. Bei einem Budget von 47 Millionen Dollar spielte der Film nur 10 Millionen wieder ein. Nach dem miesen Start in den USA hieß es in den anderen Ländern: direkt auf DVD. Passion Play
Danach drehte sie mit Mickey Rourke, der mit "The Wrestler" sein großes Comeback feierte und auch am Blockbuster "Iron Man 2" beteiligt war. Megan und er spielten 2010 die Hauptrollen in "Passion Play". Im Mittelpunkt steht ein erfolgloser Jazz-Trompeter (Rourke), dem ein Engel (Fox) erscheint und nicht mehr von der Seite weicht. Allerdings will ein Gangsterboss namens Happy Shannon (Bill Murray) die beiden auseinanderbringen. Die eigenwillige Story wurde nur in wenigen US-Kinos gezeigt, danach kam der Film auf DVD heraus. Lediglich 4.000 Dollar hatte der Film einspielen können. Auf der Kritik-Seite rottentomatoes.com gibt es für den Thriller läppische 2,3 von 10 Punkten. Selbst Mickey Rourke bezeichnete die Engels-Geschichte im Nachhinein als furchtbar. Angebliches Talent
So weit, so schlecht. Megan bemüht sich zwar um den schauspielerischen Erfolg, sie dreht regelmäßig und Kollegen wie Rourke schwärmen von Fox ("Sie ist wahrscheinlich die talentierteste Schauspielerin, mit der ich je gearbeitet habe"). Krtiker sehen das ganz anders. Ihr angebliches Talent hält sie gut versteckt. Das Problem erkennt Megan selbst: Wenn sie Drehbücher lese und einen Charakter interessant finde, würde sie ihn spielen wollen und das Angebot annehmen, egal ob der Rest des Skripts mies sei oder nicht. Sie habe das Problem, auch von schlechten Drehbüchern beeindruckt zu sein. Es müsste jemand geben, so Megan, der eingreift und ihr immer wieder sagt: "Du kannst das nicht machen. Ich weiß, dass es interessant zu lesen ist, aber es wird als Film nicht funktionieren." Bei ihren letzten Projekten hat sie tief gestapelt, was nach den Flops auch unumgänglich war. Sie übernahm eine äußerst kleine Rolle im Film "Friends with Kids", der am Toronto Filmfestival gezeigt wurde. Auch im Klamauk-Film "The Dictator" von Sacha Baron Cohen zeigte sich Fox. In einer kurzen Szene spielt sie sich selbst und beweist damit Humor. In der Komödie "This is Forty" zeigte sich der Männerschwarm freizügig in einer Mini-Rolle. Den sexy Posen und Bildern hat sie nach der Geburt ihres ersten Sohnes im Jahr 2012 abgeschworen. Ob sie sich wirklich von ihrem Sexbomben-Image verabschieden kann, bleibt abzuwarten. Die Frage ist nämlich auch, wieviel ohne ihr Vamp-Image von Fox übrig bleibt. Ihre Schauspielleistung wird im aktuellen "Turtles"-Film erneut bemängelt. Offensichtlich ist diese aber nicht zwingend notwendig, um ab und zu einen Hollywood-Hit zu landen. "Die Kritiker können mich mal", so Fox über die schlechten Reviews. Das Einspielergebnis gibt Megan recht ... ob sie im zweiten Teil mit von der Partie ist, steht allerdings noch nicht fest.
(kurier / mich) Erstellt am