Kaffee-Tratsch: Promis und ihr Häferl

Anlässlich des Tages des Kaffees und der Verleihung der "Goldenen Kaffeebohne" nahmen sich neun Promis Zeit und plauderten über ihr liebstes Häferl.

Anlässlich des heutigen "Tages des Kaffees" und der Verleihung der "Goldenen Bohne" von Gault Millau am 30. September, plauderte Claudia Stöckl unter dem Motto "Zeit zum Reden" mit einigen Promis. Hauptthema: das Lieblingshäferl. 

Moderatorin Claudia Stöckl: Meine "Happy Sabnam"-Tasse

"Diese Tasse bedeutet für mich, dass jeder Tag etwas
Besonderes ist. Die Tasse habe ich mir extra machen lassen.
Darauf ist ein Foto von Sabnam, einem 6-jährigen indischen
Kind, das in unserem Projekt "Zuki – Zukunft für Kinder" in
Kalkutta lebt. Sabnam ist das Patenkind meiner Eltern und eine besonders Freche. Das Foto ist eines der besonders schönen Portraits einer Ausstellung, die kürzlich stattfand und zu der meine Schwester Susi die Fotos gemacht hat. So werde ich jeden Tag in der Früh daran erinnert – an unsere Arbeit für die Kinder und an die Kinder selber, die mir natürlich sehr abgehen. Ich bin eine absolute Kaffeetrinkerin und wohl das beste Testimonial, das sich ein Kaffeehersteller wünschen kann. Ohne Kaffee in der Früh geht gar nichts. Ohne Kaffee wäre auch die Jacobs "Zeit zum Reden"- Tour, die ich nun schon seit drei Jahren moderiere, sehr "schweigsam" geworden. Mein Kaffee muss immer aufgeschäumt sein, am liebsten mit Sojamilch. Ich habe auch eine Tassimo-Maschine zuhause und trinke immer
den Caffé Crema, meine Lieblingssorte – damit fängt der Tag gut an. Mein Morgenritual: Kaffee machen, kurz hinsetzen, den Tag schon mal planen, vielleicht auch schon mal kurz
die e-Mails checken und dazu die erste Tasse Kaffee genießen. That makes my day! Dompfarrer Toni Faber: Meine "Liebste Sünde"-Tasse

"Das Häferl? Das ist ein Geschenk meiner Mitarbeiter in der Pfarrkanzlei. Ich trinke täglich daraus, aber erst zu Mittag, also nach dem Mittagessen. Manchmal aber auch zwischendurch, am Vormittag oder am Nachmittag, wenn ich müde bin. Ich bin eher ein Genusstrinker, kein leidenschaftlicher Trinker. Zucker? Ich muss gestehen: Am liebsten würd' ich ihn ohne trinken, aber mit Zucker schmeckt er dann halt noch einmal verstärkt besser. Ich trinke ihn meistens nur schwarz, aber dafür eben – mit Zucker!" Opernballorganisatorin Desirée Treichl-Stürgkh: Meine "Glücks-und-Gute-Laune"-Tasse

Meine Tasse ist genau 14 Jahre alt. Das weiß ich deshalb so genau, weil sie ein Teil aus unserem Frühstücksservice ist, das erste Service, das ich und mein Mann gemeinsam gekauft haben. Die Tasse hat mich eigentlich schon überall hin begleitet. Sie ist ein kleiner Star, weil sie war schon am H.O.M.E. Cover und bei diversen Opernball-Konferenzen mit dabei war. Manchmal landet sie im Auto, wenn ich weite Strecken fahre. Sie landet aber immer wieder zu Hause im Geschirrschrank. Sie ist meine Glückstasse. In den Stillnächten von jedem meiner drei Kinder stand die Tasse auch neben mir. In der Zeit war allerdings Tee darin. Sie ist auch meine Gute-Laune-Tasse. Ich habe mir den Zucker im Kaffee mühsam abgewöhnt. Wenn, dann nehme ich nur braunen Zucker. Das gibt mir so einen schnellen Push, wenn ich allzu müde bin. Ich mag auch keinen Süßstoff, weil er den Geschmack verfremdet. Aber eigentlich trinke ich den Kaffee schwarz, pur. Ich finde, dann schmeckt man auch am besten, ob's ein guter oder kein guter ist. In der Früh trinke ich sehr gerne meinen Kaffee, aber da ist es immer so hektisch. Einen Espresso, nach einem längeren, gemütlichen Mittagessen, am Wochenende, dass ist Genuss!" Marmeladen-König Hans Staud: Meine "Jung-wie-der-frische-Morgen"-Tasse

Die Tasse, von wem bekommen? "Von der gnädigen Frau Serata." Wann? "Noch sehr neu... 2 Monate." Die Geschichte dahinter? "Die Tasse passt so gut zu mir, weil ich ein Musiker bin. Da sind nämlich Klaviertasten darauf. Und sie ist frisch und jung und so fühle ich mich momentan." Wie oft trinken Sie Kaffee? "Täglich. Die drei berühmten Tassen: 2x schwarz und 1x mit Milch." Ist es Genuss für Sie? "Natürlich. Ich bin abhängig. Ich bin süchtig. Das ist wahr. Ich bin es wirklich." Gault Millau Herausgeber und KURIER-Kolumnist Karl Hohenlohe: Meine "Eine-für-Alles-Tasse"

