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01.10.2018

Erste gleichgeschlechtliche Hochzeit in britischer Königsfamilie

Lord Ivar Mountbatten traute sich mit seinem langjährigen Partner James Coyle.

Zum ersten Mal in der Geschichte der britischen Königsfamilie hat ein homosexuelles Paar geheiratet. Lord Ivar Mountbatten, Cousin dritten Grades von Queen Elizabeth und Cousin von Prinz Philip, hat seinem langjährigen Partner James Coyle das Jawort gegeben.

Lord Ivar Mountbatten heiratet James Coyle

Das Paar traute sich im Rahmen einer Zeremonie vor rund 60 Gästen in der Kapelle des Bridwell Park. Der Urururenkel von Queen Victoria wurde von seiner Ex-Frau Penelope Thompson zum Altar geführt, von der er sich 2011 nach sechzehn gemeinsamen Jahren scheiden ließ und mit der er drei Töchter hat.

Die beiden sind nach wie vor gute Freunde. "Ich habe Penny geliebt und das tue ich immer noch", erklärte der 55-Jährige über seine Ex-Frau in der Huffington Post. Er verriet: "Ich hätte nie gedacht, dass es passiert. Es ist brillant, aber ich hätte nie gedacht, dass ich eines Tages einen Mann heiraten werde."

Auf Instagram teilte Lord Ivar Mountbatten Fotos von der Trauung und verkündete: "Wir haben es endlich getan! Es war unglaublich, bis auf das schlechte, britische Wetter."

Der Geologe ist das erste Mitglied aus dem (erweiterten) Familienkreis von Königin Elizabeth II., das offiziell in einer homosexuellen Beziehung lebt. 

An der Hochzeit nahm niemand von der britischen Königsfamilie teil. Grund dafür seien angeblich Zeitprobleme gewesen. "Ihre Terminkalender sind Monate im Voraus ausgebucht. Aber sie lieben James", erklärte der Frischvermählte. Prinz Edward, der jüngste Sohn der Queen, habe aber seine besten Wünsche ausrichten lassen.

Es ist bekannt, dass sich vor allem die jungen Royals für die LGBT-Bewegung einsetzen (Anm. LGBT, auch GLBT, LGBTI, LSBTTIQ, ist eine aus dem englischen Sprachraum kommende Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender). So hatte sich Prinz William 2016 als erster britischer Royal auf dem Cover eines Schwulenmagazins ablichten lassen und erklärt: "Niemand sollte wegen seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden." (dazu mehr)