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28.09.2017

"ES" startet: Was aus den Stars von Horrorfilmen wurde

Stephen Kings "ES" wurde neu verfilmt. Wie die Darsteller von Horrorfilmen ohne Maske aussehen.

"ES" startet: Was aus den Stars von Horrorfilmen wurde

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Schon 1990 war die Romanverfilmung von Stephen Kings Horror-Schocker "ES" ein Hit. Jetzt wurde die Story über das Monster in Clown-Gestalt, das Kindern Alpträume beschert, neu verfilmt (Kinostart: 28. September). Hinter der Maske steckt dieses Mal ein 27-jähriger Jungstar.

Der Schwede Bill Skarsgard spielt den Horror-Clown Pennywise, der ihn nach Ende der Dreharbeiten selbst schlecht träumen ließ, wie der gefeierte Shootingstar mit den markanten Gesichtszügen zugibt.

Bill stammt übrigens aus einer bekannten schwedischen Schauspielerfamilie. Auch Bills Vater Stellan und seine Brüder Gustaf (li.) und Alexander Skarsgard (re. "Tarzan") sind erfolgreich im Kino tätig.

In der ersten Romanverfilmung von Stephen Kings Horror-Wälzer kämpften ebenfalls sieben Freunde gegen das pure Böse, das sich als Clown sichtbar macht.

Gespielt wurde der Kult-Clown damals von dem britischen Mimen Tim Curry, dem der  Durchbruch schon mit dem Musical-Film "The Rocky Horror Picture" Show gelungen war.

Auch nach "ES" wirkte Curry in zahlreichen Hollywoodfilmen mit. 2012 erlitt er jedoch einen Schlaganfall und sitzt seither im Rollstuhl.

Weitere Horror-Darsteller: 1980 sorgte "Freitag der 13" von Sean C. Cunningham bei Kinobesuchern für Gänsehaut. Seitdem gilt der Slasher-Film mit dem maskierten Serienkiller Jason Voorhees mit bisher elf Teilen als die langlebigste Horrorfilm-Reihe.

Den Psychopathen Jason verkörperte im ersten Teil der US-Schauspieler Kane Hodder, der sich später in Filmen wie "Sieben" oder "Staatsfeind Nr. 1" auch einen Namen als Stuntman machte. 2012 übernahm Hodder eine der Hauptrollen in der Webserie "The Killer and I".

Tobe Hookers Splatter-Streifen "The Texas Chainsaw Massacre" (zu deutsch "Blutgericht in Texas", 1974) erzählt die Geschichte fünf junger Leute, die im ländlichen Texas einer Kannibalenfamilie in die Hände fällt. Darunter auch dem Kettensägen-Mörder - der wegen wechselnder Masken aus Menschenhaut "Leatherface" genannt wird.

Hinter "Leatherface" steckte der 2015 verstorbene Gunnar Hansen. Trotz seiner Bekanntheit bei Horrorfilmfans, lehnte der ehemalige Mathe-Student zunächst weitere Filmrollen ab und wurde als Autor tätig. 1988 kehrte er für die Horror-Parodie "Mit Motorsägen spaßt man nicht" auf die Leinwand zurück.

Der 1987 erschienene Streifen "Hellraiser" basiert auf dem ersten Roman des Horrorautors Clive Baker "Hellraiser - Das Tor zur Hölle" und war auch dessen Regiedebüt. Obwohl Baker den führenden Zenobiten im Buch nicht so genannt hatte, ging dieser unter dem Nickname "Pinhead" in die Filmgeschichte ein und taucht in allen "Hellraiser"-Teilen auf.

Gespielt wurde "Pinhead" vom britischen Schaupieler Doug Bradley, der den gruseligen "Hellraiser"-Charakter in insgesamt acht von neun Teilen verkörperte. Neben weiteren Clive-Baker- Filmen, war Bradley 2011 im Thriller "The Infliction" zu sehen und spielte 2012 einen Kannibalen in "Wrong Turn."

Der fiktive Serienkiller Freddy Krueger hatte seinen ersten Auftritt 1984, im ersten Teil der Horrorfilmreihe "A Nightmare on Elm Street". Kruegers Markenzeichen sind sein brandnarbiges Gesicht und ein mit Klingen versehener Handschuh.

Gespielt wurde die Hauptfigur der "Nightmare"-Reihe in allen sieben Filmen von Robert Englund. Der heute 70-Jährige blieb auch abseits seines Freddy-Kostüms nicht untätig:  2001 erhielt Englund, der in zahlreichen Filmen & Serien zu sehen war und als Regisseur tätig ist, von der "Academy of Science Fiction" einen Sonderpreis für sein Lebenswerk verliehen.

Mit seinem Science-Fiction-Film "Alien" schrieb Regisseur Ridley Scott 1979 Filmgeschichte. Wer im Alien-Kostüm steckte, wissen aber die Wenigsten. "Wir haben jemanden mit langen Gliedmaßen begraucht, der vor allem von der Taille bis zu den Knien lang gewachsen war", erklärt Produzent Ivor Powell. 

Schließlich entschied man sich für einen Design-Studenten aus Nigeria namens Bolaji Badej, der mit einer Körpergröße von 2,08 Metern den Suchkriterien entsprach. Der junge Mann wurde von Produktionsteam und Regisseur in einer Bar angesprochen und vom Fleck weg engagiert. 1992 starb Badejo an Sichelzellenanämie.

Ursprünglich war zwar kein Geringerer als Action-Star Jean-Claude-Van Damme für die Rolle des Sci-Fi-Jägers "Predator" (1987) vorgesehen, da dieser über Martial-Arts-Skills verfügte. Später realisierten die Macher des Streifens, dass ein Schauspieler mit mehr Muskelmasse geeigneter wäre.

Also verzichtete man auf Van Damme und heuerte schließlich den ehemaligen Basketballer Kevin Peter Hall an. Er punktete mit einer imposanten Körpergröße von 2,18 Metern. Nach "Predator" war Hall, der 1991 seiner AIDS-Erkrankung erlag, unter anderem in der Serie "Bigfoot und die Hendrsons" zu sehen.

John Carpenters Low-Budget-Slasher "Halloween" (1978) ist heute ebenfalls Kult. Der Film erzählt die Geschichte des Psycho-Killers Michael Myers, der als Sechsjähriger seine Schwester ermordet, nach 15 Jahren am Vorabend von Halloween aus einer psychiatrischen Klinik entfieht, drei Teenager umbringt und schließlich (scheinbar) getötet wird.

Gespielt wurde Michael Myers von Nick Castle, der neben der Schauspielerei auch als Drehbuchautor und Regisseur arbeitet. Neben "Halloween" war Castle auch in "Dark Star" und "Der Knabe der fliegen konnte" zu sehen. Als Drehbuchautor war er unter anderem an dem 1981 entstandenen Film "Die Klapperschlange" mit Kurt Russell in der Hauptrolle beteiligt.