"Ich habe früher immer Kaffee aus Gläsern getrunken. Das wurde mir aber untersagt. Ich weiß eigentlich gar nicht mehr warum. Und dann habe ich immer riesige Tassen verwendet, mit unten ganz wenig Kaffee und oben 44 kg Milchschaum. Das habe ich mir abgewöhnt. Diese Tasse habe ich mir selbst gerade erst gekauft. Die hat jetzt die richtige Größe und da trinke ich – und das ist auch der Vorteil – alles daraus: Kaffee, Apfelsaft, Wasser, ...Wein nicht. Sie ist also so eine Art Allround-Tasse. Außerdem: Sie hat irgendwie so ein bisschen Vespa-Flair, etwas aus den 50er Jahren. Das gefällt mir ganz gut. Und das Wichtigste: sie liegt perfekt in der Hand. Ich bin ja ein irrsinniger Kaffee-Junkie, ein wahrer Kaffee-Aficionado. Ich trinke täglich sicher vier bis fünf Kaffee, wahrscheinlich mehr, sogar in der Nacht und ich hatte noch nie Einschlafprobleme. In der Früh, da brauch ich schon meinen Kaffee, um irgendwie zu starten, sonst ist der Tag ein Ohnmachtstag. Mein größte Sünde? Ich habe sehr gerne Cappuccino – oben mit Kakao d'rauf. Ich finde, das ist das Schlimmste! Aber ansonsten trink' ich Kaffee mit viel Milchschaum oder ganz klein und kurz." Schauspielerin Lilian Klebow: Das Grüne, das Blaue, das Rosa

"Es gibt eine grüne, eine blaue und eine rosafarbene. Es ist das Einzige, das meine Oma mitgenommen hat, als sie als Preussin nach Bayern gekommen ist, echtes Arzberg Porzellan, und es war das Einzige, das sie gesammelt hat. Für mich etwas ganz besonderes, weil sie diese drei Tassen ein ganzes Leben lang begleitet haben. Ich packe sie auch nur zu besonderen Anlässen aus, ich hätte zuviel Angst darum. Wenn überhaupt dann kommt in meinen Kaffee nur Zimt oder Kardamom, dazu Rohrzucker, oder am Set, etwas Honig." Produzent, Komponist & Keyboarder Thomas Rabitsch: Die "Aber-bitte-mit-Steinlaus"-Tasse

"Meine Kaffeegeschichte? Was ganz Spezielles! Mein Großonkel war Lebensmittelhändler und hatte eine eigene Kaffeerösterei bei uns im Haus. Jeden Freitag saß er im Hof vor einer Eisentrommel (Kugel), hat dort Feuer gemacht und pfeifend, händisch, mit einer Papier-Kochmütze den Kaffee geröstet. Dann hieß es von meiner Mutter: "Thomas, hol' den frischen Kaffee!" Ich, drei Stockwerke runter und dann gab es diesen herrlichen, frisch gebrühten Kaffee mit diesen heiß gerösteten Bohnen. Ehrlich gesagt war ich mit 6, 7 Jahren schon Kaffeetrinker. Die Tasse? Ein Geschenk von meinem 16-jährigen Sohn Josef, mit der berühmten Steinlaus von Loriot." Benimm-Papst und Tanzschul-Leiter Thomas Schäfer-Elmayer: Meine "Trainings"-Tasse

"Ich hab' die Tasse lustiger Weise deshalb so gern, weil da Training drauf steht und wenn ich da morgens Kaffee drinnen hab', werde ich gleich viel wacher und arbeitsfreudiger. Wenn ich viel vor habe an einem Tag, dann nehme ich ganz gerne diese Training-Tasse. Meine Eigenheit, die scheinbar außergewöhnlich ist: ich süße meinen Kaffee normalerweise mit Honig. Mir schmeckt das besser als mit Zucker." Es ist ein Genuss, einerseits, wahrscheinlich aber auch bisschen eine Sucht." Sängerin Tini Kainrath: Das "Gute" und das "Wurscht"-Geschirr

"Schluss mit Studentenleben, Schluss mit den vielen
verschiedenen Häferln, habe ich vor 10 Jahren beschlossen: ein g'scheites Service muss her. Dann fand ich es. Es hat mich sofort an das Hochzeitsgeschenk von meiner  Ur-Großmutter an meine Mutter erinnert, genauso filigran und wunderschön alt. Ich verwende es täglich, ganz
absichtlich, weil es bei uns zuhause das "Gute" und das
"Wurscht"-Geschirr gab, und ich das "Gute" nie haben durfte. Ja, ich liiiiiebe Kaffee, aber nur schwarz, ohne nichts."
(kurier / lyk) Erstellt am
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