Burns-Hansen: Weltberühmt in Österreich

Nach sieben Jahren in der Jury ist Nicole Burns-Hansen bekannter als so mancher Dancing Star. Nun besuchte sie Wien erstmals privat – ein Bummel durch die City.
Ein Paar umarmt sich vor dem Stephansdom in Wien.

Immer wieder freitags ist die Schweizerin Nicole Burns-Hansen berühmt. Nach fast sieben Dancing-Stars-Staffeln ist die ehemalige Weltmeisterin in Lateintänzen zum Österreich-VIP geworden. In ihrer Heimat blieb sie außerhalb der Tanz-Gemeinde unbekannt: "Ab und zu erkennt mich jemand, der ORF empfängt. Aber wie hier ist es daheim bei Weitem nicht", erklärt die 38-Jährige zu Beginn einer kleinen Sightseeing-Tour. Denn obwohl sie Wien seit Jahren dienstlich besucht, hat sie die Stadt noch nie gesehen.

Drei Personen unterhalten sich vor dem Palmenhaus im Burggarten in Wien.

Also bat der KURIER-Redakteur Burns-Hansen zum Innenstadt-Bummel. Und weil es sich vor Sehenswürdigem alleine komisch posiert, nahm sie ihren Freund Luis Parra mit. Der interessiere sich ganz besonders für Kultur, Geschichte und Museen. Wir hingegen interessierten uns schon im Burggarten für ein bisschen Privates aus Nicoles und Luis’ Leben. Denn so viel Sympathie die schöne Schwarzhaarige in Österreich auch erntet, so wenig ist über sie bekannt.

Luis lernte Nicole kennen, als sie 2007 – nach 13 Jahren in London – zurück in die Schweiz zog. Ihre Ehe mit Donnie Burns, vielfacher Lateintänze-Weltmeister, war gerade geschieden und so übersiedelte die geborene Bernerin nach Zürich. "Das ist mehr Weltstadt als Bern. Und mir war nach etwas Neuem." Bei einem Tangoabend bat der Argentinier Luis sie zum Tanz.

Parra wendet den Blick von der Hofburg ab und erzählt: "Als Tänzer spürte ich bei der ersten Umarmung, dass da etwas ist. Nach dem ersten Tango schaute ich Nicole an und sagte: Daraus müssen wir etwas machen. Sie sagte Ja." Burns-Hansen fügt hinzu: "Ich meinte das Tänzerische." Die Liebe zögerte sie ein halbes Jahr hinaus. "Ich wollte mich nach der Scheidung nicht hineinstürzen." Auf der Kärntnerstraße plaudern die beiden über die Tango-Argentino-Shows, die sie in der Schweiz, in Deutschland, Frankreich und Holland zeigen. Auf dem Nordturm des Stephansdoms erzählen sie von der Tanzschule in Luzern, die sie gerade gekauft haben. Im Café Prückel kommt Luis endlich zu einem "Original Wiener Kalbsschnitzel mit Reis und Preiselbeeren". Nicole findet österreichische Kost "wie in der Schweiz, nur das Schnitzel macht ihr besser". Mozartkugeln liebt sie. Wie übrigens auch Wien. "Die Gebäude, das Historische, das alles ist sehr schön. Eine tolle Stadt."

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