Bravo ist 55: Teufelszeug und Achselhaare

2865 Ausgaben, eine Viertel Million Seiten: die Teenie-Postille Bravo feiert 55. Geburtstag.

Dr. Sommer, Starschnitt, Foto-Lovestory: Daran entsinnen sich auch Promis, wenn sie an Bravo denken – wie eine Blitzumfrage zeigt. "Kaiser" Robert Palfrader war gerade in der Klosterschule, als ihm ein Frater glaubwürdig versicherte, dass Bravo Teufelszeug ist: "Weshalb ich Abstand davon genommen und mich dem Playboy zugewendet habe." Was für Dancing Star Claudia Reiterer von Bravo blieb, sind Nenas dichte Achselhaare. "Mit 14 waren aber die Dr.-Sommer-Seiten am interessantesten." Schauspieler Adi Hirschal hielt wenig von den Sommermärchen: "Dr. Sommer? Hab ich nicht gebraucht! Ich hab mir alles selbst beigebracht." Dem Weltlichen nicht ganz abgeneigt war Dompfarrer Toni Faber: "Es gab zwischen 13 und 17 eine gewisse Durchlauferhitzerphase. Bravo hat da die Neugierde befriedigt." Für Polly Adler alias Angelika Hager hatte das Blatt realsatirischen Unterhaltungswert: "Wir haben uns kreischend die Dr.-Sommer-Ezzes vor gelesen und jene verachtet, die sich einen traurigen Ananasfrisuren-Träger von der kleinkarierten Band ,Bay City Rollers‘ an die Wand nagelten." "Love-Story nein, Dr. Sommer ja" – so gestaltete sich die Leselust von Kabarettist Herbert Steinböck. "Gelesen habe ich es aber nur heimlich." Als echter Bravo -Fan entpuppt sich Kabarettistin Andrea Händler. Auch, weil sie von Dr. Sommer Rat bekam: "Ich wollte wissen, ob ich frigide bin, weil ich mit 12 beim ersten Kuss nix spürte." Die Antwort klang zukunftsweisend: Sie solle doch nicht zu viel verlangen.
(KURIER / M. Hauser, G. Kuhn, I. Teufl) Erstellt am
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