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03.08.2018

Die Fashionwelt trauert um Kult-Model Zombie Boy

Rick Genest, besser bekannt als "Zombie Boy", ist im Alter von 32 Jahren gestorben.

Die Fashionwelt trauert um eines ihrer extravagantesten Aushängeschilder: Rick Genest, bekannt als "Zombie Boy", ist im Alter von 32 Jahren, nur sechs Tage vor seinem 33. Geburtstag, gestorben. Das Model wurde in seinem Apartment in Mont-Royal, einer Gemeinde nahe Montréal, Kanada, tot aufgefunden.

Popstar Lady Gaga machte die Nachricht auf Twitter öffentlich und gab als Todesursache Selbstmord an.

"Der Suizid von meinem Freund Rick Genest, Zombie Boy, ist mehr als erschreckend. Wir müssen härter daran arbeiten die Gesellschaft zu verändern, müssen Psychische Probleme mehr in den Vordergrund bringen und das Stigma, dass man nicht darüber reden dürfe, beenden. Wenn du betroffen bist, ruf einen Freund oder deine Familie an. Wir müssen einander retten", schrieb Gaga.

Die Sängerin forderte Betroffene von Depressionen auf, sich Hilfe zu suchen.

Auch Gina-Lisa Lohfink, die mit "Zombie Boy" 2015 für die weltweite "Ignorance pulls the Trigger"-Kampagne von Fotokünstler und Starfotograf Kai Stuht posierte, trauert um ihren Freund. 

"Ich bin unendlich traurig und diese Nachricht bricht mir mein Herz. Du warst einer der herzlichsten, sensibelsten und lustigsten Menschen, die ich jemals kennengelernt habe", schreibt sie auf Instagram.

Ganzkörper-Tattoo machte ihn berühmt

Mit 16 Jahren hatte sich der gebürtige Kanadier sein erstes Tattoo stechen lassen. Zuletzt waren fast 90 Prozent seines Körpers mit Tätowierungen verziert, wodurch er es zweimal ins Guinness Buch der Rekorde schaffte. Den Künstlernamen "Zombie Boy" verdankte Genest seinen charismatischen Tätowierungen.

Den Entschluss, seinen gesamten Körper mit dem Motiv eines Skeletts zu tätowieren, fasste Genest mit 19 Jahren. Beeinflusst wurde er dabei von einem Hirntumor, der bei ihm im Alter von 15 Jahren diagnostiziert worden war. Nach einer Operation lebte Genest zunächst als Obdachloser und später in einer Ersatzfamilie.

Lady Gagas Stylist und Artdesigner Nicola Formichetti war es, der schließlich über Facebook auf den jungen Mann aufmerksam wurde. Damals durfte Genest wegen einer Geldstrafe Kanada nicht verlassen. Formichetti zahlte eine Kaution von 15.000 Euro, um den Tattoo-Fan außerhalb Kanadas erstmals für eine Modenschau für Thierry Mugler engagieren zu können - was den Anfang einer ungewöhnlichen Modelkarriere markierte.

Weltbekannt wurde der ganzkörpertätowierte Genest nach einem Auftritt in Lady Gagas Musikvideo zu "Born This Way".

"Zombie Boy" galt als Multitalent: Neben seinem Job als Männermodel war er als Performancekünstler tätig. Genest war in Filmen wie "47 Ronin" (an der Seite von Keanu Reeves) zu sehen und versuchte sich zudem als Musiker.

Nach Genests Tod wurde auf seinem Instagramaccount posthum das letzte Gedicht des Models veröffentlicht, das den Titel "The Well" (dt. der Brunnen) trägt.

Wer Selbstmordgedanken hat, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits das Sprechen über die Gedanken dabei, sie zumindest vorübergehend auszuräumen. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist, kann sich an die Telefonseelsorge wenden: Sie bietet schnelle erste Hilfe an und vermittelt Ärzte, Beratungsstellen oder Kliniken. Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person von Depressionen betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefon-Seelsorge in Österreich kostenlos unter der Rufnummer 142.

www.suizid-praevention.gv.at

Das neue österreichische Suizidpräventionsportal www.suizid-praevention.gv.atbietet Informationen zu Hilfsangeboten für drei Zielgruppen: Personen mit Suizidgedanken, Personen, die sich diesbezüglich Sorgen um andere machen, und Personen, die nahestehende Menschen durch Suizid verloren haben. Das Portal ist Teil des österreichischen Suizidpräventionsprogramms SUPRA des Gesundheitsministeriums.

Modewelt trauert um Zombie Boy

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