Hirschbiegel (2. v. re.) mit den Darstellern Andrews und Watts sowie Produzent Bernstein in New York.

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Premiere
12/05/2013

„Der Film war ein Risiko“

Warum nicht jeder „Diana“ so sehen möchte wie Regisseur Hirschbiegel.

von Nina Ellend

Mit scharfer Kritik müssen auch die besten Regisseure rechnen. „Das ist Teil des Spiels“, sagte Regisseur Oliver Hirschbiegel am Mittwoch bei der Vorpremiere von „Diana“ (Kinostart ist am 10. Jänner) in der Wiener Urania.

Bereits im September lief das lang erwartete Biopic der Prinzessin von Wales in England an: „Die geheime und wahre Liebesgeschichte zu Herzchirurg Dr. Hasnat Khan zu erzählen, war ein großes Risiko. Nicht jeder will Lady Di so sehen, wie ich sie dargestellt habe“, erklärte der gebürtige Deutsche, der 2004 mit dem Kinofilm „Der Untergang“ seinen großen Durchbruch feierte. In Deutschland und in östlichen Ländern wie Polen sei der Film, der die letzten zwei Lebensjahre der „Prinzessin der Herzen“ zeigt, sehr positiv aufgenommen worden. In Dianas Heimat hingegen hagelte es niederschmetternde Kritik: „Das grenzte an Boshaftigkeit. So etwas habe ich noch nicht erlebt.“ Auch an den Kinokassen floppte der Film, in dem Hollywood-Star Naomi Watts zum Verwechseln ähnlich Lady Di spielt. „Ich glaube, speziell die Engländer haben das nationale Trauma um Diana noch nicht verarbeitet. Sie haben generell ein Problem mit Gefühlen und der Film zeigt eine sehr private Seite von ihr. Sie war oft sehr einsam und unsicher“, meinte Hirschbiegel, der in London lebt, aber immer wieder in Wien zu Besuch ist. „Meine Töchter gehen hier in die Schule. Nächstes Jahr maturieren die Zwillinge.“ Die Mutter seiner Kinder, von der er getrennt lebt, lernte er 1996 bei „Kommissar Rex“-Dreharbeiten kennen: „Ich habe 15 Folgen inszeniert. Ich kenne Wien sehr gut und bin hier gerne zu Gast.“ In London fühle sich der 55-Jährige trotz der Kritik immer noch willkommen: „Ich habe sogar zwei englische Projekte vorliegen. Aber solange ich nicht unterschrieben habe, verrate ich noch nichts.“

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