Mary von Dänemark: Zwillinge vor Weihnachten erwartet

Der Geburtstermin der Zwillinge ist für Jänner 2011 angesetzt - die Vorbereitungen laufen bereits seit Wochen auf Hochtouren: Die Entbindungsstation im "Rigshospitalet" wurde geräumt, zum Unmut vieler schwangerer Däninnen.

Hat das dänische Königshaus mit dem offiziell im Jänner angesetzten Geburtstermin der Zwillinge geschwindelt, um Mutter und Kinder unter Ausschluss der Öffentlichkeit einen ruhigen Start zu ermöglichen? Das vermutet zumindest das dänische Blatt B.T., denn die Geburtsvorkehrungen laufen bereits seit Wochen auf Hochtouren, was die Vermutung einer strategischen Irreführung des dänischen Königshofes nährt. Seit Wochen etwa steht das Ärzteteam des Rigshospitalet in Kopenhagen in Alarmbereitschaft. Sogar die Hälfte der Kreissäle sind aus sicherheitstechnischen Gründen gesperrt, Wochenbetten teilweise geräumt, was der Kronprinzessin harsche Kritik werdender Mütter einbrachte, da diese nun in anderen Spitälern entbinden müssen. "In Verbindung mit der Geburt der Zwillinge sind eine ganze Reihe von Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und das braucht Platz", erklärte die Kliniksprecherin Lisbeth Westergaard dieses Vorgehen. Aber noch ein weiteres Faktum verärgert die schwangeren Däninnen: Während in Dänemark gemäß eines Sparpakets im Gesundheitsbereich alle frisch entbundenen Frauen so schnell wie möglich nach Hause geschickt werden, kann Mary so lange wie nötig nach der Entbindung im Spital verweilen. Die Kronprinzessin zog sich bereits im November aus dem öffentlichen Leben zurück, um in den letzten Wochen vor der Geburt ihres Zwillingspärchens jeglichen Stress von sich fernzuhalten. Zwillingsschwangerschaften sind bekanntermaßen mit höherem Frühgeburtsrisiko verbunden. Die 38-Jährige wird während der Geburt wieder volle Unterstützung ihres Ehemannes erhalten. Kronprinz Frederik will bei der Niederkunft nicht nur zuschauen, sondern gleich selbst aktiv mithelfen: Während das zweite Baby das Licht der Welt erblickt, will er die Nabelschnur des ersten durchschneiden und es willkommen heißen - so wird zumindest kolportiert.

Hier im Bild: Kronprinz Frederik nach einem Fahrradunfall im Frühherbst dieses Jahres. Das Paar lernte sich während der Olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney kennen - angeblich stellte sich Frederik als "Fred aus Dänemark" vor. Mary wusste anfangs nichts über die Herkunft ihres zukünftigen Mannes. Geheiratet wurde 2004 in Kopenhagen. Mary, gebürtige Australierin war vor ihrer Hochzeit als Marketingexpertin tätig. Sie und Frederik konnten die Beziehung zwei Jahre lang geheim halten. Das Paar hat bereis zwei Kinder: Prinz Christian Valdemar Henri John zu Dänemark (4) und Prinzessin Isabella Henrietta Ingrid Margrethe zu Dänemark (3). Mary und Frederik sind beim dänischen Volk äußerst beliebt - im Frühling dieses Jahres wünschte sich laut einer Umfrage eine knappe Mehrheit der Dänen die Abdankung der amtierenden Königin Margrethe II., Frederiks Mutter, an ihrem 70. Geburtstag. Dieses überraschende Ergebnis hat eine Umfrage für Danmarks Radio (mit tausend Befragten) ergeben: 46 Prozent sprachen sich dafür und 38 Prozent dagegen aus, dass Margrethe den Thron ihrem ältesten Sohn, Kronprinz Frederik überlässt. Die in Dänemark regierende Dynastie ist ein Zweig des Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg. Durch das Thronfolgegesetz von 1953 wurde die weibliche Erbfolge eingeführt. So konnte nach dem Tod von König Frederik IX. im Jänner 1972 dessen älteste Tochter Margrethe Königin werden. Was wäre ein Kronprinzenpaar ohne entsprechende Residenz? Im September dieses Jahres sind Mary und Frederik in das Schloss Amalienborg eingezogen, das der Staat zuvor für  220 Millionen Kronen (etwa 30 Millionen Euro) aufwendig instand gesetzt hatte. Nach der Fertigstellung im Februar 2010 war die neue Residenz auch dem Volk zugänglich und zur Besichtigung freigegeben.
(KURIER.at, APA / nv) Erstellt am
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