God Save The Queen: Elizabeth II. ist Pop
Seit nunmehr 60 Jahren sitzt die englische Königin Elizabeth II. auf dem Thron. Kein Wunder also, dass sich schon einige Künstler mit der Queen beschäftigten - egal ob hochkulturell oder mit rotzigem Punksound. Bild: Chris Levine, Lightness of Being, 2007
Für Andy Warhol war sie ein prägnantes Motiv für seine Pop-Art. In verschiedenen Farben gedruckt ...
... zierte es bereits die Wände so mancher Museen. Aber nicht nur Warhol verewigte die Queen auf Leinwand, auch ...
... "Die Queen" von Stephen Frears. Helen Mirren, in der Titelrolle, muss zuerst Tony Blair die Regeln der Etikette im Palast beibringen und nach dem Tod von Prinzessin Diana erkennen, dass sie besser auf Blair hören hätte sollen. Ihre Glanzleistung brachte Mirren den Oscar als beste Hauptdarstellerin ein.
Ebenfalls Oscarprämiert, besser gesagt, vierfach oscarprämiert, ist "The King`s Speech". Allerdings geht es in diesem Film hauptächlich um die Eltern der jetzigen Königin. Um König Georg VI. (Colin Firth) und Helena Bonham Carter als Elizabeth.
Aber auch Humor darf im Zusammenhang mit der Queen nicht fehlen: So musste sie auch für einen Sketch in der Comedy-Serie "Mr. Bean" herhalten. Bei einem Empfang hat der tollpatschige wie schweigsame Engländer zuerst Probleme mit seinem Hosenstall, bevor er sich ...
... etwas zu schwungvoll verneigt und die betagte Dame im blauen Kleid bewusstlos schlägt.
Auch ein Österreicher wagte es, die königliche Familie zu persiflieren. Peter Alexander verkörperte in einem Sketch unter anderem Prinz Charles, Prinzessin Diana und eben auch Queen Elizabeth II.
Bei den britischen Comedy-Königen der Monty Phytons werden zwar öfter mal die Vorgängerinnen von Elizabeth II. bildlich veräppelt, sie selbst wird aber nur in ein paar kleinen Sätzen aufs Korn genommen.
Grobschlächtiger geht es in der "Nackten Kanone" zu. Leslie Nielsen als Lt. Frank Drebin will die Königin eigentlich retten, landet schlußendlich aber in einer kompromittierenden Situation mit der bekrönten Dame. Die Paparazzi freut`s.
Aber auch abseits vom Mainstream beschäftigen sich Künstler mit der Queen. So auch der bekannte Street-Art-Künstler aus Bristol: Banksy. Er hat ihr mindestens zwei Werke gewidmet: Der Affe mit Perlenkette und Krone und ...
... dieses unmissverständliche Werk. Für große Aufregung hingegen sorgte bereits 1977 ...
... der Song "God Save The Queen" der Sex Pistols. Mit Textzeilen wie "God save the queen
/ The fascist regime / They made you a moron
/ Potential H-bomb" zogen sie den Zorn vieler Menschen auf sich. Nichtsdestotrotz ...
Die Rockband "Queen" hieß nicht nur so - ihr legendärer Frontman Freddie Mercury setzte die Insignien der königlichen Macht auch als popkulturelles Zitat ein. So endete auch das legendäre Open Air im Londoner Wembley Stadion (auf DVD erhältlich) am 11. Juli 1986 mit der Hymne "God Save The Queen".
Auch auf Briefmarken prangt das Konterfei von Elizabeth II. Die hier abgebildete ist allerdings frei erfunden. Unter dem Namen "Black Smoke, Stamps of Mass Destruction" wurde die Briefmarke als Poster von einer Kunstgalerie im Süden Englands verkauft.
Der englische Schriftsteller Alan Bennett erzählt in dem Buch "Die souveräne Leserin" (Wagenbach Verlag) die fiktive Wandlung der britischen Königin von der Frau der Tat zur Liebhaberin schöngeistiger Literatur. Die Handlung in Kürze: ...
Die Queen folgt ihren kleinen Corgies, die auf der Rückseite des Buckingham-Palasts einen Bücherbus erstürmt haben. Dort trifft sie auf einen Küchenjungen, der ihr Literatur empfiehlt und Bücher besorgt. Das Lesen beflügelt die Phantasie der Monarchin und immer häufiger bringt sie auch Staatsgäste mit der Frage nach deren Lektüre in Verlegenheit.
Die Ausstellung "The Queen: Art and Image" in der National Portrait Gallery in England zeigt noch bis zum 21. Oktober unzählige Porträts der Königin - um das diamantene Jubiläum zu feiern. Unter anderem von Justin Mortimer, ...
... Dorothy Wilding aus dem Jahr 1952, ...
... ein Jahr später porträtiert von Pietro Annigoni und ...
... außergewöhnlicher umgesetzt von Gilbert & George.
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