Das war die Monaco-Hochzeit

Glanzvoll endete auch die Hochzeit von Albert und Charlene. Auf einem Ball wurde getanzt und gefeiert bis in die frühen Morgenstunden.

Es war eine Hochzeit voll Glamour und Glanz. Trotz mediterraner Hitze in Monaco blieb das frisch vermählte monegassische Fürstenpaar während der offiziellen Feierlichkeiten ganz cool. Dafür tanzte die Hochzeitsgesellschaft im Anschluss bis in die frühen Morgenstunden.

Lassen wir den Tag noch einmal Revue passieren. Begleiten Sie das Brautpaar und die Hochzeitsgäste durch die kirchliche Trauung von Fürst Albert II. und seiner Charlene. 

Kommentare zu Etikette und Garderobe hat KURIER.at von Experten eingeholt. Designerin Eva Poleschinski und Thomas Schäfer-Elmayer waren live dabei.

Den Original-Live-Ticker finden Sie im unten stehenden Link. Die 33-Jährige war einfach umwerfend schön, auch beim Traurigschauen. Erst bei der Wedding-Party blickte sie dann generell nicht mehr so zwider drein. Und über den Umstand, dass ihrem Göttergatte bereits bald wieder eine Vaterschafts-Klage ins Haus, äh in den Palast, steht, sagte sie der Bild am Sonntag: "Dass wir hier heiraten zeigt, wie stark unsere Liebe ist und sich nichts zwischen uns drängen kann. Albert und mich hat das Ganze noch mehr zusammengeführt. Jetzt wie auch in Zukunft werden wir uns Hand in Hand allem entgegenstellen, was unser Glück infrage stellt oder gar zerstören will." Heute, Montag, fliegt das Neo-Ehepaar bereits in die Flitterwochen nach Südafrika, die am 4. Juli gleich mit einem Arbeitstermin von Albert beginnen. Der Fürst ist Mitglied des IOC, des Internationalen Olympischen Komitees, das am 6. Juli den Austragungsort für die Winterspiele 2018 wählt.

Am 7. Juli laden die beiden zur nächsten Hochzeits-Sause ins Luxushotel "Oyster Box" nahe Durban ein. Kleines Hoppala am Rande: Eigentlich wollten sie in der Präsidenten-Suite residieren, doch die war angeblich schon besetzt. Mit einem großen Hochzeitsdinner und einem Ball ist die Hochzeit von Fürst Albert und Charlene in Monaco ausgeklungen. Ihr Hochzeitskleid hat Charlene gegen eine weiße Après-Mariage-Kleid mit Volants getauscht, ebenfalls entworfen von ihrem Lieblingsdesigner Giorgio Armani. 

Bild: Die siebenstöckige Hochzeitstorte hatte einen Durchmesser von 1,50 Meter und war 2,50 Meter hoch. Für sie wurden 250 Arbeitsstunden benötigt. Zu dem Festessen von Alain Ducasse waren mehr als 450 Gäste geladen. Der Sterne-Koch servierte unter anderem "Barbaguians" - eine monegassische Spezialität aus Blätterteig. Danach gab es Drachenkopffisch, 17 verschiedene Gemüsesorten aus den Gärten von Roc Agel und Eis mit braunem Zucker. Getrunken wurde Chardonnay aus Südafrika und Champagner aus dem Haus Perrier-Jouët. Um Mitternacht, nach dem kulinarischen Feuerwerk, erstrahlte dann auch der Nachthimmel in bunten Farben. Musikalisch untermalt wurde das Spektakel mit "Streets of Philadelphia" von Bruce Springsteen und "Scatterlings of Africa" von Johnny Clegg. Keine Hochzeit ohne Walzer. Auf einem verspiegelten Boden im Saal der Oper bat Albert nach dem Anschneiden der mehrstöckigen Hochzeitstorte seine frisch Angetraute zum "Fürst Waltz". Etwas steif stand er da und wiegte sie in einem undefinierbaren Takt, ob sich die beiden überhaupt einmal 360 Grad gedreht haben? 450 Gäste waren geladen zum Hochzeitsball im Anschluss an die kirchliche Trauung von Fürst Albert II. und Fürstin Charlene.

Hier einige der Adeligen in ihrer Abendrobe:

Die zweitschönste der Nacht: Charlotte Casiraghi mit ihren zwei Brüdern Andrea und Pierre. Pretty in Pink: Kronprinzessin Mary von Dänemark neben Kronprinz Philippe von Belgien. Victoria von Schweden und Daniel hatten 2010 die herzlichere Hochzeit. Junggesellin: Madeleine von Schweden wäre noch zu haben. Sie kam in Begleitung ihres Brudes Prinz Carl-Philip von Schweden. Königsblau: Silvia von Schweden kam mit König Carl Gustaf Prinz Michael von Kent mit seiner österreichischen Frau Christine Hier sehen Sie noch einmal die schönsten Bilder des Tages.

