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08.06.2018

Königlich ungerecht: Herzogtitel "Sussex" geht nur an Söhne

Den vornehmen Namenszusatz "Herzogin oder Herzog von Sussex" dürfen künftig nur männliche Nachfahren des Paares tragen.

Nach ihrer Heirat im Mai hat Queen Elizabeth ihrem Enkel Prinz Harry und seiner frischvermählten Frau Meghan den noblen Namenszusatz "Herzog und Herzogin von Sussex" verliehen.  Weiblicher Nachwuchs des Paares wird allerdings künftig ohne diesen auskommen müssen.

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Königliche Ungerechtigkeit

Die Gesetzeslage in England besagt, dass nur männliche Nachkommen den Herzogtitel der Eltern weiterführen dürfen. Töchtern müssen somit mit dem Adelstitel "Lady" vorlieb nehmen. Im Falle eines Sohnes würde das Kind den Titel "Duke of Sussex" übernehmen. Ob sich Meghan und Harry gegen diese veralterte Regelung wehren werden, ist allerdings fraglich, auch wenn Queen Elizabeth durchaus in der Lage wäre, die steifen Namens-Regeln abzuändern.

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300 Jahre männlicher Vorzug

Es kam ja bereits zu einigen Änderungen, was die Kinder der Königsfamilie betrifft. Hieß es die letzten dreihundert Jahre noch, dass königliche Burschen gegenüber ihren Schwestern in der Thronfolge bevorzugt werden müssen, durfte Prinzessin Charlotte selbst nach der Geburt ihres Sohnes Louis ihren Rang in der königlichen Thronfolge behalten. Das Gesetz trat übrigens bereits vor der Geburt von William und Kates süßem Sohn George in Kraft.

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Handzahme Queen

Bedenkt man, wie zahm die Queen inzwischen mit ihren 92 Jahren ist, könnte sie für Harry und Meghan also durchaus noch etwas ändern. Denn allem Anschein nach hat Elizabeth einen Narren an der neuen Herzogin gefressen. So lässt sie Meghan um einiges mehr durchgehen als noch bei Williams Frau Kate. Auch für den ersten gemeinsamen Termin ohne Harry am 14. Juni darf Herzogin Meghan gemeinsam mit der Queen im Zug (einem Saloon-Wagon von Queen Victoria aus dem Jahr 1842) nach Chesire reisen um dort unter anderem das Storyhouse Theater zu eröffnen.

Ganz titellos werden die etwaigen weiblichen Kinder des Paares also hoffentlich nicht ausgehen. Der Druck, der aber somit auf Herzogin Meghan lastet, einen Sohn zu bekommen, mag auch nicht lupenrein sein.