Kate & Will: England für Blaublut-Touristen

Die Royals kurbeln den Tourismus an: In London spaziert man auf den Spuren von William und Kate, eine Bustour bringt den Reisenden Kates Kindheit näher.

Die Royals als Sehenswürdigkeit: Romantisch veranlagte Anhänger der britischen Monarchie können auf einem Spaziergang durch London die Höhen und Tiefen der Beziehung von Prinz William und Kate Middleton nacherleben. 

(Bild: St. James Palast in London samt Fremdenführerin) Ein britisches Unternehmen führt Interessierte für 15 Pfund (18 Euro) an Orte, die für die Beziehung der beiden von Bedeutung sind. 

(Bild: Royal Chapel) Stopps gibts unter anderem an der "Royal Chapel", ... ... am Nachtclub Mahiki, wo William nach einer zeitweiligen Trennung 2007 seinen Kummer verarbeitete. Da wird auch schon mal die Speisekarte zur Sehenswürdigkeit. Weiterer Fixpunkt: Die Westminster Abbey, ... ... wo das Paar am 29. April getraut wird. Im Souvenir-Shop der Westminster Abbey können sich Kate & William Fans mit allerhand Nippes eindecken. Weiter geht es in die Bruton Street in London. Ein Schild weist darauf hin, das Königin Elizabeth II hier das Licht der Welt erblickte. Dieser Schuhhändler, genauer gesagt John Lobb Bootmaker, ist kein gewöhnliches Geschäft. Hier lassen sich die Royals ihre Schuhe maßschneidern. Grund genug, Teil der Tour zu werden. Hier deutet die Tour-Führerin auf ein Büro-Gebäude, die Adresse: 13 Albenarle Street in London.

Noch nie gehört? Sollten Sie aber, denn hier arbeitete Kate Middletons Großvater... Next Stop: Garrad - dieser exklusive Juwelier fertigt die Juwelen der blaublütigen Familie. Und hier - ganz wichtig - sieht man einen "Jigsaw Shop". Vor ihrer Beziehung mit William arbeitete Kate in diesem Geschäft. Weiter geht es zum Clarence House, der offiziellen Residenz von Prinz Charles, und ... ... zum St. James Palace, dem offiziellen Verwaltungssitz des königlichen Hofes. Nicht vergessen wird bei der Tour natürlich auf den Buckingham Palace, ... ... der offiziellen Residenz des britischen Monarchen in London. Neben seiner Funktion als Wohnung von Königin Elisabeth II. dient er auch als Austragungsort für offizielle Anlässe des Staates. Übrigens: Ein heißer Tipp für Schaulustige am Tag vor bzw. am Tag der Hochzeit ist die Gegend rund um das Goring-Hotel in London. 

Kate Middleton will hier ihre letzte Nacht als Junggesellin verbringen, auch ihre Familie soll in dem Nobelhotel übernachten. 

Das Luxushotel liegt in der Nähe des Buckingham Palastes. Die Fünf-Zimmer-Suite für Kate wurde dem Bericht zufolge erst vor kurzem für 150.000 Pfund auf den neuesten Stand gebracht. In den Räumlichkeiten steht ein Flügel, eines der beiden Badezimmer hat einen wasserdichten Fernseher, die Toilette ist antik. Lust auf eine weitere Tour? Dann wäre diese vielleicht etwas für Sie, diesmal geht es allerdings nur um die Braut, um Kate Middleton. Der Busunternehmer Adrian Morton bietet Reisen nach und in Stanford Dingley bei Bucklebury (Grafschaft Berkshire), dem Heimatort von Kate Middleton, an. Ihm zur Seite steht Reiseleiterin Charmian Griffiths (Bild). Middleton ist in Stanford Dingley nicht nur aufgewachsen und zur Schule gegangen, sie hat hier bis vor wenigen Wochen noch im Unternehmen ihrer Eltern gearbeitet und wohnt auch jetzt noch teilweise bei ihrer Familie. Die Fahrt geht durch die Grafschaft Berkshire, vorbei an Kates Elternhaus in Bucklebury, dem Stammpub ihrer Eltern, ihren Schulen und sogar ihrer Taufkirche. Vom Rummel um Kate und William will schließlich jeder ein bisschen profitieren. Eines der Highlights ist das Pub "The Old Boot Inn". Nach Angaben des Wirtes saßen hier schon Kate Middleton und der britische Prinz William bei dem einen oder anderen Getränk zusammen. Nun dürfen "Blaublut-Touristen" auf ebendiesen Sitzen Platz nehmen. Die Heimat der künftigen Prinzessin Kate Middleton hat etwas von einem Bilderbuch. Fast klischeehaft schön sind die Land- und Ortschaften in der englischen Grafschaft Berkshire. Zumindest, wenn man die Waffenfabrik Aldermaston und die Hauptstraße hinter sich hat. Dann warten schnuckelige Backsteinhäuser, hinter deren Fenstern Antiquitäten zu erahnen sind. Reetgedeckte Cottages mit dicken Autos vor der Tür. In jedem Dörfchen eine rote Telefonzelle. Jeder will auf den "Kate und William"-Zug aufspringen. Jedes noch so unscheinbare Lokal wird zur royalen Besonderheit. Dieses Pub bei Bucklebury wirbt mit einem Plakat für die Hochzeit am 29. April.

Neben Essen und Trinken erwarten die Gäste an diesem Abend einige Wettbewerbe: Wer hat das schönste - für eine Prinzessin würdigste - Kleid? Wer trägt den besten royalen Hut? Und wer ist ein Meister im Entwerfen einer Will&Kate-Collage? All diese Fragen werden an jenem Tag, an dem sich William und Kate das Ja-Wort geben, hier geklärt.
Touristen sind erwünscht. Trotz aller Romantik muss ja auch an den Umsatz gedacht werden ... Apropos Umsatz - kommen wir zurück zur Tour ins Middleton-Land. Reiseleiterin Griffiths hat hier die Teilnehmer mittlerweile in die Gemeindekirche St. Andrew geführt. Nicht ohne Grund: Hier wurde die kleine Kate vor vielen Jahren getauft, damit wurde das heilige Gebäude zur Sehenswürdigkeit. Hallelujah! Eine Lokalheldin allerdings ist Kate nicht. Kate gehört zu einer anderen Welt, meint der 73-jährige Tony Ridell, Tour-Teilnehmer. "Sie ist nur interessant wegen William." Im Fernsehen will er sich die Hochzeit aber trotzdem anschauen. "Es ist eine schöne Sache", sagt Ridell. "Mal was anderes als der normale Alltag."
(KURIER.at) Erstellt am
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