Hollywood-Krankheit Sexsucht

Wieder scheiterte eine Hollywood-Ehe: David Duchovny und Téa Leonie trennten sich, angeblicher Grund: Duchovnys Sexsucht. Aber er ist nicht der einzig notorisch Untreue: Ein Überblick.

In "Californication" spielt David Duchovny einen trinkenden und sexsüchtigen Schriftsteller. Doch die Rolle scheint nicht weit von seinem Privatleben entfernt zu sein. Vor drei Jahren ließ sich der Serien-Star wegen Sexsucht behandeln. Ziel war es damals, seine Ehe zu retten. Das funktionierte nur kurz, die endgültige Trennung folgte nun vor wenigen Tagen. Sexsucht ist neben Alkohol- und Drogensucht die Krankheit, wegen der sich die meisten Hollywood-Stars behandeln lassen. Duchovny betrog seine Frau Téa Leonie und ging reumütig in eine Spezialklinik. Angeblich ist er mittlerweile geheilt, doch das Vertrauten konnte nicht mehr aufgebaut werden. Auch anderen Stars erging es ähnlich. Beziehungen zerbrachen, Herzen wurden gebrochen.

Von vielen wird Sex als Sucht noch immer nicht akzeptiert. Kritiker meinen, besonders Männer würden ihre Triebhaftigkeit hinter einem Krankheitsbild verstecken. Aber manche Mediziner bestätigten in allen VIP-Fällen: Leidet der Promi daran, so ist diese Sucht eine ernstzunehmende Krankheit. Der Apfel der Verlockung

Bei einem großen Angebot an Fans ist es vermutlich für viele Stars schwer, ihren Partnern treu zu bleiben. Doch wird Sexsucht auch sehr gerne als Ausrede benutzt, wie im Fall von Sandra Bullocks Ex-Mann Jesse James. Schauen wir einmal, was die Populärwissenschaft dazu sagt: Von Sexsucht spricht man, wenn ein übermäßig gesteigerter Geschlechtstrieb vorhanden ist. Sie beginnt, wie andere Süchte, schleichend. Langsam steigert sich das Suchtverhalten, wodurch die persönliche Freiheit zunehmend eingeschränkt wird.

Bekannter Sexsüchtiger: Tiger Woods. Die Scheidung von seiner Frau Elin Nordegren kostete ihn ein Vermögen. Scheidungsgrund: Wood betrog Nordegren mit mindestens 14 Frauen. Auch nach öffentlicher Reue und Behandlung konnte er seine Ehe nicht mehr retten. Doch nicht nur seine Ehe ging in die Brüche, auch seine Karriere litt unter seiner Sucht. Weiter mit der Wissenschaft: Die Betroffenen sind einem zwanghaften Verhalten unterworfen, sich ständig neue Sexualpartner zu suchen, getrieben von der Hoffnung nach sexueller Erfüllung.

Einige Jahre bevor Michael Douglas mit seiner zweiten Frau Catherine Zeta-Jones zum ruhigen Familienvater wurde, ließ er sich wegen Sexsucht behandeln. Ursachen können unter anderem Einsamkeit und Traurigkeit sein. Sex wird als Mittel eingesetzt, um sich besser zu fühlen.

Talkmaster David Letterman gestand Affären mit seinen Mitarbeiterinnen. Öffentlich nannte er es Sexsucht und bekannte sich live in seiner Show dazu. Ihm blieb jedoch nichts übrig: Er wurde erpresst. In Großbritannien sollen acht Prozent aller Männer sexsüchtig sein. In der Medizin spricht man auch von Hypersexualität.

Tragisches Opfer seiner Sexsucht war Schauspieler David Carradine. Der "Kill Bill"-Star wurde in seinem Hotelzimmer tot aufgefunden. Die Polizei fand ihn nackt mit einem Seil um den Hals in seinem Kleiderschrank hängend. Als Todesursache wurde ein autoerotisches Erstickungsspiel vermutet. Carradine litt angeblich geraume Zeit vor seinem Tod an Sexsucht. Ein Entzug hat ähnlich körperliche Auswirkungen wie bei Drogensüchtigen. Die Betroffenen leiden an Übelkeit, zittern, sind besonders reizbar und aggressiv.

Einer, der schon viele Entzüge durchgemacht hat, ist "Rolling Stones"-Mitglied Ron Wood. Wood versuchte 2008, all seine Sücht in den Griff zu bekommen und mit Hilfe einer Therapie seine Ehe zu retten. Funktioniert hat es nicht, Grund dafür war vermutlich, dass er seine Frau mit der 20-jährigen Russin Ekaterina Ivanova betrog. Doch nicht nur Männer sind von der Sucht betroffen. Auch Sängerin Whitney Houston war laut Gerüchtensexsüchtig, wenn auch nicht auf klassische Art. Laut ihrer ehemaligen Schwägerin soll sich die Soul-Diva mehrere Stunden täglich im Bad mit Sexspielzeugen vergnügt haben. Auch Lindsay Lohan wurde unter anderem wegen Sexsucht behandelt. Die ehemalige Schauspielhoffnung soll bis zu drei Männer pro Nacht vernascht haben. Auffällig: Viele sexsüchtige Promis haben auch Probleme mit anderen Süchten (Alkohol, Drogen). Einer, der sich mit dem Bekenntnis Sexsucht retten wollte, war Jesse James. Doch der traurige Versuch, sich in einer Klinik wegen seiner Sucht behandeln zu lassen, schlug fehl. Kein Wunder: Der Motorrad-Freak startete ihn erst, als sich immer mehr Frauen meldeten, mit denen er ein Verhältnis hatte. Vorher hoffte er noch, dass seine damalige Frau Sandra Bullock ihm die One-Night-Stand-Lüge abkauft. Der zweifache Oscar-Preisträger Jack Nicholson soll ganze 35 Jahre an nichts Anderes als Sex gedacht haben. Gerüchten zufolge soll er teilweise sieben Mal pro Nacht Sex gehabt haben. Entertainerin Liza Minnelli soll jahrelang unter Sexsucht gelitten haben. Sie soll sogar ihren Chauffeur sexuell belästigt haben, er zog vor Gericht. Bill Murray: Auch ein Komiker hat seine dunklen Seiten. 2008 beschuldigte ihn seine damalige Frau Jennifer Butler Murray sexsüchtig, gewalttätig und drogenabhängig zu sein.
(KURIER.at / Lydia Kozich, sms, reis) Erstellt am
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