Halleluja, die Nonnen sind los

Sister-Act-Premiere: Ein göttliches Musical, viel Segen von oben, eine emotionale scheidende Intendantin und wer sonst noch gerade den Himmel auf Erden erlebt.

Die Nonnen treten an und die Intendantin geht

Kann Erfolg denn Sünde sein? Da half es auch gar nichts, dass sich Kathi Zechner den unschuldigen Nonnen-Kragen umlegte (sehr cooles Accessoire). Die scheidende Intendantin der Vereinigten Bühnen Wien geht, aber sie geht mit Gott. „Sister Act“ – ihre vorletzte Premiere als Chefin des Hauses (ab Jänner beginnt sie als Programm-Direktorin im ORF ) – rockte das Ronacher. Nur bei der Premierenfeier im Arkadenhof des Rathauses drückte es die Power-Frau ein wenig: „Es war ein wundervoller Abend und ein riesiger Erfolg, aber ohne meine Nonnen hätte ich den nicht überstanden, denn Zusammenhalt und Freundschaft sind die Werte, die ich mitnehme, wo immer ich hingehe.“ Und dann konnte Kathi Zechner ihre Tränen nicht mehr halten.

Im Bild: Dompfarrer Toni Faber beim Entrée. Aber einmal geht’s noch. Am 24. September bittet sie zur ihrer ultimativen Premiere – „Woyzeck“ im MuseumsQuartier, unter der musikalischen Leitung von Christian Kolonovits und mit dem neuen österreichischem Publikumsliebling deutscher Provenienz, Ben Becker: „Ah, bin i das ( er imitiert dabei österreichischen Dialekt )? Na, schau ma mal, ob ich das auch noch die nächsten fünf Wochen sein werde.“

Im Bild das Woyzeck-Team: Christian Kolonovits, Kathi Zechner und Ben Becker Zurück zu „Sister Act“. Das himmlische Musical, fand auch Kardinal Christoph Schönborn göttlich. Er kam in Begleitung seiner über 90-jährigen Mutter Gräfin Eleonore , um seinem Bruder Michael Schönborn in der Rolle als Pater O’Hara zu applaudieren: „Ich bin wirklich sehr stolz auf ihn.“ Den Himmel auf Erden hat derzeit auch Kabarettist Herbert Steinböck ( sein neues Programm „Tralala“ hat am 7. November Premiere ). Er zeigte sich erstmals seit seiner Scheidung von Steffi Paschke mit neuer Liebe. Petra ist Lehrerin und sie haben sich in einer seiner Vorstellungen kennengelernt. Michael Schönborn, der nicht von der Kanzel predigt, sondern als Pater auf der Bühne steht. Überraschend kam auch Brigitte Neumeister. Sie sollte ja die Mutter Oberin spielen, sagte aber aufgrund des Todes ihres Mannes ab: „Ich wäre noch nicht in der Lage, aber in ein paar Monaten wird es vielleicht wieder gehen.“ Hat bald selbst Premiere (Sound of Music): Uwe Kröger & sein Christopher.
(KURIER) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?