Der Höhepunkt des Tages und ein historischer Moment war der Tausch der Ringe zwischen Albert und Charlene. 

Beginnen wir mit dem Defilée der Hochzeitsgäste: Unter den Gästen zum Beispiel Ex-007 Roger Moore. Man weiß ja, dass in den Filmen des Geheimagenten Casinos und also auch Monaco immer wieder eine prominente Gastrolle haben. Mary von Dänemark verließ das Hotel de Paris gegenüber dem Casino de Montecarlo. In diesem Hotel logierten die wichtigsten Hochzeitsgäste. Die Zimmerpreise waren an diesem Wochenende dem Ereignis angepasst. Michael Kent, alteingesessener britischer Adel, auf der Treppe des Hotels de Paris. Das Model Victoria Silvstedt nutzte wie viele andere Damen unter den Gästen die Hitze für die Präsentation der neuesten Hutmodelle. Louis de Bourbon aus Frankreich auf dem roten Teppich. Man freute sich, das Fest in Monaco als standesgemäßen Event zu begehen. Am roten Teppich: Edward und Sophie Earl of Wessex. Bunt ist die Farbe des Tages. Bei den Frauen sind es die meist schulterfreien, sommerlichen Kleider, bei den Herren die Uniformen, die allerlei Kombinationsmöglichkeiten erlaubten. Der holländische Thronfolger Willem-Alexander mit Princess Maxima. Die norwegische Mette Marit, eine stille Prinzessin, die immer wieder ihren Hang zum Glamour zeigt. Der Platz vor dem Palast war voll mit euphorischen Gästen und Zusehern. Die Hitze war ihnen an diesem Nachmittag egal. Fächer wurden verteilt. Wasser oder wahlweise Champagner gab es nach der Hochzeitszeremonie.

Die Gäste und Besucher erwartetn eines der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte Monacos. Und zweifellos eines der größten Feste, die in Europa möglich sind. Jean Michel Jarre, der Sänger, der am Freitagabend ein fulminantes Konzert für das Brautpaar und die Monegassen gab, und sein Garderoben-Privileg. 

Für die anderen männlichen Gäste gilt: Cut oder Uniform. Nur nicht für Nicolas Sarkozy, Präsident von Frankreich. Wie wir gleich sehen werden ... Der Platz vor dem Palast füllte sich jetzt immer mehr. Ein Staatsoberhaupt nach dem anderen traf ein. Das Defilée der schwarzen Limos war beeindruckend. Auch der französische Präsident Nicolas Sarkozy traf ein. 

Mit einer schwarzen Krawatte, was Herr Schäfer-Elmayer so kommentierte: "Ich halt's nicht aus." 

Und weiter: "Eine schwarze Krawatte trägt man nur in der Disco oder höchstens zur Uniform. Und dann sitzt sie auch noch schlecht."

Was will Sarkozy den Monegassen mit seiner Garderobe sagen? Madeleine, die Prinzessin von Schweden, beim Aussteigen am Platz vor dem fürstlichen Palast. In Reih und Glied: Das Protokoll ist streng. Auch zu den nahen Verwandten. Hier Prinzessin Stephanie und ihre Kinder Louis, Camille und Pauline, rechts Caroline von Monaco.

Von den Enkeln, Kindern und Neffen der Grimaldis sind alle aus allen Erdteilen zusammen gekommen. Stargast um Stargast: Hier Prinz Aga Khan. Er hielt sich an die Vorschriften, was die Wahl der Garderobe anging. Karl Lagerfeld trug dunkel - dunkle Sonnenbrille. Eva Poleschinski zum Thema Lagerfeld und die Grimaldis: "Toll ist, dass er überhaupt da ist. Geht doch Lagerfeld nie auf große Events, außer es handelt sich um eine Fashion Show." Lagerfeld ist bekanntermaßen der Leibschneider von Caroline von Monaco. Adel trifft Kunst. Prinz Emanuele Filiberto von Venedig und Piedmont. In Begleitung von Actrice Clotilde Courau. Der kanadische Cirque du Soleil Gründer Guy Laliberté machte eine kurze Fotopause auf dem roten Teppich, der zur Hochzeitszeremonie führte. Farah Pahlevi, die Frau des verstorbenen Schahs von Persien. Lynette, Sean-Michael und Gareth Wittstock: Die Familie der Braut erwies sich doch als deutlich weniger umfangreich als die des Bräutigams. Deutschland gab sich die Ehre: Der deutsche Präsident Christian und Bettina Wulff. Andrea Casiraghi und seine Freundin Tatiana Santodomingo. Naomi Campbell und ihr Vorsorge-Model, der russische Milliardär VladimirDoronin. So richtig schön war Charlotte Casiraghi, die Tochter Carolines von Monaco. Ihr Boyfriend Alex Dellal fand das sicher auch. Der Tag strebte seinem Höhepunkt zu: Einzug der Braut, am Arm ihres Vaters. Die Designerin Isabell Christensen. Und da ist die Braut. 

Charlene erschien in einem ivory-farbenen Kleid mit, so Eva Poleschinski: "drapiertem Ausschnitt, es hat eine sehr schlichte Silhouette. Ab der Hüfte ist es immer dichter bestickt. Toll ist die Art, wie die Schleppe von Brusthöhe weg angesetzt ist. Schönes Detail: Am Rücken ist das Kleid mit kleinen Knöpfen verziehrt. Wunderschön ist der Schleier. Transparent und von einer filigranen Stofflichkeit. Sehr schlicht."  

Schäfer-Elmayer fasst Polischenskis Kommentar in einem kurzen Satz zusammen: "Das Kleid ist ein Traum." Fünf Meter Schleppe. 

Und keine Schleppenträgerin, die der Braut mit ihrem Hinterteil die Show stehlen könnte. Während Papa Wittstock, so vermutete Schäfer-Elmayer, so aussieht, als "hätte er noch nie einen Cut angehabt." Es gibt eben für alle Dinge im Leben ein erstes Mal.

Frage: Wie sieht man einem Menschen an, ob er sich in dem, was er anhat, wohlfühlt? Schäfer-Elmayer: "Ich erinnere mich an Joschka Fischer in seiner ersten Phase im Anzug. Man spürte einfach, dass er das nicht gewohnt war ..." (Anm.: Joschka Fischer war deutscher Außenminister, nachdem er vorher als grüner Revoluzzer Karriere gemacht hatte.) Die Zeremonie. Sie dauerte ziemlich lang, immer wieder begleitet und auch unterbrochen von sakraler Musik, deren populärstes Highlight am Ende das "Ave Maria", gesungen von Andrea Bocelli war. Der Tausch der Ringe. Ein historischer Moment für den Kleinstaat an der Cote d'Azur. Ein wichtiger Moment: das Lüften des Schleiers. 

Dann kam der Kuss. Es war dann mehr ein Hauch als ein Kuss. Als die Kameras weg waren, gab es sicher mehr. Stephanies Tochter Pauline beteiligte sich an der kirchlichen Lithurgie. Brav. Hände wurden gefaltet ... ... und es wurde brav gelauscht, was der Bischof sagte. Er freute sich über die Verbindung und wünschte dem Brautpaar Gottes Segen.

Wobei die Ehe ja eigentlich erst vom Papst so ganz offiziell und richtig gesegnet wird. Demnächst im Vatikan. Ein Seitenblick auf die Hochzeitsgäste, den inneren Cercle der Hochgesellschaft Europas: Ungeheuerlich bezaubernd das Kleid der Begleitung von Giorgio Armani. Sein Hochzeitskleid entlockte Publikum und Mode-Experten "Ahhs" und "Ohhs". Unglaublich, das Zeremoniell im Freien. Man merkte in vielen Details, wie gut sich das Fürstentum auf diesen Tag vorbereitet hatte. Alle erlebten diese Augenblicke als historisch. Auch wir an den Computerbildschirmen und vorm Fernseher. Jubel und Ausgelassenheit. Dennoch blieb die Stimmung unter den Brautläuten bis zum Ende irgendwie unterkühlt. Wobei das nur aus dem Standpunkt der Beobachter so sein konnte. Und mit den Gerüchten der letzten Tage, den Gerüchten um einen weiteren Vaterschaftstest für Albert und um einen vereitelten Ausbruchsversuch Charlenes, nichts zu tun haben muss ...

Man ist einfach nicht so emotional bei Fürstens. Am Schluss der Zeremonie flossen endlich auch Tränen bei der neuen Fürstin von Monaco. 

Einige Details zu ihrem Kleid: Die Schleppe war 20 Meter lang. Auf dem Kleid wurden 40.000 Swarovski-Kristalle, 30.000 Steinchen in Goldton und 20.000 Perlmutt-Tränenkristalle verarbeitet. 2.500 Arbeitsstunden stecken in dem Kleid, das aus einem 80 Meter langen transparenten Organza-Gewebe bestanden hat.
(KURIER.at / Alexander Rabl, anh, sog, Marion Hauser) Erstellt am
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